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Cola light im Flieger bestellen? Keine gute Idee

Viel Schaum um nichts. Cola light im Flugzeug zu bestellen, ist ärgerlich für die Flugbegleiter. Aber es gibt noch  mehr Gründe auf den Softdrink zu verzichten.  

"Eine Cola Light, bitte" - ein gefürchteter Satz, wenn du Flugbegleiter bist.

Er bedeutet nämlich, dass du etwa 3 Mal so lange brauchst wie sonst, um das Getränk einzuschenken. Der Grund: Cola Light in der Luft ist eine wahre Schaumparty.

Durch den Unterdruck im Flieger schäumen kohlensäurehaltige Getränke ohnehin mehr. Bei Light Produkten wie Cola Light oder Cola Zero ist das Phänomen aber besonders stark – vermutlich, weil sie mehr CO2 und anorganische Säure enthalten als andere Getränke.

Also: Lieber auf die Light Version verzichten oder Geduld mitbringen. Warum du auch außerhalb des Flugzeugs nicht zu viel Cola Light trinken solltest...

Das Wichtigste zum Thema Cola light

  • Statt Zucker enthält Cola light den chemischen Süßstoff Aspartam. Er wird unter den Zutaten auf dem Etikett oft auch als E-951 gelistet. Ebenfalls für die Süße der Getränke zuständig: die synthetischen Süßstoffe Acesulfam-K und Cyclamat.

  • Cola light hat fast keine Kalorien. Zwar enthält Aspartam ebenso wie Zucker 4 Kalorien pro Gramm, doch die Süßkraft ist 200-mal so hoch. Deshalb wird in den Getränken eine wesentlich geringere Dosis verwendet.

  • In Deutschland wurde Cola light im Jahr 1983 mit dem Null-Kalorien-Versprechen eingeführt. Seitdem halten viele Abnehmwillige Cola light für ein Diät-Getränk – fälschlicherweise. Denn der Softdrink macht keinesfalls schlank und steht sogar im Verdacht, sich negativ auf die Gesundheit auszuwirken.

Was macht Cola light mit dem Körper?

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    Aspartam löst Heißhungerattacken aus. Trinkst du Cola light, schüttet dein Körper Insulin aus, das eigentlich den Zucker abbauen soll. Da der Süßstoff jedoch kein Zucker ist, bleibt das Hormon im Blut. Es kommt zum Unterzucker, der dich 90 Minuten nach dem Getränk hungrig auf Süßes und schnelle Kohlenhydrate macht.

  • 🍭

    Außerdem unterstützt Aspartam die Einlagerung von Fett. Isst du etwas Zuckerhaltiges, wird die Kalorienverbrennung angeregt. Nimmst du Süßstoff zu dir, wird die Fettverbrennung jedoch unterdrückt und die ganzen Kalorien, die du ohne Aspartam verbrennen würdest, landen auf den Hüften.

  • 👨‍🔬

    Forscher fanden heraus, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von süßstoffhaltigen Getränken wie Cola light und Diabetes Typ 2 gibt. Die Stoffwechselerkrankung tritt vor allem bei übergewichtigen Menschen auf.

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    Dein Schlaganfall-Risiko erhöht sich durch Aspartam. Forscher der Boston University School of Medicine stellten fest, dass Cola light die Blutgefäße blockiert und damit das Schlaganfall-Risiko um ein 3-faches ansteigen lässt.

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    Auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht sich schon durch zwei Gläser Cola light pro Tag um 30 Prozent. Sogar um 50 Prozent höher ist die Wahrscheinlichkeit, an einem Herzinfarkt zu sterben.

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    Aspartam steht im Verdacht, Krebs zu erregen. Zumindest kamen Forscher zu dem Schluss, nachdem sie im Versuch Ratten mit dem Süßstoff gefüttert hatten. Die Versuchstiere erkrankten häufiger an Lymphdrüsenkrebs und Leukämie als ihre Artgenossen, die normales Futter bekamen.

Was ist der Unterschied zwischen Cola light und Cola Zero?

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    Wenn Cola light so ungesund ist, dann trinke ich eben Cola Zero? Davon raten wir ab. Denn der Effekt auf deinen Stoffwechsel ist derselbe, da in beiden Varianten der gleiche Süßstoff-Cocktail aus Aspartam, Acesulfam-K und Cyclamat enthalten ist. Der Unterschied liegt allein im Geschmack: Cola Zero soll dem originalen Cola-Geschmack näherkommen als der von Cola light.

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    Wenn du absolut nicht auf Cola light, Zero und andere süßstoffhaltigen Softdrinks verzichten kannst, dann reduziere wenigstens den Konsum auf ein Minimum. Trinke stattdessen über den Tag lieber Wasser oder Tee und gönne dir deine Cola einmal in der Woche oder zu besonderen Anlässen. Dann darf es sogar das Original mit Zucker sein, denn das führt deinen Stoffwechsel wenigstens nicht in die Irre.

Veröffentlicht: 22.11.2019 / Autor: Galileo