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Pfeffer ist nicht gleich Pfeffer: Das können die verschiedenen Sorten

Es gibt zig verschiedene echte und falsche "Pfeffer". Alle sind scharf - haben aber ein spezifisches Aroma. Welche Sorte passt wozu? Und im Clip: Darum solltest du deine Waschmaschine öfter mal pfeffern.

Tipp vorab: So lagerst du Pfeffer am besten

Das Pfeffer-Aroma verfliegt schnell. Kommen die Körner mit Licht und Luft in Kontakt, schmecken sie schon bald fad. Gemahlen ist Pfeffer noch anfälliger. Am besten bewahrst du die Pfeffer-Körner in einem geschlossenen, dunklen Behälter auf und mahlst oder mörserst sie erst bei Gebrauch.

Warten lohnt sich: Gib den gemahlenen Pfeffer erst am Ende der Garzeit hinzu. So geht nichts vom Aroma verloren. Ganze Pfeffer-Körner kannst du aber auch mitkochen.

Original oder Hochstapler? Das Wichtigste zu echtem Pfeffer

  • Schwarzer Pfeffer, auch Pfefferstrauch genannt, ist ein echter Pfeffer. Sein lateinischer Name lautet Piper nigrum. Und Piper steht für die Gattung Pfeffer.

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    Für die Schärfe sorgt in erster Linie das Alkaloid Piperin. Je nach Ernte-Zeitpunkt und Behandlung kann man den Schwarzen Pfeffer als schwarzen, grünen, weißen oder roten Pfeffer kaufen.

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    Ursprünglich stammt der Schwarze Pfeffer aus Indien. Heute zählen auch Indonesien, Malaysia, Vietnam und Brasilien zu den größeren Anbauländern.

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    In der Antike brachten Händler den Schwarzen Pfeffer über Land aus Indien nach Europa, später dann per Schiff. Jahrhunderte lang konnten sich nur die Reichen Pfeffer leisten. Er war ein Luxusgut, wurde teilweise sogar mit Gold aufgewogen.

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    Nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel war er beliebt. Das Piperin fördert die Verdauung und die Aufnahme von Nährstoffen. Zudem soll es entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und antibakteriell wirken. Sogar eine potenzsteigernde Wirkung sprach man dem Pfeffer zu.

Eine Pflanze - 4 Pfeffer

Schwarzer, grüner, weißer und roter Pfeffer - alles die gleichen Früchte.

⚫ Schwarzer Pfeffer

Wird der schwarze Pfeffer unreif (grün) geerntet und langsam in der Sonne getrocknet, färbt er sich schwarz und wird schrumpelig. Er ist aromatisch, enthält ätherische Öle und viel Piperin. Und: Er ist wirklich scharf.

Koch-Tipp: Mit schwarzem Pfeffer kannst du bei salzigen Gerichten nie was falsch machen.

So wächst der Schwarze Pfeffer

Der Weg des Pfeffers

So wächst der Schwarze Pfeffer

Der Schwarze Pfeffer ist eine Kletterpflanze und wächst bis zu 10 Meter an Bäumen empor. Die Pfeffer-Früchte wachsen wie Johannisbeeren an Rispen. Im Video siehst du, wie hart die Ernte ist.

🟢 Grüner Pfeffer

Grüner Pfeffer schmeckt etwas krautig, enthält weniger Piperin als die schwarze Variante und ist deshalb nicht so scharf. Er wird unreif geerntet und dann schnell getrocknet, gefriergetrocknet oder in Salzwasser eingelegt. So behält er seine grüne Farbe.

Koch-Tipp: Grüner Pfeffer ist ein Allrounder und perfekt, wenn du es etwas milder magst. Süßen Speisen wie Vanille-Erdbeer-Creme oder Orangen-Marmelade gibt er den extra Kick.

⚪ Weißer Pfeffer

Für weißen Pfeffer verwendet man die reifen rötlichen Früchte. Die werden in Säcke gefüllt und in Wasser eingeweicht. Dabei löst sich ihre Schale, und es entsteht ein etwas muffiges Aroma. Er enthält größere Mengen an ätherischen Ölen und kann vom Schärfegrad mit schwarzem Pfeffer mithalten.

Koch-Tipp: Weißer Pfeffer eignet sich gut für helle Soßen, da man die Körnchen nicht sieht.

🔴 Roter Pfeffer

Roter Pfeffer besteht aus den reifen ungeschälten Pfeffer-Früchten. Diese werden meist in Salzwasser oder Essig eingelegt. Er schmeckt süßlich-scharf und fruchtig.

Koch-Tipp: Roter Pfeffer passt zu Fleisch, Fisch, süßen Desserts UND Schokolade.

Weitere echte Pfeffer

Falsche Pfeffer: Cayenne-Pfeffer

Cayenne-Pfeffer sollte besser Chili-Pulver heißen, denn er besteht aus gemahlenen Chilis der Sorte Cayenne.

Cayenne-Pfeffer


Cayenne-Pfeffer macht das Essen richtig scharf und passt sehr gut ins Chili con Carne.
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Falsche Pfeffer: Rosa Pfeffer

Wenn du deine Speisen dekorieren möchtest, ist rosa Pfeffer perfekt. Die Beeren des südamerikanischen Schinus-Baums stecken voller ätherischer Öle und schmecken süßlich nach Wacholder. Sie passen zu Fisch und Geflügel, aber auch zu süßen Speisen wie Vanille-Eis.

Rosa Pfeffer


Sieht aus wie Pfeffer, ist aber keiner: Die rosafarbenen Beeren sind eher weich und werden nicht gemahlen. Denn das würde die Mühle verkleben. Man verwendet sie ganz.
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Falsche Pfeffer: Piment

So entsteht jamaikanischer Piment-Pfeffer

Falsche Pfeffer: Piment

Piment, auch Nelken-Pfeffer genannt, ist scharf und schmeckt nach Gewürz-Nelken. Lebkuchen, Würstchen, aber auch Wild-Gerichten gibt er eine besondere Note. Im Video siehst du, wo er herkommt: Spoiler: Jamaika.

Falsche Pfeffer: Szechuan-Pfeffer

Der Szechuan-Pfeffer ist mit dem echten Pfeffer nicht verwandt. Ursprünglich stammt er aus der chinesischen Provinz Sichuan, daher der Name. Du findest ihn auch unter der Bezeichnung Chinesischer Pfeffer, Japanischer Pfeffer und Zitronen-Pfeffer, da er nicht nur scharf schmeckt, sondern auch nach Zitrone.

Szechuanpfeffer


Koch-Tipp: In der asiatischen Küche ist Szechuan-Pfeffer ein fester Bestandteil. Du kannst damit super deine Ente und Reis-Gerichte, aber auch Fisch verfeinern.
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Falsche Pfeffer: Mönchs-Pfeffer

Mönchs-Pfeffer ist vom Mittelmeerraum bis nach West-Asien zu finden. Die bis zu 5 Meter hohen Sträucher tragen kleine Früchte, die an schwarzen Pfeffer erinnern und auch scharf sind, aber nach Salbei schmecken.

Moenchspfeffer


In der Küche nutzt man ihn selten, dafür findest du ihn im Medizin-Schrank. Er soll den weiblichen Zyklus regulieren.
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Gut zu wissen

Im Englischen ist der Begriff "Pepper" irreführend. Er bedeutet nämlich Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, aber auch Paprika. Sag dem Kellner also lieber ganz genau, ob du eine Portion Pfeffer auf dein Fleisch möchtest oder Paprika auf der Pizza. Hot Pepper wäre dann übrigens Peperoni.

Bist du ein Gewürz-Kenner?

Veröffentlicht: 19.06.2020 / Autor: Larissa Melville