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Reine Typsache? Das bedeuten die Zahlen auf den Mehltüten

Typenbezeichnungen wie 405, 1050, 1800 verraten nicht nur viel über den Fitness-Faktor deines Mehls, sondern auch, was du am besten damit machen kannst. Ein Überblick.
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Das Wichtigste zum Thema Mehl

  • Die Typenzahl wird auch Ausmahlgrad genannt.

  • Sie gibt an, wie viele Mineralstoffe in 100 Gramm (g) Mehl enthalten sind, also Kalium, Magnesium, B-Vitamine, pflanzliche Eiweiße und Ballaststoffe.

  • Dafür werden 100 g Mehl bei 900 Grad verbrannt und die übriggebliebenen Mineralstoffe bestimmt. Ein Weizenmehl Typ 405 enthält entsprechend 405 Milligramm Mineralstoffe auf 100 g.

  • Die Mineralstoffe sitzen vor allem in der Schale des Korns. Eine höhere Typenzahl bedeutet, dass mehr Schalenbestandteile enthalten sind. Dann ist das Mehl dunkler und gröber - und letztlich gesünder.

  • Mehlsorten mit niedrigen Typenzahlen fühlen sich glatt, fein und weich an. Gröbere Mehlsorten sind griffiger und nehmen langsamer Flüssigkeit auf.

  • Für Vollkornmehle wird das ganze Korn gemahlen, inklusive Schale und Keimling. Daher haben sie keine Typenbezeichnung.

Mehl ist Mehl? Nicht ganz. Je nachdem, was du zubereiten möchtest, solltest du zu einem bestimmten Typ greifen.

Dafür eignet sich Mehl mit niedriger Typenzahl

Weizenmehl Typ 405 ist der Klassiker in der Küche. Da nur der Keimling gemahlen wurde, ist das Mehl sehr weiß und fein. Es ist ideal für:

🍪 Kekse

🍰 Kuchen

🍞 Weißbrot

🍝 Nudeln

🍕 Pizzateig

Alternativ kannst du auch Weizenmehl Typ 550 oder Dinkelmehl Typ 630 benutzen.

Die Wahl der Mehlsorten wie Roggen oder Dinkel ist übrigens reine Geschmacksache. Roggen schmeckt etwas kräftiger als Weizen, Dinkel leicht nussig.

Dafür eignet sich Mehl mit mittlerer Typenzahl

Sorten wie 1050 bis 1150 enthalten etwas mehr Schalenbestandteile und sind dadurch gröber und dunkler. Sie sind gesünder, eignen sich jedoch nicht mehr zum Backen von feinen Backwaren, sondern sind perfekt für:

🍞 Mischbrote

Dafür eignet sich Mehl mit hoher Typenzahl

Hinter den Typenzahlen 1700 und 1800 steht grobes Mehl. Du erkennst auch kleine Kornreste. Ideal als Grundlage für:

🍞 Vollkornbrote

Veröffentlicht: 03.05.2020 / Autor: Stephanie Arndt