Themenseiten-Hintergrund

Schräges Sushi: Wir servieren dir die verrücktesten Häppchen

Du magst Sushi? Aber kennst du auch seine Geschichte? Und hast du schon mal einen Sushirrito probiert? Hier erfährst du alles Wissenswerte über die japanischen Reis-Häppchen - und auch, wie du sie selbst herstellen kannst.

Das Wichtigste zum Thema Sushi

  • Sushi ist ein japanisches Gericht aus gesäuertem Reis - daher kommt auch der Name. Ergänzt wird es vor allem durch Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse, Tofu oder Ei. Traditionell enthalten die Häppchen nur eine Zutat, die Kombination mehrerer Zutaten ist eine Erfindung des Westens.

  • Mit Nori hält‘s besser! Algenblätter (getrocknet und geröstet) dienen als Hülle für Röllchen oder Schiffchen. Streifen verwendet man, um den Belag "festzubinden". Und bei Temaki wird der Seetang zu kegelförmigen Tüten gerollt und dann gefüllt.

  • Das klassische Nigiri-Sushi entstand im 18. Jahrhundert im heutigen Tokio. Die mit Meeresfisch belegten, 2 Finger breiten Reisrollen wurden damals im Hafen angeboten.

  • In westlichen Ländern sorgen die Häppchen seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für kulinarische Furore. Die erste Sushi-Bar eröffnete 1966 in Little Tokyo, Los Angeles.

  • Das kleinste Sushi der Welt misst etwa 3 Millimeter. Ob Thunfisch oder Seeigel, winzige Stücke davon werden jeweils auf einem einzelnes Reiskorn drapiert. Genießen kann man die Miniatur-Snacks im Tokioter Restaurant "Sushiya no Hachi" - zubereitet von Sushi-Chef Hironori Ikeno.

  • Sushi ohne Reis ist als Sashimi bekannt. Auch außerhalb Japans. Die russische Variante nennt sich Stroganina und besteht aus rohen, tiefgefrorenen Fischstreifen, die in Salz und Pfeffer gewälzt werden.

Sushi-Knigge: So verspeist man die Reis-Häppchen stilgerecht

  • Sushi ist Fingerfood. In Japan wird vor dem Essen zum Händereinigen ein feuchtes warmes Handtuch gereicht. Einzig Nigiri und Sashimi isst man mit Stäbchen. Gabel und Messer sind tabu.

  • Abbeißen? Nein. Die mundgerechten Stücke sind dazu gedacht, sie im Ganzen zu verzehren.

  • Kein Mischmasch! Die grüne Meerrettichpaste rührt man nicht in die Sojasoße. Deswegen: Zunächst eine kleine Menge Wasabi mit den Stäbchen auf das Sushi streichen und es dann kurz in die Soße tunken. Gedippt wird mit der Fischseite, nicht mit der Reisseite.

  • Um den Sushi-Genuss zu maximieren, gilt beim Verzehr folgende Reihenfolge: Erst der milde, weiße Fisch, dann der silbrige, danach folgt der rosafarbene und schließlich der rote. Sind Häppchen mit Omelett-Belag dabei, beginnt man damit.

  • Warum man eingelegten Ingwer dazubekommt? Damit lässt sich der Geschmack im Mund neutralisieren. Soll heißen: Man isst ihn zwischen den einzelnen Sorten, aber niemals mit dem Sushi zusammen.

Vom Sushirrito bis zu Frushi: 5 abgefahrene Sushi-Varianten

Starter-Kit: Das brauchst du, um Sushi selber zu machen

  • ♨️

    Ein Reiskocher, am besten mit einer speziellen Funkion für die Zubereitung von dem speziellen Sushi-Reis, erleichtert die Arbeit. Man muss weder den Kochvorgang überwachen noch ständig umrühren. Wer darauf verzichten möchte, benutzt einen Topf.

  • 🍚

    In Japan kommt der frisch gekochte Reis in einen "Hangiri", einen runden Holzbottich. Eine Schüssel aus Porzellan, Ton oder Steingut tut‘s aber auch. Darin werden Reis und Würze vermengt.

  • 🔪

    Um Fisch zu filetieren, eignet sich am besten ein Sashimi-Messer. Das ist besonders scharf und sorgt daher für einen schönen, glatten Schnitt.

  • 📜

    Mit einer Bambusmatte lässt sich der Reis einfach(er) rollen und pressen. Stets eine Frischhaltefolie drauflegen, damit nichts kleben bleibt. Und nach Gebrauch mit einem feuchten Tuch reinigen.

Einfach, schnell, lecker: Maki für Anfänger

Zutaten für 2 Personen (12 Sushi):

175 g Sushi-Reis
250 ml Wasser
3 EL Reisessig
1 TL Salz
1 TL Zucker
150 g rohes Lachsfilet
2 Nori-Blätter
1 TL Wasabi-Paste
eingelegter Ingwer
Sojasoße

Und so geht's:

1. Den Sushi-Reis nach Anleitung kochen.

2. Für die Marinade 3 EL Reisessig mit je 1 TL Salz und Zucker erwärmen. Im Anschluss mit dem gequollenen Reis in einer Schüssel vermischen.

3. Den Lachs kalt abwaschen, trockentupfen und in circa 1 cm breite Streifen schneiden.

4. Ein Nori-Blatt mit der glatten Seite nach unten auf eine Bambusmatte legen (Frischhaltefolie drunter!), die Hälfte der Reismenge darauf verteilen. An einer Längsseite etwa einen 1 cm breiten Streifen frei lassen und diesen leicht anfeuchten. Die gegenüberliegende Längsseite mit Lachsstreifen belegen und mit Wasabi bestreichen.

5. Das Nori-Blatt mit Hilfe der Bambusmatte einschlagen, den Lachs dabei mit den Fingern fixieren. Den Belag vollständig einrollen und immer wieder festdrücken. Fertig ist die erste Maki-Rolle. Mit der zweiten ebenso verfahren. Jede Rolle in 6 Stücke teilen.

6. Das Sushi auf einer Platte anrichten. Sojasoße und Ingwer in Schälchen füllen und dazu servieren.

Und so sieht das dann fertig aus:

Veröffentlicht: 15.02.2020 / Autor: Heike Predikant

Noch mehr zum Staunen