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Vom Wald auf den Teller: Was Wildfleisch so besonders macht

Wild lebt meistens nicht weit von unserer Haustür. Trotzdem kommt es nur selten auf den Tisch. Dabei hat es so viele Vorteile - wir zeigen dir, welche. Außerdem: So machst du saftiges Hirsch-Gulasch.
Teaserbild: Vom Wald auf den Teller: Was Wildfleisch so besonders macht

5 Gründe, warum du öfter Wildfleisch essen solltest

  • 🦌

    Wildfleisch ist besser als Bio! Denn die Tiere leben wild und von Natur aus artgerecht. Viel Bewegung an der frischen Luft, dazu eine vielfältige Ernährung - da kommen wir zu Punkt 2.

  • 🍂

    Wildfleisch ist extrem gesund. Rehfleisch etwa hat kaum Fett, dafür aber viel Omega-3, Kalium, Kupfer, Phosphor, Zink und mehr Eisen als Rindfleisch.

  • 🐇

    Wildfleisch ist das Gegenteil von Massentierhaltung - und enthält keinerlei Antibiotika oder Hormone. Ein Schuss und das Tier ist sofort tot - ohne langes Leiden oder Stress.

  • 🐗

    Wildfleisch stammt aus der Region und hat daher kurze Transportwege. Mit dem Kauf tust du also etwas für die Umwelt und unterstützt den regionalen Handel.

  • 😋

    Wildfleisch schmeckt einfach gut. Weiter unten findest du ein Rezept für ein saftiges Hirschgulasch.

Was ist eigentlich Wild? Diese Tiere werden in Deutschland gejagt

So kaufst du nachhaltiges Wildfleisch

  • ✔️

    Manche Supermärkte bieten Wildfleisch an - aber meistens ist es weit gereist. Besser: Auf Seiten wie "Wild auf Wild" findest du regionale Anbieter in deiner Nähe.

  • ✔️

    Bei Treibjagden kommt es zu mehr Stress für die Tiere als durch einen gezielten Schuss vom Hochstand oder aus dem Dickicht. Frage den Metzger deines Vertrauen daher nach der Herkunft des Wilds.

Das Erbe der Adeligen: Noch heute stehen prächtige Jagd-Schlösser in Deutschland

Jagdschloss Moritzburg bei Dresden


Viele Schlösser in Deutschland sind Jagdschlösser - wie das Schloss Moritzburg bei Dresden.
© Getty Images

Jagen war lange Zeit Adels-Sache. Das sieht man heute noch an den prächtigen Jagd-Schlössern, von denen noch viele in Deutschland stehen. Sie wurden nahe der Jagd-Gebiete gebaut.

10 Fragen an eine Jägerin: Alles rund um die Jagd

10 Fragen an die Jägerin

10 Fragen an eine Jägerin: Alles rund um die Jagd

Der Beruf des Jägers ist bei jungen Menschen so beliebt wie nie. Doch warum? Wir haben 2 junge Jäger einen Tag lang bei der Pirsch begleitet und ihnen 10 Fragen gestellt.

Wie wird man zum Jäger?

  • 🌲

    Die Jägerprüfung wird auch "Grünes Abitur" genannt. Es ist eine staatlich anerkannte Prüfung in 3 Teilen: Schießen, dazu ein schriftlicher und ein mündlicher Test.

  • 🐗

    Man muss dafür mindestens 15 Jahre alt sein, ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis vorweisen und sowohl geistig als auch körperlich geeignet sein.

  • 🌿

    Themen der Jagd-Ausbildung sind zum Beispiel die Wildbiologie, Waffenkunde oder das Jagdrecht. Auch das sichere Schießen wird erlernt. Oftmals werden Abend- oder Intensivkurse an Jagdschulen angeboten.

  • 🦌

    Nach bestandener Prüfung wird man in der Regel Mitglied im jeweiligen Landesjagdverband. Denn erst in der Praxis wird das Jagen wirklich gelernt. Die ersten 3 Jahre gilt man noch als "Jungjäger".

Rezept: So kochst du saftiges Hirsch-Gulasch

Hirsch-Gulasch mit Jagdgewehr als Dekoration


Tierisch gut und lecker - Hirsch-Gulasch ist ein feines Festmahl! Und das längst nicht mehr nur unter Jägern.
© Getty Images

Das brauchst du für 4 Portionen:

  • 1 kg Hirschgulasch
  • 3 EL Butterschmalz
  • 200 g Zwiebeln, klein gewürfelt
  • 1 Möhre, klein gewürfelt
  • 1 Knollensellerie, klein gewürfelt
  • 1 Handvoll Steinpilze, getrocknet + 100 ml Wasser zum Einweichen
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz und Pfeffer
  • 6 Wacholderbeeren, etwas zerdrückt
  • 3 Nelken, etwas zerdrückt
  • etwas Thymian
  • 200 ml Rotwein, trocken
  • 400 ml Wildfond
  • 1 EL Rotweinessig oder Aceto Balsamico
  • 4 EL Preiselbeerkompott
  • eventuell: Zucker und Sahne

Und so einfach geht's:

  • 🍄

    Die getrockneten Steinpilze eine Stunde in kaltem Wasser einweichen lassen. Dann auspressen und in kleine Stücke schneiden.

  • 🥩

    Das Gulasch abtropfen lassen und trocken tupfen. Butterschmalz im Bräter erhitzen, die Gulaschstücke portionsweise darin scharf anbraten und wieder herausnehmen.

  • 🥕

    Zwiebeln, Möhre, Sellerie und Steinpilze im Bräter anbraten. Tomatenmark anschwitzen und nach und nach mit der jeweiligen Hälfte vom Rotwein, Wildfond und Pilzwasser ablöschen. Fleisch hinzugeben, salzen und pfeffern.

  • 🍷

    Anschließend den restlichen Rotwein, Einweichwasser, Gewürze, Rotweinessig und 2 Esslöffel von den Preiselbeeren hinzugeben. Wer mag, auch noch eine Prise Zucker.

  • 🕐

    Bei geschlossenem Deckel circa 2 ½ -3 Stunden schmoren, bis das Fleisch zart ist. Gelegentlich umrühren. Die letzte halbe Stunde ohne Deckel schmoren, damit die Sauce besser eindicken kann.

  • 🍽

    Zum Schluss die restlichen Preiselbeeren hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer, Rotwein abschmecken. Wer mag, gibt einen Schuss süße Sahne dazu. Fertig ist das leckere Hirsch-Gulasch.

Veröffentlicht: 20.10.2020 / Autor: Carina Neumann-Mahlkau