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Adrenalin - So wirkt das Stress-Hormon in deinem Körper

Adrenalin versetzt uns in Alarm-Zustand, lässt uns kämpfen und treibt Sportler zu Höchstleistungen an. Wir erklären dir, was es damit auf sich hat.

Das Wichtigste zum Thema Adrenalin

  • Adrenalin ist ein Hormon. Es wird in Stress-Situationen ausgeschüttet und daher oft auch Stress- oder Action-Hormon genannt. Eine weitere Bezeichnung ist Epinephrin. Es ist eine Art Warnsystem.

  • In weniger als einer Schreck-Sekunde rauscht es durch deinen Körper und macht ihn reaktionsfähiger. Herz, Lunge, Muskeln und andere Organe sind dann in Alarmbereitschaft. Deshalb können wir zum Beispiel einem herannahenden Auto so schnell ausweichen.

  • In der Medizin wird Adrenalin oft bei Allergie-Schocks, der Wiederbelebung nach einem Herz-Stillstand oder Kreislauf-Schock eingesetzt. Es wirkt wie Treibstoff für den Körper.

  • Adrenalin treibt zu Höchstleistungen an. Deshalb verfallen manche Sportler einem Rausch bis hin zur Sucht. Ein ständig hoher Adrenalin-Spiegel ist aber schädlich. Wie es im Wechselspiel mit den Hormonen Endorphin und Dopamin zur Abhängigkeit kommen kann, erklären wir dir unten.

Adrenalin im Körper: Wie der Boten-Stoff entsteht und wirkt

Nimmt unser Gehirn eine Gefahr wahr, gibt es den Nebennieren das Kommando, Adrenalin auszuschütten. Es ist ein Neurotransmitter. Heißt: Es wirkt als Botenstoff und gibt das Signal von einer Nervenzelle zur anderen weiter.

Adrenalin wird im Nebennieren-Mark mit Hilfe von Aminosäuren aus den Vorstufen Dopamin und Noradrenalin hergestellt. Es verteilt sich blitzschnell im ganzen Körper und versetzt ihn in den "Fight or Flight"-Zustand. Wir entscheiden also, ob wir kämpfen oder flüchten sollen.

Um beides durchziehen zu können, ist unser Körper viel leistungs- und reaktionsfähiger. Blutdruck und Herzfrequenz steigern sich, die Bronchien weiten sich. Die Sauerstoff-Zufuhr ist erhöht, was das Atmen erleichtert. Fettreserven werden abgebaut, die Pupillen geweitet. Der Körper ist bereit.

Andere Funktionen, die beim Fliehen oder Kämpfen stören würden, wie zum Beispiel die des Darms, werden heruntergefahren. Als eine Art Gegenmittel wirkt das Hormon Cortisol. Es pegelt den Körper nach dem Adrenalin-Schock wieder ein, dämpft den Stress, sorgt aber weiterhin für erhöhte Wachsamkeit.

Wie gut kennst du dich mit Hormonen aus?

Wann wird Adrenalin ausgeschüttet?

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    Belastung: Adrenalin setzt bei Stress ein. Das gilt nicht nur bei körperlicher Belastung, sondern auch bei seelischem Stress. Fühlst du dich über lange Zeit gestresst, kann der Körper unter einem dauerhaft zu hohen Adrenalin-Spiegel leiden.

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    Blutzuckerspiegel: Sinkt dieser ab, wird ebenfalls Adrenalin ausgeschüttet. Der Körper realisiert, dass er mit einem niedrigen Blutzuckerspiegel nicht funktionstüchtig ist. Du hängst in den Seilen. Also steuert dein Körper mit Adrenalin gegen und will der Schlappheit mit einem Action-Boost begegnen. Dein Puls beschleunigt sich.

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    Verletzungen: Bei schweren Verletzungen sorgt Adrenalin dafür, dass sich die Gefäße verengen und somit weniger Blut fließt. So will der Organismus verhindern, dass wir verbluten. Außerdem macht es unempfindlicher gegen Schmerzen. Wir halten mehr aus.

  • Nahrung: Beim Essen bestimmter Lebensmittel schüttet der Körper Adrenalin aus. Dazu gehören: Kaffee, Schokolade, Bananen, bestimmte Tees und Alkohol. Du fühlst dich dadurch belebt, vielleicht sogar aufgedreht. Der Körper sendet seinen Stressboten. Ein Über-Angebot drosselt die Vitalität aber wieder.

Höher, schneller, weiter - Sportler im Adrenalin-Rausch

Bungee- und Fallschirm-Springer kennen das Gefühl. Wer nicht ganz so hoch hinaus will, für den reicht auch schon ein Schleudergang im Kettenkarussell. Der Körper erhält einen Adrenalin-Boost, wir fühlen diesen Kick. Action ist angesagt. Gerade Extremsport-Arten liegen da ganz weit vorne.

Bei vielen Sportarten wird ein ganzer Cocktail von Hormonen ausgeschüttet. Da sind die "Glückshormone" Serotonin und Dopamin und auch Endorphin, das schon bei Läufern wie eine Droge wirkt.

Adrenalin spornt den Körper zur Höchstleistung an und ist sozusagen notwendig, um uns für den Extremsport zu pimpen. Das großartige Gefühl, das diese Hormone uns vermitteln, kann zu einem Rausch führen. Du fühlst dich unbesiegbar und leistungsstark. Sportler können regelrecht süchtig danach werden und wollen dieses Gefühl immer wieder erleben. Deshalb suchen sie immer wieder neue Situationen, die ihnen den Kick wiederbringen.

Veröffentlicht: 15.07.2020 / Autor: Sven Hasselberg

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