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Jogger schaut auf seine Pulsuhr.

Fit von Kopf bis Fuß: Das passiert in deinem Körper, wenn du Sport machst

Wusstest du, dass sich schon nach 60 Minuten Sport dein Blutdruck und deine Blutzucker-Werte verbessern? Hier erfährst du sieben weitere spannende Fakten, wie du von Kopf bis Fuß vom Training profitierst. Im Clip: Die neuesten Sport-Gadgets im Test
Fit von Kopf bis Fuß: Das passiert in deinem Körper, wenn du Sport machst
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Das Wichtigste zum Thema Sport

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät, 150 Minuten moderaten Ausdauersport pro Woche zu machen.

  • Ideal dafür sind zum Beispiel Laufen, Radfahren oder Schwimmen.

  • Moderat bedeutet: Du sollst ruhig ins Schwitzen kommen, dich aber nicht verausgaben. Eine einfache Merkhilfe lautet deshalb Laufen ohne zu schnaufen.

  • Zusätzlich solltest du noch zwei Mal pro Woche deine Muskulatur kräftigen, etwa im Fitness-Studio oder durch Kraftübungen zu Hause oder draußen in der Natur.

  • Die positiven Effekte von Sport setzen sofort ein, langfristig und dauerhaft profitierst du allerdings ab einem regelmäßigen Training nach 2 bis 3 Monaten.

  • Was beim Sport von Kopf bis Fuß in dir passiert, erfährst du hier.

Das passiert mit deinem Körper, wenn du Sport machst
Das passiert mit deinem Körper, wenn du Sport machst
Das passiert mit deinem Körper, wenn du Sport machst
Das passiert mit deinem Körper, wenn du Sport machst

1. Das passiert mit deinem Gehirn, wenn du Sport machst

Durch Bewegung wird auch in deinem Gehirn die Durchblutung angekurbelt. Gleichzeitig aktiviert die Bewegung die Ausschüttung von Glücks- und Wachstumshormonen.

Studien deuten darauf hin, dass sportliche Menschen möglicherweise besser vor Demenz, Depressionen und anderen kognitiven Erkrankungen geschützt sind. Die Details müssen aber noch abschließend erforscht werden.

2. Das passiert mit deinem Herzen, wenn du Sport machst

Im ersten Schritt nimmt der Herzschlag zu, weil dein Körper mehr Sauerstoff benötigt. Wenn du regelmäßig trainierst, passt sich der Herzmuskel durch Wachstum an die neue Belastung an.

Die Folge: Deine Pumpe arbeitet ruhiger und ökonomischer. Und zwar auch im Alltag, wenn das Herz nicht besonders gefordert wird. Parallel sinken langfristig Blutdruck und Ruhepuls – beides gute Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben.

 

Wahrheit oder Mythos: Müssen sich Herzkranke schonen?

Früher sollten Menschen mit Herzproblemen oder Herzerkrankungen kein Sport machen und sich schonen. Das gilt als überholt und ist sogar kontraproduktiv. Wer das ärztliche Go hat, kann durch Sport sein Herz stärken und der gefährlichen Arteriosklerose, also einer Gefäßverkalkung, vorbeugen beziehungsweise diese abbauen.

3. Das passiert mit deiner Lunge, wenn du Sport machst

Ausdauertraining erweitert die Atemwege und steigert die Sauerstoff-Aufnahme. So kannst du deine Lungenkapazität um bis zu 25 Prozent ausbauen.

Im Alltag bedeutet das: Du bist nicht so schnell außer Atem und kannst deinen Körper besser mit Sauerstoff versorgen.

4. Das passiert mit deinen Knochen, wenn du Sport machst

Körperliche Belastungen jeder Art regen den Knochen-Stoffwechsel an und die Knochendichte nimmt zu. Dadurch werden deine Knochen stärker und weniger anfällig für Knochenbrüche.

Das ist besonders ab dem 30. Lebensjahr wichtig, da ab dann die Knochendichte wieder abbaut und das Risiko für Osteoporose zunimmt. Sport und eine gute Ernährung sind die besten Mittel dagegen.

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Für die Antworten mussten die Probanden viel Schweiß lassen und sich ordentlich ins Zeug legen, denn es gilt herauszufinden, wie gut sich alkoholfreies Bier als isotonischer Durstlöscher nach dem Sport eignet. Mehr dazu im Video.

5. Das passiert mit deinen Gefäßen, wenn du Sport machst

Während und nach dem Training weiten sich deine Blutgefäße. So fällt es dem Herzen leichter, das Blut durch deinen Körper zu pumpen und dein Blutdruck sinkt. Ein niedriger Blutdruck belastet die Gefäße weniger und hält sie dadurch elastisch. Das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle sinkt damit.

6. Das passiert mit deinem Cholesterinspiegel, wenn du Sport machst

Regelmäßige Bewegung spiegelt sich sogar in deinem Cholesterinspiegel wider. Denn Sport erhöht die Konzentration des ‚guten' HDL-Proteins, das überschüssiges Cholesterin aus den Arterien in die Leber schleust. Das beugt einer Arterien-Verkalkung vor. Gleichzeitig sinkt das ‚schlechte' LDL-Cholesterin.

7. Das passiert mit deinen Muskeln, wenn du Sport machst

Nach einigen Wochen siehst und spürst du es: deine Muskeln wachsen. Denn einzelne Muskelfasern nehmen an Volumen zu. Gleichzeitig baut dein Körper Fettmasse ab. Damit gewinnst du nicht nur an Kraft, dein Energie-Verbrauch wächst auch automatisch. Muskeln brauchen auch im Ruhemodus mehr Energie als Fett.

Der angenehme Nebeneffekt: Dein Grundumsatz steigt, du kannst mehr Kalorien zu dir nehmen ohne zuzunehmen.

8. Das passiert mit deinem Immunsystem, wenn du Sport machst

Bereits nach zwei bis drei Monaten steigt die Zahl der Leukozyten in deinem Blut. Diese weißen Blutkörperchen spielen eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Viren und Bakterien. Somit pushst du deine Abwehr und unterstützt deinen Organismus aktiv bei der Abwehr von Krankheits-Erregern.

Neuere Studien deuten darauf hin, dass ein starkes Immunsystem auch möglicherweise den Alterungs-Prozess bremst, indem es die Alterung unserer Zellen verlangsamt.

Durch Sport senkst du das Risiko für folgende Erkrankungen

  • 🫀

    Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes

  • 🏥

    Übergewicht

  • 🧑‍⚕️

    Krebs

  • 😥

    Depressionen und depressive Verstimmungen

Dehnen: Sinnvoll oder überflüssig?

Über kaum ein Thema wird seit Jahren so leidenschaftlich diskutiert: Bringt Dehnen etwas oder nicht? Das sagt die Wissenschaft.

Es kommt auf die Sportart an

Mann dehnt sich


Stretchen bringt's - aber eben nicht immer und nur zum richtigen Zeitpunkt.
© Getty Images

Vor sogenannten explorativen Sportarten wie Boxen und Sprinten ist Dehnen nicht zu empfehlen, da es sogar leistungsmindernd wirken kann.

Der Grund: Dehnen nimmt die Spannung aus dem Muskel, doch gerade die ist für schnelle und explosive Bewegungsabläufe wichtig. Nach dem Training ist Dehnen aber auch hier gut, um den Muskel nach der kontrahierenden Belastung wieder in seine längliche Ursprungsform zu bringen. Bei Sportarten, die eine große Beweglichkeit erfordern, wie Turnen oder Tanzen, ist Dehnen unerlässlich.

Dynamisch oder statisch dehnen - das bleibt die Frage 

Mann dehnt sich


Statisches oder dynamisches Dehnen - was ist besser?
© Getty Images

Wie man allerdings dehnen soll, bleibt ungeklärt. In einer großen Meta-Studie über 15 Jahre kam zwar heraus, dass statisches Dehnen, also das Verharren für mehrere Sekunden in einer Dehn-Position, nicht das Verletzungsrisiko senkt.

Gleichzeitig gab es aber für das dynamische Dehnen, also der federnde Wechsel zwischen Dehnen und Entspannung, keine eindeutigen Erkenntnisse.

Fazit: Ein leichtes Aufwärm-Training ist bei fast allen Sportarten empfehlenswert, da es das Herz-Kreislauf-System aktiviert und Gelenke und Sehnen auf die bevorstehende Belastung vorbereitet. Ob statisch oder dynamisch gedehnt wird, ist Geschmacksache und sollte individuell entschieden werden.

Veröffentlicht: 08.04.2022 / Autorin: Stephanie Arndt