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Frage des Tages: Warum haben wir den Blinddarm?

Jeder hat ihn, keiner braucht ihn. Der Blinddarm macht nur Ärger. Oder vielleicht doch nicht? Was Ärzte heute über ihn wissen.

Darum geht's genau

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    Blinddarm? Macht nur Ärger! Entzündet er sich, haben wir erst starke Schmerzen. Platzt er sogar, gelangen Keime in den Bauchraum. Wenn Ärzte dann nicht eingreifen, kann das zum Tod führen.

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    Die Ärzte entfernen einen entzündeten Blinddarm - mit Knopflochchirurgie durch den Bauchnabel oder mit einem größeren Schnitt, um eine bessere Sicht zu haben.

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    Von wegen keiner braucht ihn: Heute glauben die Mediziner, dass dieses 6 bis 8 Zentimeter lange Stück Darm zwischen Dünn- und Dickdarm sehr wohl einen Nutzen hat.

Mit dem Mediziner Ralph Nawrotzki von der Uni Heidelberg sprechen wir über den Nutzen des Blinddarms

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    Der Blinddarm soll bei der Immunabwehr eine große Rolle spielen. Die findet in den Follikeln im lymphatischen Gewebe statt. Follikeln gibt es überall, aber ganz besonders viele im Blinddarm.

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    Der Blinddarm ist Teil eines großen Systems in unserem Körper, das an vielen Stellen mit Krankheitserregern in Berührung kommt und versucht, sie abzuwehren.

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    Wahrscheinlich kommuniziert der Blinddarm mit anderen Teilen des Körpers - wenn zum Beispiel ein Fremdkörper in den Körper eingedrungen ist, dann wird signalisiert: Wir müssen was tun.

Das solltest du dir merken

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    Besonders wichtig ist der Blinddarm in der Kindheit und der Jugend. Denn zu dieser Zeit wird unser Immunsystem trainiert. Muss er später mal entfernt werden, ist das nicht so schlimm.

Veröffentlicht: 05.12.2019 / Autor: Kathrin Aldenhoff

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