Weisheitszähne

Wozu brauchen wir Weisheitszähne?

Manche haben sie, manche nicht. Einigen werden sie gezogen, andere behalten sie ihr Leben lang. Über Zähne, die keiner braucht.

Darum geht's genau

  • 😮

    Unsere Weisheitszähne sind ein Überbleibsel der Evolution, ein sogenanntes Rudiment. So werden in der Biologie Merkmale unseres Körpers genannt, die keine oder teilweise keine Funktion mehr haben.

  • 🤔

    Vor langer Zeit hatten die Menschen 4 Weisheitszähne. Sie waren die 3. Mahlzähne. Heute haben manche gar keine Weisheitszähne mehr - oder nur noch einen oder zwei. Andere haben 4.

  • 😳

    Früher brauchten die Menschen die Weisheitszähne, um ihre Nahrung zu zermahlen. Heute kochen wir unsere Speisen, sie sind weicher und wir brauchen den dritten Mahlzahn nicht mehr.

Wir sprechen mit dem Mediziner Ralph Nawrotzki von der Uni Heidelberg über die Zähne, die wir eigentlich gar nicht brauchen:

  • 💬

    Bei den Weisheitszähnen erleben wir Evolution live. Je weiter sich die Menschen in den vergangenen Jahrtausenden entwickelten, desto weniger Mahlzähne brauchten sie und desto kleiner und schmaler wurde ihr Unterkiefer.

  • 💬

    Und: Je kleiner der Unterkiefer, desto leichter der Kopf. Das ist aus Sicht der Evolution ein Vorteil. Die Menschen konnten den Kopf leichter balancieren und zum Beispiel leichter nach Feinden Ausschau halten.

  • 💬

    Wenn wir der Natur freien Lauf ließen, könnte es sein, dass in Hunderten von Jahren niemand mehr einen Weisheitszahn hat. Denn die allermeisten Weisheitszähne entzünden sich.

  • 💬

    Würden wir da nicht medizinisch eingreifen, dann würden Menschen mit einem entzündeten Weisheitszahn an einer Blutvergiftung sterben. Sie könnten sich nicht fortpflanzen und würden so von der Natur aussortiert. Die Menschen ohne Weisheitszähne würden überleben.

Das solltest du dir merken

  • 🤓

    Die Weisheitszähne brauchen wir heute nicht mehr. Sie sind ein Überbleibsel aus früheren Zeiten. Sie werden von Zahnärzten heute oft gezogen, damit sie uns keine Schmerzen bereiten.

Veröffentlicht: 03.12.2019 / Autor: Kathrin Aldenhoff