Lern-Tricks

Grips-Knigge: Mit diesen 27 Lern-Tricks bringst du dein Gehirn auf Hochtouren

Unsere 27 Lern-Tricks erleichtern deinen Alltag und holen dein Gehirn aus dem Energiesparmodus. Im Clip: Wir testen Zwillinge. Kann eine spezielle Schrift unserem Gedächtnis auf die Sprünge helfen?
Grips-Knigge: Mit diesen 27 Lern-Tricks bringst du dein Gehirn auf Hochtouren12

Mit der Computer-Schrift "Sans Forgetica" kannst du dir Dinge leichter merken.

Mit diesen 27 Tricks lernst du jetzt noch leichter

  • Wähle die richtige Schriftart: Wissenschaftler haben eine Computer-Schrift entwickelt, die hilft, sich Dinge leichter zu merken. Die (Achtung: Auch den Namen vergisst man nicht so leicht wieder) "Sans Forgetica" hat einige "Stolpersteine" eingebaut. Sie bremst dadurch die Lesegeschwindigkeit. Die Folge: Das Gelesene kann man sich leichter merken.

  • 📖

    Werde aktiv! Sich einen Text mehrmals stumm durchzulesen führt nur langsam zum Erfolg. Besser: Den Inhalt in eigenen Worten zusammenfassen oder Fragen an den Text stellen.

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    Schreib einen Spickzettel: Das Ziel: Alle Inhalte werden so zusammengeschrieben, dass sie auf eine DIN-A4-Seite passen. Hilft beim Lernen und gibt dir Sicherheit. Bei der Prüfung aber bitte zuhause lassen.

  • Notizen machen: Das hilft vor allem, wenn du das Gelernte innerhalb weniger Tage abrufen willst. Noch ein Tipp: Mach dir deine Notizen am besten handschriftlich. Forscher der Princeton Universität fanden heraus, dass wir uns so Dinge leichter einprägen können. Schreiben wir am Laptop etwas zusammen, funktioniert das automatischer und weniger in eigenen Worten.

  • 📑

    Unterstreichen oder farbig markieren: Der sogenannte Restorff-Effekt wurde erstmals Anfang des 20. Jahrhunderts nachgewiesen. Farbige Hervorhebungen bringen aber nur etwas, wenn nachher nicht der ganze Test in Neonfarben leuchtet. Weniger ist hier also mehr.

  • Feste Lernzeiten helfen gegen den lernfaulen Schweinehund. Am besten verabredet man sich mit Freunden. Das schafft noch mehr Verbindlichkeit.

  • Nicht zu viel machen: Je länger man lernt, desto besser? Nö. Dein Hirn kann irgendwann nichts mehr aufnehmen. Nach 5 bis 6 Stunden sollte Schluss sein. Danach hast du dir eine Auszeit verdient. Triff dich mit Freunden oder geh zum Sport. So gewinnst du Abstand zum Lernstoff und baust Stress ab.

  • 🤸

    Gönn dir Pausen: Alle 45 bis 90 Minuten solltest du eine Pause einlegen. Dann ist dein Speicher nämlich voll. Am besten bewegst du dich in dieser Zeit oder gehst einer gänzlich anderen Tätigkeit nach. Danach ist das Hirn dann aufnahmefähiger.

  • 🧠

    Mix it: Schaffe Abwechslung bei deinem Lernplan. Am besten wechseln sich unterschiedliche Themenblöcke ab. Unser Gehirn hasst nämlich Langeweile.

  • 🗣

    Unterschiedliche Lern-Arten: Leise Lesen, Inhalte laut vortragen, Mindmaps zeichnen, Vorträge anhören, Erklärvideos schauen oder Zusammenfassungen schreiben ... Wer beim Lernen unterschiedliche Sinneseindrücke mischt, stimuliert verschiedene Gehirnbereiche und sorgt so für mehr Vernetzungen. Das Wissen ist dadurch leichter abrufbar.

  • 🏅

    Setze dir (kleine) Ziele: Am besten legst du am Anfang des Tages fest, was du schaffen möchtest. Das motiviert und zeigt deinen Lernerfolg. Auch eine gut organisierte (nicht zu überladene) To-Do-Liste kann helfen.

  • 🔁

    Repeat! Um dir den Stoff langfristig einzuprägen, musst du ihn wiederholen. Die erste Wiederholung sollte am besten nach 12 bis 24 Stunden passieren.

  • 🏰

    Baue Gedankenpaläste und Eselsbrücken: Je fantasievoller und ausgefallener eine Geschichte ist, desto leichter behält sie dein Gehirn. Fasse die Infos, die du lernen möchtest in einer guten Story zusammen oder baue dir Eselsbrücken.

  • 🍫

    Iss das Richtige oder verzichte auf das Falsche: Wer jeden Tag Obst und Gemüse isst, wir nicht zum Nobelpreis-Träger. Aber zu viel Zucker, Fett, einfache Kohlenhydrate (wie in Süßigkeiten) oder stark verarbeitete Produkte lähmen deine Hirnfunktion. Außerdem wichtig: genug Wasser trinken. Von Softdrinks und süßen Säften lässt du hingegen lieber die Finger.

  • 📚

    Nachschlagen, statt lange grübeln: Dir fällt etwas nicht mehr ein? Denk nicht ewig darüber nach, sondern schlag die Info lieber nochmal nach. Eine US-Studie belegt: Je länger man sich zwingt sich an etwas zu erinnern, desto wahrscheinlicher ist es, dass uns diese Information später auch nicht mehr einfällt. Die "Fehlermeldung" überlagert dann im Gehirn die eigentliche Info.

  • 👥

    Führe Selbstgespräche: Forscher der Universität Granada fanden heraus, dass du Dinge besser behalten kannst, wenn du sie dir selbst erklärst - am besten laut. Überzeuge dich selbst von den Inhalten oder finde Lösungen für aufkommende Fragen. Alternativ kannst du deinen Freunden etwas vortragen. Auch das fördert das Lernen.

  • 🧘

    Lass dich nicht stressen: Stress wirkt sich negativ auf dein Gedächtnis aus. Wenn es doch mal eng wird bis zur nächsten Prüfung, versuche zumindest am Anfang der Lernphase zur Ruhe zu kommen. Entspannungstechniken und regelmäßiger Sport können dabei helfen.

  • 🎧

    Turn the music on: Mehrere internationale Studien belegen, dass Musik die Konzentration steigern kann. Am besten greifst du zu klassischer Musik. Heavy Metal solltest du hingegen lieber in deiner lernfreien Zeit hören.

  • 🙉

    Werde zum Singletasker: Wer sich beim Lernen immer wieder ablenken lässt, zum Beispiel durch das Smartphone, kann Informationen im Langzeitgedächtnis nicht so gut speichern. Das belegt auch eine Untersuchung der University of California.

  • 🦉

    Finde deinen (Bio-)Rhytmus: Bist du eine Eule oder eine Lerche? In der Chronobiologie unterscheidet man diese beiden Typen. Jeder hat andere Schlafgewohnheiten und ist zu einem anderen Zeitpunkt besonders produktiv. Press dich nicht in feste Schema. Du bist eine Eule? Dann solltest du deine Lernphase nicht zwanghaft um 7 Uhr morgens starten.

  • 😴

    Viel und gesunder Schlaf: Während du schläft, arbeitet dein Gehirn weiter, sortiert Informationen und speichert die wichtigen im Langzeitgedächtnis. Genug Schlaf ist also wichtig, damit deine grauen Zellen gut funktionieren.

  • Mach viel Sport: Eine Studie aus den Niederlanden belegt, dass sowohl Pausen als auch Sport während der Lernphase wichtig sind. So behältst du Gelerntes besser im Gedächtnis.

  • 🚿

    Widme dich banalen Tätigkeiten: Duschen oder Autofahren verschafft deinem Gehirn eine Verschnaufpause. In dieser Zeit übernimmt das Unterbewusstsein. Das kann bei der Problemlösung helfen. Du tüftelst schon länger an einer Aufgabe? Ab in die Dusche. Dort hast du gute Chancen auf den entscheidenden Geistesblitz.

  • 🤩

    Bezieh alles auf dich: Sind Informationen abstrakt und fern vom eigenen Alltag, kann man sie sich nicht so leicht merken. Indem du Wissen mit deinem Leben verknüpfst und mit persönlichen Erfahrung verbindest, kannst du es dir besser einprägen. Lass also ruhig mal den Egoisten raus.

  • 😂

    Nimm es mit Humor: Ist etwas lustig, widmet sich das Gehirn dem Inhalt mit mehr Aufmerksamkeit. So lernst du leichter: Versuche dir Dinge mit Humor zu merken, schneide im Spiegel passende Grimassen zu den Inhalten, erfinde kleine Witze oder baue dir Eselsbrücken, die dich zum schmunzeln bringen.

  • Teste dich selbst: So behältst du den Lernstoff besser. Alternativ kannst du dich auch von Freunden abfragen lassen. Oder du quetschst die anderen aus. Auch so bleibt was in deinem Hirn hängen.

  • 💭

    Anfang-und-Ende-Effekt: Den ersten und letzten Punkt einer Liste kann man immer am besten behalten. Setze darum die Inhalte, die du dir am schwierigsten merken kannst, ganz an den Anfang oder ans Ende. Die Liste immer wieder mal durchmischen und neu strukturieren.

Trendsport Gehirnjogging: 5 Apps, die dich noch smarter machen

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    NeuroNation: Hier trainierst du zum Beispiel deine Konzentrationsfähigkeit oder logisches Denken. Es gibt 60 Übungen auf wissenschaftlicher Basis. Die App wurde sogar vom deutschen Gesundheitsministerium ausgezeichnet. Täglich sollte man 15 Minuten trainieren – nach einem personalisierten Trainingsplan.

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    Peak: 2014 wurde die App mehrfach ausgezeichnet. An der Entwicklung arbeiteten Neurowissenschaftler und Spieleexperten mit. Nur kurz Zeit? Die App zeigt immer an, wie lange eine Aufgabe dauert.

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    Lumosity: Der Marktführer punktet mit Mini-Spielen, die deine Konzentrationsfähigkeit, dein Gedächtnis und deine Denkgeschwindigkeit fordern. Auch hier gibt es einen persönlich zugeschnittenen Trainingsplan. Täglich sollen 5 kognitive Kernkompetenzen trainiert werden.

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    Einstein Gehirntrainer: Kennst du noch Dr. Kawashimas Gehirnjogging? Der Klassiker hat einen Nachfolger. Bei "Einstein Gehirntrainer" waren einige der Wissenschaftler erneut beteiligt. Albert Einstein höchstpersönlich führt durch die Übungen.

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    Schneller lesen: Diese App verspricht einiges: In 10 Tagen soll die Lesegeschwindigkeit um 143 Prozent gesteigert werden. In jedem Fall können Speed-Reading-Apps helfen, Wörter und Zahlen schneller zu erkennen und die Konzentration zu steigern.

Lust auf Gehirnjogging? Teste deinen Grips mit unseren Brainteasern

Veröffentlicht: 08.01.2020 / Autor: Franziska Schosser