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  2. Gesundheit
Mann auf einem Hanfeld und Hanfsamen in den Händen.

Hanfsamen: Ein echtes Highlight für deine Gesundheit

Sie sind buchstäblich in aller Munde: Hanfsamen. Ob im Müsli, Smoothie oder Brot – nichts geht mehr ohne das beliebte Superfood. Wir verraten dir, was in den kleinen Kraftpaketen steckt und welche Vorteile sie für deine Gesundheit haben. Im Clip: Was ist dran am Hanf-Hype?
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Das Wichtigste zum Thema Hanfsamen

  • Hanfsamen sind eigentlich gar keine Samen, sondern die Nüsse der bis zu 5 Meter hohen Hanfpflanze.

  • Die Mini-Nüsse stecken voller Nährstoffe und sollen viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

  • Vor allem für sportliche Menschen, Vegetarier:innen und Veganer:innen sowie Allergiker:innen sind Hanfsamen empfehlenswert.

  • Die kleinen Körner sind geschält oder ungeschält genießbar.

  • Du kannst sie als Topping für Salate oder als Zutat in Müsli, Brot, Kuchen oder Smoothies verwenden.

  • Ob du nach dem Genuss einen Höhenflug erlebst, erfährst du hier.

Kleine Nüsse, großer Inhalt: Das macht Hanfsamen zum Superfood

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    Die Nüsse bestehen zu 20 Prozent aus purem Protein, also Eiweiß. Daher sind die 3 bis 4 Millimeter kleinen Nüsschen auch ideal für Sportler:innen und Veganer:innen.

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    Positiv ist zudem nicht nur der Gehalt an essentiellen Fettsäuren, sondern auch das Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren.

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    An Mineralstoffen enthalten sie: Kalzium, Magnesium, Eisen, Phosphor und Zink.

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    Die Vitamin-Palette umfasst: Vitamin C, D, E, sowie verschiedene B-Vitamine. Gerade letztere stärken die Nerven und machen resistenter gegen Stress.

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    Zudem sind die braunen bis schwarzbraunen Nüsse sehr ballaststoffreich, quellen im Magen auf und sättigen schnell und lange. Das kann möglicherweise beim Abnehmen helfen.

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    100 Gramm Hanfsamen enthalten etwa 500 Kalorien und kosten durchschnittlich 3 Euro. Plus für Allergiker:innen: Hanf ist *gluten- und laktosefrei.

Eistee mit Cannabis: Was steckt dahinter?

Eistee mit Cannabis: Was steckt dahinter?

Die Dose ist orangefarben, stammt aus der Schweiz und wirbt mit einem Marihuanablatt. Der Inhalt der Dose: Das Trendgetränk „Swiss Cannabis Ice Tea“, das man inzwischen auch in Deutschland kaufen kann. Kann es wirklich sein, dass man im Supermarkt bekommt, was sonst verboten ist?

Geschält oder ungeschält – das ist hier die Frage des Geschmacks

🛒 Du kannst Hanfsamen im Bioladen, in der Drogerie oder sogar schon in vielen Supermärkten kaufen.

✅ Angeboten werden sie geschält oder ungeschält. Letztere enthalten sogar noch mehr Nährstoffe, da diese auch in der Schale stecken, schmecken aber etwas herber und bitterer.

🥜 Grundsätzlich erwartet dich ein nussiger Geschmack, der dich wahrscheinlich an Sonnenblumenkerne oder Leinsamen erinnert.

Ein Highlight für die Gesundheit

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    Durch ihren beeindruckenden Nährstoffgehalt sind Hanfsamen grundsätzlich ein gesundes Lebensmittel und tragen zur Versorgung des Organismus mit Vitaminen und Mineralien bei.

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    Den Omega-Fettsäuren 3 und 6 werden herzschützende und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben.

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    In Kosmetikprodukten gilt Hanf als juckreizlindernd, pflegend und beruhigend. Du kannst es also innerlich und äußerlich verwenden.

  • Der hohe Ballaststoff-Gehalt wirkt nicht nur wie eine innere Darmkur, er hat auch positive Effekte auf den Cholesterinspiegel.

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    Hersteller versprechen zudem eine entspannende Wirkung auf die Psyche und sogar eine Linderung des prämenstruellen Syndroms (PMS), unter dem viele Frauen vor der Menstruation leiden.

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    Hanf-Zahnpasta soll Zahnfleischbluten vorbeugen. Nachteil: Die Zahncreme schmeckt bitter.

Ohne Rausch und Rezept

Es gibt mittlerweile Hunderte von Hanf-Produkten und sogar reine Hanf-Supermärkte. Dort kannst du dich von Kopf bis Fuß, also vom Hanf-Shampoo bis zum Hanf Sneaker, einkleiden. Oder deinen Kühlschrank mit Brotaufstrich, Eis, Käse, Brot, Bier, Limo, Müsliriegel, Schokolade, Kekse, Marzipan und Pesto füllen, um nur einige Lebensmittel zu nennen.

Regal voller Hanf-Lebensmittel

Vom Bier bis zum Brotaufstrich: es gibt Hunderte von Lebensmitteln mit Hanf.

Was alle Produkte eint: Sie haben keine berauschende Wirkung.

Der Grund: Die bekanntesten Cannabinoide im Hanf sind das psychoaktive Tetrahydrocannabinol, kurz THC, sowie Cannabidiol (CBD).

🤪 THC macht high.

😀 CBD nicht.

Daher dürfen nur Nutzpflanzen mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent angebaut und geerntet werden. Und deswegen ist der Konsum von CBD-haltigen Lebensmitteln auch legal.

Trotz aller Vorteile solltest du auf 3 Punkte achten:

  1. Achte beim Kauf darauf, dass der Hanf in Europa angebaut wurde. Hier gelten strengere Richtlinien zum THC-Gehalt.
  2. Hanfsamen sind wie erwähnt sehr ballaststoffreich und quellen im Magen auf. Daher können sie zu Völlegefühl, unter Umständen auch zu Durchfall führen. Starte also langsam mit maximal 1 halben Esslöffel pro Tag.
  3. Laut Bundesamt für Risikobewertung, BfR, werden trotz aller Auflagen die THC-Richtwerte dennoch oft überschritten. Besonders bei Hanf-Tee und hanfhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln. Das BfR warnt daher in einer Stellungnahme vor einem hohen Verzehr und auch vor dem Konsum dieser Produkte für Kinder und Schwangere.

Grafik: Diese Stoffe sind in der Cannabispflanze - und so sollen sie wirken.

Wirkung Inhaltsstoffe Cannabis

Vom Schmuddelkind zu Everybody’s Darling – die Geschichte der Hanfpflanze

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    Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war Hanf die wichtigste Nutzpflanze weltweit!

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    Aus ihr entstanden unter anderem Textilien, Seile, Fasern und Papier, denn die Hanffaser ist extrem reißfest und wasserabweisend.

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    Mit dem Aufkommen der Baumwolle verschwand die Hanfpflanze von den Äckern...

  • … und landete in der Kiffer-Szene. Zur Cannabisherstellung wird übrigens nur ein Bruchteil der weiblichen Pflanze genutzt. Das ruinierte den Ruf von Hanf endgültig.

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    Heute erlebt die vielseitige Pflanze nicht nur in der Modewelt und Lebensmittel- und Kosmetik-Industrie ein Comeback. Aufgrund seiner schmerzlindernden Wirkung legalisierte der Gesetzgeber auch medizinisches Marihuana für chronisch Kranke oder austherapierte Menschen.

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    Kanadische Forschende gehen sogar davon aus, dass der Wirkstoff CBD aus bestimmten Hanfsorten möglicherweise vor dem Corona-Virus schützt.

Veröffentlicht: 31.05.2021 / Autor: Stephanie Arndt