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Milben-Alarm: Darum solltest du dein Bett morgens nicht machen

Wenn du dein Bett gleich nach dem Aufstehen machst, bleibt es frisch und du startest organisiert in den Tag? Lieber nicht, denn genau das lieben die winzigen Hausstaub-Milben. Warum ein zerwühltes Bett die bessere Option ist.
Ungemachtes Bett

Guten Morgen!

Auch du machst dein Bett in der Früh? Laut einer Studie fühlen sich Bettenmacher glücklicher und sind erfolgreicher. Doch ist das auch gut für die Gesundheit? Hier kommen die spannenden Fakten.

Im Bett sind wir nie allein!

  • 🛌

    Ideal für Milben: Wenn du dein Bett direkt nach dem Aufstehen machst, kann die Feuchtigkeit schlechter entweichen. Dieses feucht-warme Klima unter deiner Bettdecke lieben Milben, so ein Forscher-Team der Londoner Kingston University.

  • 🔬

    Das bleibt unter der Decke: Haare, rund ein halber Liter Schweiß und etwa 1,5 Gramm Hautschüppchen, also ein halbes Kilo jährlich, finden sich nach einer Nacht auf deiner Matratze - ein Festmahl für Milben.

  • 🏡

    Home, sweet Home: "Ein durchschnittliches Bett kann bis zu 1,5 Millionen Hausstaub-Milben beherbergen", so die britischen Wissenschaftler. Die Spinnen-Tierchen kannst du übrigens nicht mit bloßem Auge sehen.

  • 💩

    Hausstaubmilben-Allergie: Milbenkot kann zum Beispiel Heuschnupfen oder Asthma auslösen. Denn im Kot befinden sich Eiweiße, auf die manche Menschen allergisch reagieren.

  • Zerwühlen erwünscht: In einem ungemachten Bett können Milben schlechter überleben. Denn Licht und Wärme gelangen so besser auf die Matratze und trocknen die Tiere aus. Milben brauchen Feuchtigkeit, die sie mittels Drüsen an der Außenseite ihres Körpers aufnehmen.

Das solltest du dir merken!

  • 🛏

    Ein gemachtes Bett ist ein Paradies für Milben. Besser: Du schlägst die Bettdecke nur zurück, damit die Matratze trocknen kann - oder lässt das Bett einfach zerwühlt.

  • 🛏

    Schüttle deine Bettwäsche nicht auf und ziehe sie vorsichtig ab, sonst verteilst du die Milben überall. Übrigens: Bei einer 60 Grad-Wäsche sterben die Tierchen und auch andere Keime.

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Na, wie alt ist deine Matratze?

  • Schlafmütze: Du verbringst rund 26 Jahre deines Lebens im Bett. Der Fachverband der Matratzen-Industrie empfiehlt, alle 7 Jahre die Matratze auszutauschen. Denn dann ist sie durchgelegen. Eine Neue stützt deine Wirbelsäule wieder optimal.

  • Frische-Kick: Laut einer Umfrage der National Sleep Foundation schläft man in einem gemachten Bett abends besser ein. In Deutschland wechseln wir nur alle 3 Wochen die Bettwäsche. Hygienischer: Du tauschst sie nach 10, spätestens 14, Tagen aus.

Veröffentlicht: 01.07.2020 / Autor: Anna Kaltenhauser