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Gehirnhälften bei Gehirn-Scan

Linke und rechte Gehirnhälfte: Was die beiden in deinem Gehirn bewirken

Neues aus dem Oberstübchen: Wie deine beiden Gehirnhälften zusammenarbeiten, zeigen wir im Clip. Außerdem erfährst du, warum Hirn-Regionen selbst im Alter wachsen können und weshalb das Gehirn von Albert Einstein in einem Museum landete.
Linke und rechte Gehirnhälfte: Was die beiden in deinem Gehirn bewirken
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Das Wichtigste zum Thema Gehirn

  • Das Gehirn des Menschen ist der im Kopf gelegene Teil des zentralen Nervensystems. Am Hinterhauptsloch geht es ins Rückenmark über.

  • Unser Denk-Apparat verarbeitet hochdifferenziert Sinneswahrnehmungen und koordiniert komplexe Verhaltensweisen. Zudem stattet uns das kognitive System mit Gedächtnis, Sprache und Bewusstsein aus.

  • Emotionen entstehen im limbischen System: Hier werden äußere Reize verarbeitet und entsprechende körperliche Reaktionen ausgelöst. Durch die jeweilige Veränderung im Körper empfinden wir dann beispielsweise Freude, Angst oder Trauer.

  • Rechts kreativ, links analytisch? Neue Erkenntnisse zeigen, dass unsere beiden Gehirnhälften zusammenarbeiten - nicht getrennt voneinander, wie man früher annahm.

  • Eine Studie der Goethe Universität Frankfurt beschreibt die Kooperation am Beispiel des Sprechens: "Während die linke Hirnhälfte bei der Sprachkontrolle zeitliche Aspekte wie Übergänge zwischen Sprachlauten kontrolliert, ist die rechte Gehirnhälfte für das Klangspektrum zuständig."

Braintainment: 7 Fun Facts über das Gehirn

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    Graue Masse? Das menschliche Gehirn besteht zu 80 Prozent aus Wasser, der Rest setzt sich aus Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten zusammen.

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    Ein Musikinstrument, eine Sprache oder einen Tanz lernen, kann das Demenz-Risiko senken. Und auch eine gesunde Ernährung hält das Gehirn fit.

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    Lange Leitung: Würde man alle Nervenbahnen des Gehirns aneinanderreihen, käme man auf eine Strecke von 5,8 Millionen Kilometer. Das entspricht 145 Erd-Umrundungen.

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    Wer hat mehr im Kopf? Ein Männerhirn bringt durchschnittlich 1375 Gramm auf die Waage, ein Frauenhirn wiegt im Schnitt 1245 Gramm. Über die Intelligenz allerdings sagt die Hirngröße nichts aus.

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    20 Prozent des Energie-Verbrauchs im Körper gehen auf das Gehirn, obwohl es nur zwei Prozent der Gesamtmasse ausmacht. Soll heißen: Mit einem Fünftel von dem, was wir essen und einatmen, versorgen wir unser Oberstübchen.

  • 🤯

    Aua! Schmerz-Wahrnehmungen werden ans Gehirn gemeldet und dort verarbeitet, aber das Organ selbst kann keine Schmerzen empfinden. Bei Kopfschmerzen tut deshalb nicht das Gehirn weh, sondern es schmerzen die entzündeten Blutgefäße der Hirnhaut.

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    Verglichen mit einem Computer verfügt unser Gehirn über eine Speicher-Kapazität von rund 2,5 Millionen Gigabyte. Das Kurzzeitgedächtnis hat nur wenig Platz, das Langzeitgedächtnis kann unbegrenzt Informationen aufnehmen.

Nimmt unsere Gehirn-Leistung mit den Jahren ab?

Unser Körper altert sichtbar. Doch was passiert mit unserem Gehirn im Lauf der Zeit? Forscher:innen gehen davon aus, dass während unseres gesamten Lebens etwa zehn Prozent unserer Nervenzellen absterben. Bei insgesamt bis zu 100 Milliarden Nervenzellen allerdings fällt das gar nicht so sehr auf.

Abgesehen davon ist das Gehirn kein statisches Gebilde: Wenn wir etwas Neues lernen, bilden sich Synapsen neu aus oder verstärken sich. Und dadurch können Hirnregionen selbst im Alter wachsen.

Mit diesen Veränderungen im Gehirn wandeln sich auch unsere Fähigkeiten. Ältere Menschen haben beispielsweise eine höhere Sprachkompetenz und ein stärkeres Wortgedächtnis. Darüber hinaus fällt es ihnen leichter, aus komplexen Situationen Schlussfolgerungen zu ziehen. Jüngere dagegen lernen schneller. Und sie sind besser darin, Dinge rasch zu verarbeiten und ihre Aufmerksamkeit gezielt zu steuern.

Die Brain-Challenge

Die Brain-Challenge

Matthias Fiedler und Christoph Karrasch stellen sich der ultimativen Brain-Challenge. Mit Hilfe einfacher Experimente wollen die beiden herausfinden, wie unser Gehirn funktioniert.

Albert Einstein: Wie sein Gehirn ins Museum kam

Hatte sich Albert Einsteins Genie in seinem Gehirn abgezeichnet? Die geistigen Fähigkeiten des deutschen Physikers mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, der die Relativitätstheorie entwickelte? Das wollte Thomas Harvey herausfinden. Als Albert Einstein am 18. April 1855 in einem Krankenhaus in Princeton (New Jersey) verstarb, entnahm der dort tätige Pathologe und Neurologe dessen Gehirn.

Harvey zerteilte es in Scheiben und konservierte sie in zwei Einweckgläsern. Er reiste damit, um die "Quelle der Genialität" anderen Forschenden zu zeigen, und verschickte auch Teile des Gehirns an Kollegen. Einige glaubten, Besonderheiten am Gehirn des Nobelpreisträgers erkannt zu haben, die meisten hielten sie nicht für relevant.

Der Organ-Räuber geriet massiv in die Kritik und verlor später auch seine Zulassung als Arzt. 1997 beschloss er, die eingelegten Stückchen an Einsteins Enkelin zu übergeben, doch Evelyn Einstein lehnte ab. Und so landeten sie wieder in der Pathologie in Princeton. 2007 starb Harvey und seine Familie übergab alles, was von dem berühmten Denkorgan übrig war, an das National Museum of Health and Medicine in Chicago, das mittlerweile nach Silver Spring (Maryland) umgezogen ist.

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Vollchecker oder Vollpfosten? Was ist ein "Hirni"?

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    Im Duden ist der "Hirni" als "hirnloser Mensch" verzeichnet. Oder anders ausgedrückt: Es handelt sich um jemanden, dem es an geistiger Beweglichkeit und Auffassungsgabe mangelt. Jugendsprachlich wird eine solche Person unter anderem "Nullchecker" genannt. Das Gegenteil davon ist der "Vollchecker".

Veröffentlicht: 08.07.2022 / Autorin: Heike Predikant