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Wunderhonig Manuka: Was die teure Rarität alles kann

Mit bis zu 90 Euro pro Glas ist Manuka-Honig viel zu schade, um ihn aufs Brot zu streichen. Doch warum ist er so teuer?

Das Wichtigste zum Thema Manuka-Honig

  • Eine Rarität: Der Honig wird von Bienen aus dem Nektar der Südseemyrte ("Manuka") hergestellt. Das strauch- oder baumförmige Gewächs gedeiht in Neuseeland und ansonsten nur im Südosten Australiens.

  • Wie er schmeckt? Süß, fruchtig, leicht herb und leicht scharf. Generell ist Baumhonig im Vergleich zu Blütenhonig intensiver im Geschmack.

  • Die Ureinwohner Neuseelands setzen seit jeher auf die Heilkräfte des Honigs. Mit ihm behandeln die Maori Wunden, Erkältungen, Blasenentzündungen und andere Infektionen.

  • In deutschen Kliniken kommt der Superhonig vor allem bei der Wundheilung zum Einsatz - in Form von Auflagen, Pflastern oder Cremes.

  • Das "flüssige Gold" hat seinen Preis: 100 Gramm Manuka-Honig MGO 100+ kosten im Schnitt acht Euro. Je mehr Methylglyoxal (MGO) drin ist, umso teurer wird‘s.

MGO - was ist das?

Methylglyoxal (MGO) ist ein Zuckerabbauprodukt, das antibakteriell und entzündungshemmend wirkt. Der Honig des Manuka-Baumes enthält den Inhaltsstoff in bis zu 100-fach höherer Konzentration als andere Sorten. Angegeben wird der Gehalt in Milligramm pro Kilo. Übliche Abstufungen sind MGO 100+, MGO 250+, MGO 400+ und MGO 550+. Der Höchstwert liegt bei 1200+ mg/kg.

Manuka-Honig: Tipps zur Anwendung

  • 🤕

    Außendienst: Bei kleinen Wunden, Pickeln oder Herpes hilft (bereits) MGO 100+. Dafür den Honig auf die betroffenen Hautstellen auftragen.

  • 🥄

    Magen- oder Darmprobleme? Bei inneren Beschwerden braucht man einen "stärkeren" Manuka - in dem Fall MGO 400+. Empfehlung: 30 Minuten vor den Mahlzeiten je einen Teelöffel davon einnehmen.

  • 👩

    Pflegt die Haare schön: Ein paar Löffel Manuka-Honig mit etwas Olivenöl vermischen und erwärmen. Die lauwarme Paste ins feuchte Haar geben, Handtuch drüber, 30 Minuten einwirken lassen, auswaschen, fertig.

  • 🥗

    Nicht nur als Brotaufstrich lecker. Der würzige Neuseeländer macht sich auch in Salatdressings und Saucen gut.

Veröffentlicht: 09.03.2020 / Autor: Heike Predikant

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