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Ein Mann putzt ein Fenster

Achtung Putzmittel: Warum Reinigungshilfen deine Gesundheit gefährden können

Putzen und desinfizieren gehören seit Beginn der Pandemie zu unserem Alltag. Studien zeigen aber: Manche Reinigungsmittel sind gesundheitsgefährdend! Wir sagen dir, worauf du bei der Wahl der Putzmittel achten solltest. Im Clip: Die besten Gadgets zum Fensterputzen.
Achtung Putzmittel: Warum Reinigungshilfen deine Gesundheit gefährden können
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Das Wichtigste zum Thema Putzen

  • Putzmittel können die Lunge und die Haut schädigen. Besonders Putzmittel, die gesprüht werden, werden häufig eingeatmet und können so den Schleimhäuten schaden.

  • Besonders problematisch sind Reinigungsmittel, die nach Zitrusfrüchten, Kiefer oder Pinie riechen. Der Grund dafür sind sogenannte Monoterpene. Das sind Bestandteile von ätherischem Öl, die in vielen Pflanzen vorkommen.

  • Beim Putzen setzen diese Monoterpene gasförmige Stoffe frei. Solche gasförmigen Stoffe, sogenannte flüchtige organische Verbindungen, können Kopfschmerzen, Organschäden oder sogar Krebs verursachen.

  • Genauso gut wie Chemie, aber ungefährlich und auch noch günstiger, sind Hausmittel wie Natron oder Zitronensäure, mehr dazu weiter unten.

Das sagt eine aktuelle Studie

Putzen schützt uns einerseits vor Krankheiten, indem wir dabei zum Beispiel Viren entfernen. Andererseits kann uns das Putzen auch krank machen. Das zeigt die aktuelle Studie von US-Forschenden, die in der Fachzeitschrift Science erschienen ist. Diese Studie warnt vor allem vor den sogenannten Monoterpenen. Das sind die Hauptbestandteile von ätherischen Ölen, sie werden in Reinigungsmitteln oft als Duftstoffe verwendet. Beim Putzen setzen diese Monoterpene flüchtige organische Verbindungen (die englische Abkürzung lautet VOC) frei. Und diese VOC können unsere Gesundheit gefährden.

Außerdem reagieren diese Verbindungen mit der Raumluft. Und dabei können sogenannte sekundäre organische Aerosole entstehen. Auch die atmen wir ein, und weil sie so klein sind, können sie bis in die Lunge vordringen.

Wie schädlich das alles für unsere Gesundheit ist, können Wissenschaftler:innen noch nicht ganz genau sagen. Erst einmal muss noch mehr zu dem Thema geforscht werden. Klar ist aber, dass besonders Reinigungskräfte von den Gesundheits-Gefahren betroffen wären. Denn sie arbeiten täglich mit den Putzmitteln und atmen womöglich besonders viele dieser Schadstoffe ein.

Putzen: So machst du es richtig

  • 🤓

    Es gibt verschiedene Gütesiegel für umweltfreundliche Putzmittel. Auf der Internetseite Siegelklarheit findest du zum Beispiel eine Übersicht über verschiedene Siegel für Wasch- und Reinigungsmittel.

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    Beim Putzen solltest du auf jeden Fall Handschuhe tragen, um direkten Hautkontakt mit dem Reinigungsmittel zu vermeiden. Auch ein Mundschutz ist eine gute Idee - und Masken haben wir ja im Moment ohnehin alle zu Hause.

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    Wichtig: Immer nur einen Reiniger verwenden und nicht mehrere gleichzeitig. Denn zusammen könnten diese verschiedenen Reinigungsmittel ein hochgiftiges Gemisch erzeugen.

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    Weniger ist mehr: Oft reichen ein Mikrofasertuch oder Wasser mit einem Spritzer Neutralreiniger, um Flächen sauber zu machen.

  • 👃

    Wenn du Putzmittel versprühst, entstehen kleine Tröpfchen. Die kann man einatmen und so gelangen sie auf die Schleimhaut und schädigen diese. Also lieber Lappen ins Putzwasser eintauchen und auswringen.

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    Verwende Hausmittel aus Omas Zeiten statt Chemikalien: Zitronensäure, Natron & Co. helfen in den meisten Fällen sehr gut. So kannst du auf Reinigungsmittel mit Giftzeichen verzichten.

  • 🌬

    Ein guter Tipp zuletzt: Nach dem Putzen solltest du jeden Raum gut lüften. Wie du richtig lüftest, erfährst du hier.

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Putzen und saubermachen ohne chemische Inhaltsstoffe. Nachhaltig und frei von Mikroplastik - das verspricht die Marke "Frosch" mit ihren Produkten. Doch wie ökologisch sind diese wirklich?

So einfach geht’s: Abflussreiniger selbst machen

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    Auch im Härtefall braucht es keine giftigen Chemikalien: Wenn der Abfluss verstopft ist, hilft ein altes Hausmittel. Gib vier Esslöffel Soda in den Abfluss.

  • Dann gießt du eine halbe Tasse Haushaltsessig hinterher. Jetzt schäumt das Soda auf, und du lässt das ganze einige Minuten einwirken.

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    Danach spülst du den Ausguss mit einem Liter kochendes Wasser. Nun sollte der Abfluss wieder frei sein! Wenn nicht, kannst du das Ganze noch einmal wiederholen.

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    Und wenn gar nichts mehr geht: Abfluss auseinanderbauen und von Hand reinigen. Das ist zwar nicht schön, hilft aber mit Sicherheit.

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    Mit Soda bekommst du übrigens auch vergilbte Wäsche wieder weiß. Und mit einer alten Nylon-Strumpfhose und Putzwasser mit Essig oder Zitronensaft werden Fenster strahlend sauber.

Veröffentlicht: 18.05.2022 / Autorin: Kathrin Aldenhoff