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Schlafparalyse Mann liegt mit offenen Augen im Bett

Ursachen und Behandlung einer Schlafparalyse: Das kannst du dagegen tun

Was wie aus einem Horrorfilm klingt, ist für manche Leute Realität: Du wachst nachts auf, kannst dich nicht bewegen und halluzinierst im schlimmsten Fall auch noch. Wir zeigen dir, wie es zu einer Schlafparalyse kommt und was du dagegen tun kannst. Im Video: 5 spannende Geheimnisse zum Thema Schlaf.
Ursachen und Behandlung einer Schlafparalyse: Das kannst du dagegen tun
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Definition: Was genau ist Schlafparalyse?

  • Schlafparalyse ist ein medizinischer Fachbegriff. Oft wird sie auch als Schlaflähmung oder Schlafstarrheit bezeichnet.

  • Betroffene wachen dabei aus dem Schlaf auf, werden also aus ihrer Schlafmethode gerissen und können nur noch ihre Augen bewegen. Arme und Beine sind wie gelähmt, auch Sprechen ist nicht möglich.

  • Das kann Panik auslösen. Tatsächlich ist die Schlafparalyse aber nicht gefährlich.

  • Die Lähmung hält meist mehrere Sekunden bis einige Minuten an. Der Zustand kann sich beim Einschlafen und beim Aufwachen bemerkbar machen.

  • Die Schlafparalyse zählt zu den Schlafstörungen. Sie tritt meist dann auf, wenn du dich noch in der sogenannten Tiefschlafphase namens REM, also Rapid Eye Movement, befindest. Dabei träumst du, und nur die Augenmuskeln bewegen sich.

  • Der Rest des Körpers ist laut einer Theorie der Wissenschaft wie gelähmt, damit er die Bewegungen aus dem Traum nicht wirklich ausführt. Das ist eine Art Schutzmechanismus, damit wir nicht im Schlaf aus dem Bett fallen. Wenn wir aber zu früh aufwachen, bekommen wir den Lähmungszustand bei vollem Bewusstsein mit. Das Gehirn war in dem Fall also schneller als der Körper.

In der REM-Schlafphase schützt uns die Schlafstarre davor, aus dem Bett zu fallen.

In der REM-Schlafphase schützt uns die Schlafstarre davor, aus dem Bett zu fallen.

Wie lange kann eine Schlafparalyse dauern?

⏱ Die Lähmung hält Schätzungen zufolge meist mehrere Sekunden bis einige Minuten an.

⌛ Im Extremfall kann eine Schlafparalyse sogar bis zu einer Stunde lang anhalten.

Symptome: Wie gefährlich ist eine Schlafparalyse?

😵 Manche Betroffene haben begleitend zum Lähmungszustand Halluzinationen oder Albträume. Sie denken beispielsweise, es stünde eine Person vor ihrem Bett. Andere berichten von Geräuschen, die sie zu hören glauben.

😓 Weitere Symptome sind ein Druckgefühl auf der Brust, welches eventuell von Atemnot begleitet werden kann, Angstgefühle bis hin zu Panik, Herzrasen, die Unfähigkeit zu sprechen, Schwitzen und außerkörperliche Erfahrungen, etwa ein Gefühl des Schwebens.

🩺 Dennoch ist die Schlafparalyse nicht gesundheitsschädlich.

Wie kommt es zum Schlafwandel?

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➡ Schon gewusst? Während die einen nachts friedlich schlummern, unternehmen andere unfreiwillige Ausflüge. Wie kommt es überhaupt zum Schlafwandel? Und was hilft Betroffenen? Mehr dazu findest du im Video. 

Ursachen und Auslöser: Warum bekommt man eine Schlafparalyse?

  • Häufig tritt sie in Verbindung mit einer Narkolepsie auf. Das ist eine Krankheit, bei der Menschen plötzlich mitten am Tag einschlafen. Die Schlafparalyse gibt es aber auch unabhängig von dieser Erkrankung.

  • Häufiger betroffen sind junge Menschen, die unter Stress stehen und einen unregelmäßigen Schlafrhythmus haben. Daneben tragen Schlafmangel und Schlafstörungen dazu bei - zum Beispiel bei Personen der Schichtarbeit.

  • Aber auch intensiver Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie psychische Erkrankungen wie eine Angststörung können die Schlafstarre fördern.

  • Auch genetische Veranlagungen, Depressionen oder Medikamentenmissbrauch können eine Schlafparalyse begünstigen.

Kann man Schlaf nachholen?

Kann man Schlaf nachholen?

Es gibt gute Nachrichten aus Schweden: Schlaf lässt sich nachholen! Das behaupten zumindest schwedische Forscher:innen. Jeden Tag nur fünf Stunden schlafen und trotzdem fit sein, indem man am Wochenende den Schlaf nachholt. Aber funktioniert das wirklich?

Schlafparalyse behandeln und verhindern: Das kannst du dagegen tun

  • 🛌

    Schlafen in Rückenlage begünstigt das Phänomen offenbar. Deshalb besser in Seitenlage oder auf dem Bauch schlafen.

  • Ausreichend Schlafen und auf einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus achten. Also ungefähr immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen.

  • 🧘🏽‍♂️

    Stress vermeiden und Entspannungs-Strategien anwenden. Zum Beispiel Yoga oder Meditation. Auch Hypnose soll sich bewährt haben.

  • 👃🏼

    Die Nase ist während einer Schlafparalyse nach wie vor kontrollierbar. Daher solltest du versuchen, dich auf eine ruhige Atmung zu konzentrieren. Mit etwas Glück fällst du so wieder in die Tiefschlafphase.

  • 💊

    Laut dem Max-Plack-Institut für Psychiatrie können zur Behandlung der Schlafanalyse bestimmte Antidepressiva eingesetzt werden. Diese kommen allerdings nur bei ausgeprägten Fällen zum Einsatz.

  • 😴

    Außerdem können Betroffene Rat und Behandlung bei Psycholog:innen finden. Nach einer Untersuchung des Schlafs im Schlaflabor, welche durch spezielle Schlafmediziner:innen erfolgt, kann das ärztliche Fachpersonal Medikamente verschreiben.

Wie viele Menschen leiden unter einer Schlafparalyse?

Laut verschiedener Quellen haben rund 8 Prozent der Bevölkerung schon einmal im Leben eine Schlafparalyse erlebt. Die US-Wissenschaftler Brian A. Sharpless und Jacques P. Barber analysierten 35 Studien zur Schlafparalyse. Ergebnis: 28 Prozent der Student:innen waren schon mal davon betroffen, bei psychisch Erkrankten waren es rund 32 Prozent.

Hattest du schon einmal eine Schlafstarre?

Alle Fragen und Antworten zum Thema Schlafparalyse im Überblick

  • ⁉️

    Was ist eine Schlafparalyse?

    Die Schlafparalyse zählt zu den Schlafstörungen und wird oft auch als Schlaflähmung oder Schlafstarrheit bezeichnet. Dabei wachen Betroffene aus dem Schlaf auf und können nur noch ihre Augen bewegen. Der ganze Körper ist wie gelähmt, auch Sprechen ist nicht möglich.

  • ⁉️

    Wie lange dauert eine Schlafparalyse?

    Die Schlaflähmung hält meist mehrere Sekunden bis einige Minuten an, sie kann jedoch auch bis zu einer Stunde dauern.

  • ⁉️

    Warum bekommt man eine Schlafparalyse?

    Eine Schlafparalyse tritt häufig mit der Krankheit Narkolepsie auf. Betroffene sind zudem häufig junge Menschen, die unter Stress stehen und einen unregelmäßigen Schlafrhythmus haben. Auch Schlafmangel und Schlafstörungen, intensiver Drogen- und Alkoholmissbrauch, genetische Veranlagung, Depressionen, Medikamentenmissbrauch oder psychische Erkrankungen können eine Schlafparalyse begünstigen.

  • ⁉️

    Ist Schlafparalyse gefährlich?

    Zwar ist die Schlafparalyse gesundheitlich nicht gefährlich, jedoch leiden manche Betroffene unter Schlafparalyse-Halluzinationen oder Albträumen. Weitere Symptome sind ein Druckgefühl auf der Brust, welches eventuell von Atemnot begleitet werden kann, Angstgefühle bis hin zu Panik, die Unfähigkeit zu sprechen und Herzrasen.

  • ⁉️

    Was kann man gegen Schlafparalyse tun?

    Für Personen, die an Schlafparalysen leiden, ist es besser, in Seitenlage oder auf dem Bauch zu schlafen. Auch ausreichend Schlaf und ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus helfen. Stress sollte vermieden werden. Zudem können Entspannungs-Strategien angewendet und auf eine ruhige Atmung geachtet werden. Außerdem können Betroffene Rat und Behandlung bei Psycholog:innen finden.

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Veröffentlicht: 16.10.2021 / Autor: Bianca Leppert