Eine Tasse Tee mit Teebeutel

Tea-time! Warum du mehr Tee trinken solltest

Der eine macht wach, der andere hilft beim Einschlafen oder lindert Beschwerden: Tee passt eigentlich immer - und ist gesund. Im Clip: Die Geschichte des Tees.
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Das Wichtigste zum Thema Tee

  • Die Deutschen trinken im Jahr durchschnittlich 68 Liter Tee. Ihre liebste Kräuter-Sorte: Pfefferminztee. Zum Vergleich: beim Kaffee sind es 164 Liter.

  • Weltmeister im Teetrinken sind übrigens nicht die Briten, sondern die Ostfriesen. 300 Liter Schwarztee schafft ein Ostfriese im Jahr. Traditionell trinkt er ihn mit Sahne und Kluntje, weißem Kandiszucker.

  • Entdeckt wurde der Tee einer Legende nach vom Kaiser Chen Nung um das Jahr 2737 v. Chr. Aus hygienischen Gründen trank er nur abgekochtes Wasser. Als er unter einem Teestrauch ruhte, wehte der Wind einige Blätter der Pflanze in sein Wasser. Der Kaiser von China soll begeistert gewesen sein von der erfrischenden Wirkung.

  • Tee macht wach: Genau wie in Kaffee ist in dem Getränk Koffein enthalten. Nicht, wie es lange hieß, Teein. Eine Tasse Tee enthält mit 20 bis 50 Milligramm Koffein aber deutlich weniger davon als eine Tasse Kaffee mit 100 bis 120 Milligramm.

  • Werden die frischen Teeblätter geerntet, kann aus ihnen grüner, weißer oder schwarzer Tee gemacht werden. Darüber entscheiden die nächsten Schritte der Aufbereitung, das Welken, Fermentieren und Trocknen.

Welcher Tee hilft dir wann?

Ein teurer Genuss: Der Panda-Tee

Der Panda-Tee gehört zu den teuersten Sorten der Welt. Was seine Herstellung mit Pandabären zu tun hat und wie die Teeblätter geerntet werden, siehst du im Clip.

Tee richtig zubereiten: Tipps von Tee-Sommelier Otto Ratka

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    Das Wichtigste beim Teekochen ist das Wasser. Je weicher es ist, desto feiner und intensiver sind die Aromen.

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    Welche Temperatur das Wasser beim Aufguss haben soll, ist unterschiedlich. Für schwarzen Tee und Kräutertees soll es kochen und sprudeln, bei grünem Tee dagegen nur etwa 80 Grad haben.

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    Niedriger sollte die Temperatur auch bei grünem Tee nicht sein, sonst werden eventuell im Tee vorhandene Bakterien nicht abgetötet. Am besten das Wasser nach dem Kochen 10 Minuten stehen lasen - dann hat es etwa 80 Grad.

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    Wer einen neuen Tee ausprobiert, sollte anfangs wenig davon in die Kanne geben, ihn nicht zu lange ziehen lassen - und sich dann langsam an die persönliche Lieblings-Dosierung herantasten.

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    Je besser sich der Tee beim Ziehen ausbreiten kann, desto besser schmeckt er. Also lieber Tee-Pyramiden statt Teebeuteln. Losen Tee lieber frei schwimmen lassen und später abseihen - und ihn nicht in ein Teesieb pressen.

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    Wer wirklich guten Tee kaufen will, sollte wissen: Je kleiner die Blätter sind, desto hochwertiger das Produkt. Je früher im Jahr sie gepflückt werden, desto besser. Je höher die Teegärten liegen, desto langsamer wachsen die Tees und desto mehr Aromen entwickeln sie.

Wie der Tee zu uns kam

Nach Wasser ist es das beliebteste Getränk der Welt: Tee! Die Geschichte des Tees beginnt vor 5.000 Jahren in China. Inzwischen hat das belebende Heißgetränk die ganze Welt erobert. Doch wer glaubt, Weltmeister im Teetrinken seien die Briten, der irrt!

Eine kleine Geschichte vom Tee trinken

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    Im Jahr 350 wurden der Nutzen und die Herstellung von Tee erstmals schriftlich erwähnt. Die Chinesen tranken Grüntee, er war Heil- und Genussmittel zugleich.

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    Wann genau der Tee nach Europa kam, ist umstritten. Manche sagen, die Portugiesen hätten um 1580 erste Teepflanzen von Japan nach Lissabon gebracht.

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    Wirklichen Erfolg hatte der Tee in Europa ab dem 17. Jahrhundert. Dann wurde auch Handel damit getrieben.

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    Auch die Europäer tranken zunächst Grüntee. Erst im 18. Jahrhundert wurde mehr Schwarztee getrunken. Er war besser haltbar: ein Vorteil auf dem langen Seeweg.

  • 🍻

    In England wurde Tee ab Ende des 18. Jahrhunderts sehr beliebt. Die Briten tranken ihn nun auch zum Frühstück - statt wie bisher Ale.

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    Tee verbreitete sich von China aus auf der ganzen Welt. Ab dem 19. Jahrhundert wurden Teepflanzen auch in Indien, Indonesien, Ceylon und auf dem afrikanischen Kontinent angebaut.

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    Die ostfriesische Teekultur ist etwas Besonderes. 2016 wurde sie von der deutschen UNESCO-Kommission in das Verzeichnis von Deutschlands immateriellem Kulturerbe aufgenommen.

Wie der Teebeutel weltweit Karriere gemacht hat

Selbst in den asiatischen Tee-Nationen wird der deutsche Teebeutel immer beliebter. Galileo hat sich den Exportschlager mal genauer angeschaut.

Wie gut kennst du dich mit Tee aus?

Veröffentlicht: 07.03.2021 / Autor: Kathrin Aldenhoff