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Frühjahrsmüdigkeit

Ständig müde? So kommst du aus der Frühjahrsmüdigkeit

Du wirst einfach nicht wach und bist ständig platt und müde? Das kann an der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit liegen. Wir erklären dir, was die Ursache ist und was du dagegen tun kannst. Im Clip: So wirst du fit für den Frühling.
Ständig müde? So kommst du aus der Frühjahrsmüdigkeit
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Das Wichtigste zum Thema Frühjahrsmüdigkeit

  • Der Frühling ist da, die Tage sind länger und endlich ist es wärmer und heller. Trotzdem sind viele permanent müde und erschöpft. Grund dafür ist die Frühjahrsmüdigkeit.

  • Die Frühjahrsmüdigkeit tritt meist Mitte März bis Mitte April auf. Nicht bei jedem, und nicht immer gleich ausgeprägt. Die Betroffenen berichten dabei von langanhaltender Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gereiztheit und manchmal auch Schwindel und Kopfschmerzen.

  • Ursache des Phänomens sind die Veränderungen der Licht- und Wetterverhältnisse. Sie sorgen für ein Hormon-Chaos in unserem Körper.

  • Was genau passiert und was du gegen Frühjahrsmüdigkeit machen kannst, erfährst du unten.

Quelle: L´Anthropologie, Juan Luis Arsuaga/Antonis Bartsiokas

Deshalb leiden wir unter Frühjahrsmüdigkeit

Die Tage werden im Frühling immer wärmer und heller - trotzdem sind wir oft einfach nur müde. Aber woher kommt diese Frühjahrsmüdigkeit? Schuld daran ist vermutlich ein Hormon-Chaos.

Im Winter werden unsere Augen aufgrund der zunehmenden Dunkelheit weniger mit Licht versorgt. Das führt dazu, dass unser Körper vermehrt das "Schlafhormon" Melatonin ausschüttet. Die Folge: Wir fühlen uns müde, sind antriebs- und konzentrationslos. Für viele bleibt es ein Winter-Blues, andere leiden sogar unter einer Winter-Depression.

Mit der Zeit kehrt das Licht zurück und die Tage werden heller. Das kurbelt in unserem Hirn wieder die Produktion des "Glückshormons" Serotonin an, das auch als Stimmungs-Aufheller wirkt. Aber: Nach dem Winter ist die Melatonin-Konzentration im Blut bei vielen immer noch sehr hoch. Der Körper ist auf die plötzlich angekurbelte Serotonin-Produktion oft nicht eingestellt und muss sich erst an Licht und Wärme gewöhnen.

Hinzu kommt das wechselhafte Wetter im März und April: mal kälter, regnerisch und grau, mal sonnig und warm. Das bringt den Organismus durcheinander und macht müde.

Außerdem weitet Wärme die Blutgefäße, der Blutdruck fällt, Menschen fühlen sich schlapp. Betroffen sind besonders Wetterfühlige. Ältere leiden häufiger darunter und Frauen mehr als Männer.

Hält die Müdigkeit dauerhaft an? Dann solltest du eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen und abklären, ob die Symptome nicht andere Gründe haben.

Das geschieht bei Frühjahrsmüdigkeit in unserem Körper

Frühjahrsmüdigkeit

6 Tipps zum Kampf gegen Frühjahrsmüdigkeit

  • 🌬

    Frische Luft: Es geht nicht nur darum, sich den Wind ins Gesicht wehen zu lassen, sondern auch sich an Licht und wärmere Temperaturen zu gewöhnen. Je schneller der Körper sich einpegelt, desto schneller verschwindet die Schlappheit.

  • 🌡

    Sauna-Gänge, Wechsel-Bäder oder Kneipp-Anwendungen bringen den Kreislauf auf Touren und trainieren die Blutgefäße.

  • 🏃‍♂️

    Sport im Freien mobilisiert den gesamten Körper. Bring dich am besten gleich nach dem Aufstehen in Schwung. Wem das zu viel ist: Auch Spaziergänge tun schon gut.

  • 🍎

    Ernährung: Kleine Mahlzeiten verhindern lähmendes Völlegefühl. Viel Obst und Gemüse regen den Stoffwechsel an. Vitamin-D-reiche Kost, wie Lachs, Hering, Champignons, Pfifferlinge, Gouda oder Ei, hilft gegen die Müdigkeit.

  • 🌞

    Keine Sonnenbrille! Unsere Grafik oben zeigt: Sonne tanken hilft, das Glückshormon Serotonin zu produzieren und das Schlafhormon Melatonin zu bremsen. Also mehr Licht auf die Netzhaut fallen lassen.

  • 🚰

    Wasser trinken: Genügend trinken ist immer wichtig. Doch gerade im Frühjahr helfen 1,5 bis 2 Liter, gut über den Tag verteilt, im Kampf gegen Konzentrations-Störungen. Denn Wasser kurbelt den Stoffwechsel an und setzt den Kreislauf in Gang.

Veröffentlicht: 06.04.2022 / Autor: Sven Hasselberg