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Der Klang der Verzweiflung: Depression kann man an der Stimme erkennen

vor 3 Jahren

Wer traurig oder bekümmert ist, dem sieht man das nicht nur an, dem hört man das in der Regel auch sofort an. Die Anzeichen einer Depression sind hingegen wesentlich subtiler. Menschen, die Depressionen plagen, gehen oft durchs Leben, ohne dass man ihnen etwas anmerkt. Wissenschaftler haben nun jedoch eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, diese Erkrankung durch Stimmanalyse zu zu diagnostizieren.

Forscher der Universität Kalifornien (USC) haben einen Algorithmus entwickelt, der anhand der Stimme eines Menschen erkennen kann, ob jemand an einer Depression leidet. Dieser soll Ärzten die Arbeit erleichtern.

Wer an einer Depression leidet, der spricht mit einr flacheren, monotoneren Stimme und macht mehr Sprechpausen. Mit diesem Wissen wurde ein Tool namens SimSensei entwickelt, das eine Stimmanalyse durchführt und dabei helfen soll, Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen zu erkennen.

Wie Motherboard berichtet, basiert SimSensei auf einem Algorithmus, der bereits 1967 entwickelt wurde. Der „K-Means“-Algorithmus ermöglicht es, große Datenmengen (beispielsweise Stimmaufnahmen) zu ordnen und diese mit „normalen“ Sprachmustern abzugleichen.

In einer neuen Studie wurde die Stimmen von 253 Freiwilligen getestet. Das Ergebnis: Menschen, die an einer Depression leiden, sprechen Vokale nicht so stimmhaft aus, wie Menschen ohne Depressionen. Die Unterschiede sind zwar nur minimal, aber mit Hilfe des Algorithmus lassen sie sich dennoch erfassen.

Hierbei sollte man natürlich nicht vergessen, dass die Anzeichen einer Depression sehr vielfältig sein können und SimSensei hauptsächlich dazu da ist, behandelnde Ärzte bei der Diagnose einer Depresssion zu unterstützen.

Wie eine Studie aus dem Jahr 2009 ergab, wird nur ungefährt jeder zweite Patient mit einer Depression richtig diagnostiziert. Das zeigt, wie wichtig ein digitale Hilfsmittel namens SimSensei für Ärzte ist.

In den letzten Jahrhunderten hat die Medizin gewaltige Fortschritte gemacht. Wie das Berufsfeld des Arztes entstand, zeigen wir euch hier:

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