Deswegen sterben Männer an bestimmten Krankheiten eher als Frauen
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Deswegen sterben Männer an bestimmten Krankheiten eher als Frauen

vor 2 Jahren

Es gibt ein Phänomen, das Mediziner schon lange beschäftigt: Bei Männern ist die Sterblichkeitsrate bei bestimmten Krankheiten um ein Vielfaches höher als bei Frauen. Jetzt haben Forscher endlich den Grund dafür gefunden.

Schon lange beschäftigt Mediziner die Frage, wieso einige Infektionen Männer schwerer treffen als Frauen. So erkranken zum Beispiel Männer fünf Mal häufiger an Krebsarten, die durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht werden. Auch die Sterblichkeitsrate bei Tuberkulose ist bei Männern höher. Man könnte jetzt natürlich davon ausgehen, dass es alleine an den Hormonen liegt. Doch britische Wissenschaftler haben eine weitere Erklärung gefunden. Sie haben sich einfach in die Krankheitserreger hineinversetzt und sich gefragt, welchen Vorteil die Viren davon haben könnten, wenn sie Frauen eher verschonen und länger am Leben lassen.

Ihre Antwort: Viren möchten möglichst weit verbreitet werden, also von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Frauen sind da die perfekten Überträger, denn schließlich können sie Krankheitserreger an ihre Kinder weitergeben. Zum einen in der Schwangerschaft und während der Geburt, zum anderen, wenn sie ihrem Kind die Brust geben. Männer hingegen können Erreger nur durch sexuelle Kontakte oder zum Beispiel durch Anhusten weitergeben.

So erklären sich die Wissenschaftler, wieso Frauen eher von den schweren Krankheiten verschont bleiben: Frauen zu töten, bevor sie Kinder bekommen haben, ist für die Viren und Bakterien einfach kontraproduktiv. Sie würden sich die sehr effektiven Übertragungswege von Mutter zu Kind verbauen.

Zur Überprüfung ihrer These sahen sich die Forscher die Übertragung des HTLV-1-Virus in der Karibik und Japan näher an. Das Virus gilt als Erreger für die adulte T-Zell-Leukämie (ATL). Während es in der Karibik meist durch sexuelle Kontakte übertragen wird, infizieren sich in Japan viele Menschen bereits im Kindesalter durch das Stillen. Tatsächlich stellten die Forscher fest, dass das Virus in der Karibik bei Männern und Frauen etwa gleich häufig zu einer Leukämie führt. In Japan erkranken hingegen meist Männer, nämlich etwa 2 bis 3,5 Mal häufiger als Frauen.

Damit sehen sie ihre These als bestätigt an, dass Frauen die perfekten Wirte sind und deswegen weniger häufig erkranken. Hormone spielen zwar ebenso eine Rolle, sind aber eben nicht der einzige Grund. Ihre Ergebnisse könnten nun genutzt werden, um neue Behandlungsalternativen zu finden.

Dank Forschung und Medizin kann der Mensch heutzutage viel älter werden als noch vor etwa 100 Jahren. Einer neuen Studie nach gibt es aber eine Grenze, die wir bereits erreicht haben. Wie alt wir maximal werden können, seht ihr hier im Video:

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