Forscher entwickeln Gerät, das 17 verschiedene Krankheiten erriechen kann

Forscher entwickeln Gerät, das 17 verschiedene Krankheiten erriechen kann

vor 1 Jahr

Schon in der Antike war es unter Ärzten üblich, am Geruch der Atmung ihrer Patienten Krankheiten zu erkennen. Die moderne Labortechnik hat diese Methode heute an vielen Stellen ersetzt. Jetzt entsteht ein Gerät, dass ihr ein echtes Revival bescheren könnte.

Einem Team von Forschern um den Nanowissenschaftler Morad Nakhleh vom French Institute of Health and Medical Research (Paris) ist es gelungen, so etwas herzustellen. Die Maschine entwickelte eine Art Nano-Feld, das bis zu 17 verschiedene Erkrankungen erschnuppern kann.

Jede Krankheit hat einen Fingerabdruck

Das Feld besteht aus winzigen Sensoren, die einzelne Teilchen in der menschlichen Atmung erkennen und auf Krankheitsmuster überprüfen können. Unser Atem enthält Stickstoff, CO2 und Sauerstoff, aber auch über 100 andere chemische Partikel. Die Zusammensetzung unterscheidet sich – je nachdem, ob wir krank oder gesund sind. Jede Krankheit verändert die chemische Struktur der Atmung des Erkrankten so, dass eine Art „Krankheits-Fingerabdruck“ erkennbar wird.

Die Forscher untersuchten so die Atmung von 1404 Testpersonen, die entweder eine von 17 verschiedenen Krankheiten hatten oder gesund waren. In Tests lag das Gerät bei seiner Diagnose mit einer Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent richtig. Parkinson oder Nierenkrebs sind nur zwei Beispiele für Krankheiten, die das Nano-Feld identifizieren konnte.

Die Diagnose ist nichtinvasiv

Das Gute an der Methode: Sie ist nichtinvasiv. Das heißt, dass zum Beispiel keine Operationen oder Punktionen zur Krankheitserkennung nötig sind. Somit wird die Gesundheit der Patienten nicht unnötig gefährdet. Darüber hinaus ist die Geruchsdiagnose kostengünstig und das Gerät kann leicht transportiert werden.

Zwar kann die Erfindung noch nicht massenweise in Kliniken eingesetzt werden. Doch sie könnte die Medizin schon bald revolutionieren.

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