Screenshot via YouTube, CNES

Forscher zahlen Testpersonen 17.000 Dollar dafür, dass sie 60 Tage im Bett verbringen

vor 2 Jahren

Vor einer Woche hatten wir einen Bericht darüber, wie man beim Schlangestehen Geld verdienen kann. Wie schön wäre es, wenn man auch beim Schlafen ganz einfach den Kontostand aufbessern könnte. So unglaublich es klingt: Das geht. Denn Forscher wollen Testpersonen viel Geld dafür bezahlen, dass sie 60 Tage im Bett verbringen.

Die Wissenschaftler vom „Institute for Space Medicine and Physiology (Medes)“ in Toulouse sehen sich im Moment nach 24 Probanden um, die für wissenschaftliche Zwecke im Bett bleiben sollen. Und wer das durchsteht, den erwartet eine Prämie von 17.000 Dollar. Die Auswahlkriterien: Die Bewerber sollten männlich, zwischen 20 und 45 Jahre alt, körperlich aktiv und gesund sein, nicht rauchen und einen BMI zwischen 22 und 27 haben.

Eine weitere (etwas komisch klingende) Bedingung: Über den gesamten Zeitraum muss immer mindestens eine Schulter das Bett berühren. Darüber hinaus muss die Hälfte der Probanden täglich einen speziellen Medikamenten-Cocktail einnehmen.

Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den Körper

Der Hintergrund: Die Wissenschaftler wollen testen, welche Auswirkungen Schwerelosigkeit auf lange Sicht auf den menschlichen Körper hat. Das ständige Liegen soll zumindest einen Teil der Bedingungen eines Aufenthalts auf der „International Space Station (ISS)“ simulieren. Die Forscher wollen auch testen, wie schwer es für die Probanden ist, vom Bett aus zu essen, auf die Toilette zu gehen, sich zu waschen oder fit zu halten.

Nach den 60 Tagen haben die Testpersonen eine zweiwöchige Rehabilitation vor sich. In dieser Zeit stehen noch weitere Tests an, die zeigen sollen, welche Folgen das Ganze hat und wie schnell der Körper sich wieder erholt.

Hier könnt ihr euch ansehen, wie es den Probanden bei vergangenen Tests erging:

Denkt ihr jetzt immer noch, dass die 17.000 Dollar einfach verdientes Geld wären? Wir denken eher nicht. Denn nicht nur die körperlichen Probleme dürften einem zu schaffen machen. Auch die Psyche dürfte unter diesen Bedingungen ziemlich leiden. Wir legen da lieber mal ein kleines Nickerchen während der Arbeitszeit ein.

Unsere Reporterin hat sich auch schlafen gelegt. Aber nicht am Abend, sondern immer mal wieder verteilt über den ganzen Tag. Sie hat ausprobiert, wie es ist, polyphasisch zu schlafen. Doch ist man dann überhaupt noch leistungsfähig? Das Ergebnis seht ihr im Video:

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