Kein Witz: Forscher haben Jungbrunnen-Effekt von Kinderblut nachgewiesen.
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Kein Witz: Forscher haben Jungbrunnen-Effekt von Kinderblut nachgewiesen.

vor 1 Jahr

Es hört sich erstmal absurd und falsch an: Forscher haben herausgefunden, dass Kinderblut alte Zellen wieder jung macht. Das bewiesen sie in Experimenten mit Mäusen. Doch was grausam klingt, kann einen echten medizinischen Nutzen haben. Und zwar ganz ohne Kinderblut.

Forscher um den Neurologen Joseph Castellano der Stanford University in Kalifornien haben in ihrer Studie Blut verschiedener Altersgruppen untersucht. Dazu gehörten drei Gruppen: Blut aus Nabelschnüren, das Blut junger Erwachsener Anfang 20 und das Blut älterer Menschen um die 66 Jahre. Das Blutplasma dieser drei Altersgruppen wurde schließlich Mäusen injiziert, die in Menschenjahre umgerechnet etwa 50 Jahre alt waren. Die extremsten Resultate ergaben sich bei den Mäusen, denen das Blutplasma aus den Nabelschnüren injiziert wurde: Sie konnten schneller lernen und sich besser den Weg aus einem Irrgarten merken.

Diese Steigerung der kognitiven Leistungen stellten die Forscher auch anhand der gemessenen Gehirnaktivitäten fest. Im Hippocampus – einer bestimmten Region des Gehirns, die für das Lernen und das Gedächtnis verantwortlich ist – war mehr Aktivität zu erkennen. Das Blut der 66-Jährigen hingegen wirkte nicht verjüngend auf die Mäuse. Dies lässt den Schluss zu, dass tatsächlich nur das Blut von Kindern und Heranwachsenden eine Art verjüngenden Effekt hat.

Dies führen die Wissenschaftler auf ein Protein namens TIMP2 zurück, das vor allem im Blut junger Menschen vorhanden ist. Denn auch, wenn den Mäusen lediglich dieses Protein statt des gesamten Blutplasmas zugeführt wurde, konnten die verjüngenden Effekte beobachtet werden. Wenn den Mäusen dagegen Nabelschnurplasma injiziert wurde, aus welchem TIMP2 vorher entfernt worden war, konnte keine Verbesserung der kognitiven Leistungen beobachtet werden.

Warum genau sich dieses Protein verjüngend auf das Gehirn der Mäuse auswirkt, ist bisher nicht bekannt. Doch das Protein enthält eine Gruppe von Enzymen, von denen einige eine Rolle beim Verlauf der Alzheimer-Erkrankung spielen. Das Wissen um das Protein TIMP2 könnte also in Zukunft für die Behandlung von Alzheimer und von anderen altersbedingten Krankheiten nützlich sein, da es künstlich in einem Labor hergestellt werden kann, erklärt Castellano.

Mittlerweile gibt es bereits Forscher-Teams, die auch Experimente mit Blutplasma an Menschen durchführen. Eines dieser Teams befindet sich in einem Krankenhaus in Südkorea und wird seine Ergebnisse voraussichtlich im August veröffentlichen.

Was mit eurem Gehirn passiert, wenn ihr nur 10 Tage keinen Sport macht, erfahrt ihr hier:

 

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