WHO warnt vor mysteriösen Krankheit "Disease X"

WHO warnt vor mysteriösen Krankheit „Disease X“

vor 9 Monaten

Disease X. Klingt doch erstmal wie ein Begriff aus dem nächsten Hollywood-Thriller, oder? Wie ein Code für Detektive oder eine Seuche, die die ganze Menschheit ausrottet. Aber was hat es wirklich mit dieser „Killerkrankheit“ auf sich? 

Keine Angst, die Menschheit ist noch nicht unmittelbar gefährdet.
Tatsächlich handelt es sich bei der mysteriösen Krankheit aber um eine reale Bedrohung. Der Begriff „Disease X“ entspringt einer Liste der World Health Organisation. Und zwar der sogenannten „List of Blueprint Priority Diseases.“ Diese Liste existiert seit Dezember 2015. In ihr werden immer wieder neue Krankheiten aufgelistet, die das Potenzial haben, eine weltweite Epidemie auszulösen. Der Grund dafür ist, dass es wenig bis keine Gegenmaßnahmen für die Krankheitserreger gibt.

 

Unter Krankheiten wie Ebola oder dem Zika-Fieber befindet sich dort seit Februar 2018 nun diese ominöse „Disease X“ (Krankheit X).

Erstmal die Entwarnung: Die Krankheit X existiert noch gar nicht. Die Betonung liegt auf noch. Denn die Krankheit agiert quasi als Stellvertreter in dieser Liste. Hinter ihr steckt kein konkreter Erreger, sondern das Potenzial, dass ein noch unbekannter Erreger eine internationale Epidemie auslösen könnte. Wie gefährlich dieser dann sein wird, ist genauso unklar wie um welchen Erreger es sich handelt.

Wörtlich meint die WHO dazu: „Krankheit X stellt das Wissen dar, dass eine ernsthafte internationale Epidemie durch einen noch nicht bekannten Krankheitserreger verursacht werden könnte“.

Das Ganze klingt zugegebenermaßen zunächst etwas kryptisch. Und natürlich wirft sich die Frage auf, für was eine unreale Krankheit unter mystischem Namen auf eine Liste packen, wenn sie doch gar nicht existiert?

Der Grund dafür ist schnell gefunden. Es ist nun mal so, dass durch die zunehmende Vermehrung von Viren eine akute Gefahr besteht. Durch die Vermehrung ändert sich ihr Potential (Pathogenität) Krankheiten auszulösen. Das bedeutet, dass schon bekannte Viren plötzlich andere, unbekannte Erkrankungen auslösen können. Dass dieser Fakt sehr problematisch sein kann, beweist ein aktuelleres Beispiel. Die Atemwegserkrankung SARS wurde von Coronaviren ausgelöst, obwohl diese schon sehr lange bekannt sind. Es entwickelte sich allerdings plötzlich ein unbekanntes Virus aus der Gruppe und löste die Erkrankung aus. Genau das beschreibt die Krankheit X.

Wissenschaftler vermuten, dass es sich um einen Erreger handeln wird, der bei einem Tier auftritt und dann später auch für den Mensch gefährlich werden könnte. Ähnlich wie zum Beispiel bei der Vogel- und oder Schweinegrippe.

Aber kann man nichts dagegen tun?

Verhältnismäßig gibt es leider sehr wenig Therapien für Infektionen, die durch ein Virus ausgelöst werden. Zum Vergleich, auch Bakterien vermehren sich, allerdings können diese mit Antibiotika therapiert werden. Ein vergleichbares Mittel gibt es für Viruserkrankungen aber nicht.

Das ist allerdings nicht die einzige Gefahr, wie durch eine Virusinfektion eine Epidemie ausbrechen könnte. Es gibt noch eine viel simplere Bedrohung und das ist ganz schlicht und ergreifend Leichtsinn.

Denn es ist Wissenschaftlern schon gelungen, einen Pferdepockenvirus im Labor herzustellen. Ganz klar, bahnbrechend für die Forschung. Allerdings mit fadem Beigeschmack, denn wenn schon ein Virus, der schädlich für Tiere ist, künstlich herstellbar ist, wie weit ist es dann noch bis zum Virus, der Menschen schaden kann? Vor allem, wenn Anleitungen, wie man einen solchen Virus herstellen kann, öffentlich verfügbar sind.

Und wenn wir zurück an den Anfang gehen und den Begriff „Killerkrankheit“ wieder in den Raum werfen. Wenn es tatsächlich möglich wäre, einen solchen Virus im Labor herzustellen, dann könnte dieser in falschen Händen sehr leicht als Waffe gegen die Menschheit benutzt werden.

Plötzlich wird die Krankheit X doch zur realen, bestehenden Bedrohung, oder? Und das ist auch der Grund dafür, weshalb sie auf der Liste ihren Platz gefunden hat. Die WHO möchte die Leute für die Bedrohung sensibilisieren. Deswegen fordern sie, Gelder in die Forschung zu stecken, um Therapien zu finden. Es geht vor allem um Prävention, um im Ernstfall handeln zu können.

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