Wird Nutella bald aus unseren Supermarkt-Regalen verschwinden?
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Wird Nutella bald aus unseren Supermarkt-Regalen verschwinden?

vor 2 Jahren

Neeeeeeeiiinnnnn!!! Nicht nur für euch ist Nutella ein Lebenselixier. Schon lange geistern Berichte durchs Internet, in denen Palmöl als krebserregend bezeichnet wird. Das steckt auch im allseits beliebten Nutella. Wird es nun vielleicht aus den Supermarkt-Regalen verschwinden?

Geht es nach Ferrero, ist der Vorwurf mit krebserregenden Palmöl Unsinn. Doch nun reagieren die ersten Supermärkte. Der italienische Einzelhändler Coop will auf alle Lebensmittel verzichten, die Palmöl enthalten und hat 2016 schon über 200 Produkte aus dem Sortiment genommen. Könnte Nutella folgen? Und warum kocht das Thema jetzt hoch?

Eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) von Mai 2016 warnt vor Palmöl. Besonders für Jugendliche seien schon „durchschnittliche Mengen“ bedenklich, denn sie würden das Krebsrisiko erhöhen. Das Problem: Palmöl ist in fast jedem zweiten verarbeiteten Lebensmittel enthalten. Es dient als Schmierstoff für Pizza, Kuchen, Eiscreme, Pudding oder Süßigkeiten – wie in Nutella.

Umweltschützer trommeln schon seit langem gegen die Verwendung von Palmöl. Denn zur Gewinnung muss Regenwald weichen, um Plantagen anzubauen. Und damit der Lebensraum von Orang-Utans und Tigern. Jetzt gibt es zusätzlich gesundheitliche Bedenken. Die Studie der EFSA weist jedoch darauf hin, dass die krebsfördernden Stoffe erst bei der Raffination des Palmöls auf über 200 Grad entstehen.

Laut Ferrero passiere das bei der Herstellung von Nutella aber nicht (und das verwendete Palmöl stamme aus nachhaltigem Anbau). Das wiederum koste aber 20 Prozent mehr – zugunsten der Gesundheit. Wer hat nun Recht? Ferrero wird das Palmöl nicht von der Zutatenliste von Nutella streichen können, denn dann wäre Nutella nicht mehr Nutella. Und andere Öle wie Sonnenblumen- oder Rapsöl wären teurer (eine Tonne Palmöl koste 800 Dollar gegenüber 845 Dollar für Sonnenblumen- und 920 Dollar für Rapsöl). Stattdessen startete das Unternehmen eine Kampagne, um zu zeigen, dass Nutella sicher und nicht schädlich ist. Die Absatzzahlen sind wichtig, immerhin machen sie ein Fünftel des Umsatzes von Ferrero aus.

In Italien hat mittlerweile der Nudelhersteller Barilla reagiert und Palmöl von seiner Zutatenliste gestrichen. Auch andere große Firmen wie Unilever und Nestlé benutzen Palmöl in ihren Produkten und sehen sich mit den gleichen Vorwürfen konfrontiert. Laut Reuters kontrollierten sie aber in regelmäßigen Abständen die Werte, um krebserregende Stoffe auszuschließen.

Auch die EFSA sagt nicht, dass man Nutella nicht mehr essen dürfe. Sie weist darauf hin, dass mehr Studien nötig sind. Und da heißt es wohl momentan: Abwarten und Nutella essen. Denn bisher verkauft auch Coop weiterhin die Nuss-Nougat-Creme.

Noch mehr Infos gibt es hier:

Also momentan können wir uns noch im Supermarkt freuen. Aber was steckt eigentlich noch alles im beliebten Frühstücksaufstrich? Das klären wir hier:

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