University of Massachusetts

In dieser verschollen geglaubten Siedlung lebten die ersten Amerikaner

vor 3 Jahren

Jahrhundertelang suchten Archäologen nach der Plymouth Siedlung von 1620, in der die Pilgrims, zu deutsch Pilgerväter, lebten. Jetzt haben sie den verschollen geglaubten Ort endlich gefunden und könnten endlich herausfinden, was mit den Ur-Einwanderern geschehen ist.

Vor 396 Jahren segelten die Pilgerväter auf der legendären Mayflower von England über den Atlantik nach Amerika und gründeten im heutigen Massachusetts die Plymouth Colony. Sie waren zwar nicht die ersten englischen Siedler in Nordamerika, gelten aber vielen US-Bürgern als die ersten richtigen Amerikaner. Sie sind unter anderem die Begründer des bis heute in den USA wichtigen Feiertags Thanksgiving.

„Erste Amerikaner“ ist natürlich staatlich zu verstehen. Die Europäer waren bei weitem nicht die ersten Menschen auf dem amerikanischen Kontinent. Ganze Nationen von amerikanischen Ureinwohnern lebten bereits dort. Diese wurden, wie wir wissen, von den Neuankömmlingen immer weiter verdrängt und brutal um ihre Lebensgrundlage gebracht.

Die Plymouth Colony galt lange als verschollen, doch es scheint so, als hätten Archäologen sie endlich gefunden: Bei Ausgrabungen ist ein Team der University of Massachusetts, unter der Leitung von David Landon, auf eine alte Siedlung gestoßen und es gibt starke Beweise, dass es sich um die Plymouth Colony handeln könnte. Es ist bekannt, dass die Pilgerväter ihre Häuser nicht aus Stein bauten, weshalb es auch so lange dauerte, die Siedlung ausfindig zu machen. Stattdessen suchten die Archäologen nach Löchern im Boden, in denen sich die Pfosten der Wohnstätten der Pilgerväter befunden haben könnten. Diese Löcher haben sie jetzt endlich gefunden.

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University of Massachusetts
© University of Massachusetts

Auch die gefunden Artefakte weisen daraufhin, dass es sich um die verschollene Siedlung handelt. Neben Keramik, Blechbüchsen, Rosenkränzen und Musketenkugeln, gilt besonders ein Fund als ultimativer Beweis: das Skelett eines Kalbs, dass das Team Constance getauft hat. Da die Ureinwohner Nordamerikas keine Rinder hielten, muss es sich, den Archäologen nach, um ein Tier der Pilgerväter handeln.

Für die Forscher ist der Fund ein Riesenerfolg, wie Kathryn Ness, Kuratorin des Plimouth Plantation Museums bestätigt. Der Fund könne unser heutiges Verständnis über die ersten europäischen Siedler in Neuengland dramatisch verändern: „Zum ersten Mal haben wir den Beweis, wo die Siedlung lag und welche Gegenstände die Pilgerväter besessen und genutzt haben.“ Schon bald sollen die neuen Erkenntnisse der Wissenschaftler in einer großen Studie veröffentlicht werden. Momentan wird noch weiter gegraben, um noch mehr über die Siedlung und die Pilgerväter herauszufinden.

Auch dieser Ort in den USA ist vielen nicht bekannt, wobei er auch schaurig und beunruhigend zugleich ist: In diesem Bunker liegt eine Atomrakete, die drei Mal stärker ist als die, die einst auf Hiroshima abgeworfen wurde. Die ganze Geschichte dahinter, seht ihr hier:

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