Prora: Ehemaliger Nazi-Propaganda-Riese wird zur Luxus-Wohnanlage
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Prora: Ehemaliger Nazi-Propaganda-Riese wird zur Luxus-Wohnanlage

vor 3 Jahren

Es ist der größte Gebäudekomplex der Welt: der Koloss von Rügen oder auch „Das Monster vom Meer“. Ursprünglich von Hitler erbaut, soll es jetzt in ein luxuriöses Urlaubsparadies umgewandelt werden.

Prora ist viereinhalb Kilometer lang und steht an der Ostsee-Küste. Gebaut wurde der riesige Komplex von den Nazis, genutzt vom DDR-Regime. Hitler ließ ihn 1936 als Propaganda-Projekt entstehen. 20.000 Deutsche sollten dort Urlaub machen können. Gehirnwäsche inklusive, denn jedes Zimmer war mit einem Lautsprecher ausgestattet. Zusätzlich sollte eine riesige Festhalle entstehen. Dann kam der Krieg dazwischen. Bis dahin stand nur der Rohbau.

Die ganze – wirklich sehr interessante – Geschichte könnt ihr euch hier anschauen, denn wir waren schon da:

Die Immobilienfirma musste lange kämpfen, die Ruine restaurieren zu können. Denn Prora steht unter Denkmalschutz. Jetzt sind bereits ein Drittel saniert. Unter anderem gibt es eine 200 Meter lange Jugendherberge. Aber das ist nicht alles. Es sollen noch weitere Ferien-Appartements, Eigentumswohnungen und Hotels mit luxuriösen Wellness-Bereichen folgen. Vier von fünf Blocks wurden an private Investoren verkauft.

Eine dieser Immobilien-Firmen hat Konzept-Zeichnungen veröffentlicht, wie ihr Gebäude-Teil 2022 aussehen soll. Erste Wohnungen können bereits gekauft werden.

Prora

Konzepte
für Prora.
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Jetzt soll aber noch ein anderes Wohngebäude 500 Meter vom Strand entfernt hinzukommen. Ein 104 Meter hoher Turm. Das gefällt natürlich nicht allen, wie eine Online-Petition bewies. Deshalb sollen jetzt die Bürger am 4. September darüber entscheiden. Und der Bauherr will sich an die Wünsche der Einwohner halten.

In den unteren Etagen sollen Einkaufsläden entstehen, darüber eine Hochgarage und ab dem 6. Stock Wohnungen. Von ihnen wird man über Prora hinweg auf die Ostsee blicken können.

Ob man in einem Gebäude wie Prora mit so einer kritischen Vergangenheit wohnen möchte, ist natürlich jedem selbst überlassen. Für mich persönlich wäre es schwierig. Oder sollte man gerade so einem Ort eine zweite Chance geben? Schreibt uns eure Meinung auf Facebook.

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