Wegen der Lust unserer Vorfahren haben wir noch heute Genitalwarzen
flickr, Tim Evanson // CC-BY-SA-2.0

Wegen der Lust unserer Vorfahren haben wir noch heute Genitalwarzen

vor 2 Jahren

Du darfst dich bei deinen Ur-ur-ur-ur….-Großeltern bedanken: Da sie vor rund 100.000 Jahren Sex mit Neandertalern hatten, haben wir heute noch mit dem HPV-Virus zu kämpfen, das unter anderem Krebs auslösen kann.

Vor rund 30.000 Jahren ist der Neandertaler ausgestorben. Doch der Urzeitmensch hat uns ein „kleines Geschenk“ hinterlassen: Forscher fanden jetzt heraus, dass er und der Denisova-Mensch den frühen Homo sapiens beim Sex mit dem Humanen Papillomvirus (HPV) ansteckten. Kurz nachdem unsere Vorfahren Afrika verlassen haben, um Eurasien (also Europa und Asien) zu besiedeln, vergnügten sie sich mit Neandertalern – und tauschten weit mehr als nur Körperflüssigkeiten aus.

Laut Forschern des Katalanischen Insituts für Onkologie in Barcelona, geht die besonders aggressive Variante des Virus, nämlich der Stamm HPV-16, auf diese frühen Sexualkontakte zurück. Das fanden sie heraus, indem sie sich den Stammbaum des Virus, also seine Gendaten, genauer ansahen. HPV-16 ist nicht nur für Genitalwarzen verantwortlich, sondern gilt als Hauptauslöser für Gebärmutterhalskrebs.

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler die Untergruppen von HPV-16, um herauszufinden, wie sich das Virus entwickelt hat. Sie erstellten eine Art Zeitstrahl, der zeigt, dass HPV-16 vor etwa 500.000 Jahren entstand und den ausschließlich Neandertaler und Denisova-Menschen in sich hatten. Erst vor 100.000 Jahren wurde es auf uns Menschen übertragen. Danach entwickelte es sich zur modernen Variante HPV-16A weiter.

Bis heute kommt HPV-16A in der Subsahara kaum vor, von wo aus der frühe Homo sapiens nach Eurasien und in den Rest der Welt aufbrach. Für die Forscher ist das der Beweis für ihre These, auch wenn sie zugeben, dass sie die Ergebnisse noch weiter untersuchen müssen.

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