Wurde das "achte Weltwunder" wiedergefunden, nachdem es 131 Jahre verloren war?
wikipedia.org / JSilver / CC BY 2.0

Wurde das „achte Weltwunder“ wiedergefunden, nachdem es 131 Jahre verloren war?

vor 4 Monaten

Es passierte am 10. Juni 1886: Damals kam es am Lake Rotomahana in Neuseeland zu einem heftigen Vulkanausbruch. Das unter Druck stehende Magma schoss aus dem Inneren der Erde empor und verschüttete weite Gebiete mit Schlamm und Lava.

Es wird davon ausgegangen, dass damals ungefähr so viel Energie frei wurde wie bei der größten Atomwaffe, die je gezündet wurde. Durch den Ausbruch wurde unter anderem auch eine Terrassenformation namens „Pink and White Terraces“ verschüttet, die häufig als „achtes Weltwunder“ bezeichnet wurde.

Lake Rotomahana
Hier sieht man den ehemaligen Standort der Terrassen am Lake Rotomahana.
© wikipedia.org / JSilver / CC BY 2.0

Viele der indigenen Maori, die während der Eruption 1886 vor Ort waren, wurden entweder im Chaos getötet oder flohen. Die Folge: Das Schicksal der Terrasse geriet in den letzten 131 Jahre in Vergessenheit.

Seitdem suchen Forscher eifrig nach Überresten dieser Formation, die auch als der „Brunnen des bewölkten Himmels“ (rosa) und der „tätowierte Felsen“ (weiß) bekannt ist.

White Terraces
Dieses Bild zeigt die White Terraces auf der neuseeländischen Nordinsel.
© wikipedia.org / Charles Blomfield (1848–1926)

Im Jahr 2011 fanden Geologen, die den Boden des Sees Rotomahana erforschten, massive Fragmente der rosa Terrassen. Basierend auf ihrer Arbeit kam das Team zum Schluss, dass sie niemals richtig zerstört wurde. Stattdessen erhöhten die Eruption die Größe des Sees drastisch. Daraufhin füllte er sich mit Regenwasser und verschlang sozusagen die Terrassen. Es wurde davon ausgegangen, dass sich die Kalkbecken in 60 Metern Tiefe unter dem See befinden würden.

Eine aktuelle Forschungsarbeit kommt nun aber zu einem anderen Schluss: Die „Pink and White Terraces“ liegen anscheinend doch „nur“ 10 bis 15 Meter unter einer Schicht aus Schlamm und Asche begraben.

Pink Terraces
Auf diesem Bild sieht man die Pink Terraces, die 1886 durch einen Vulkanausbruch verschüttet wurden.
© wikipedia.org / Charles Blomfield (1848-1926)

Dank dieser neuen Erkenntnisse gehen die Forscher davon aus, dass die Chance besteht, dass die Terrassen nicht zerstört wurden und nicht mehr unerreichbar seien. Vielleicht dürfen wir dieses Naturwunder also sogar eines Tages bestaunen. Im „Guardian“ erklären die Forscher: „Die Terrassen sind von der damaligen Regierung nie vermessen worden, daher gibt es keine Aufzeichnungen über deren Breite oder Länge“. Mit anderen Worten: Es sind noch weitere Untersuchungen nötig.

In Neuseeland ist man von den neuen Forschungsergebnissen begeistert und einige Unterstützer haben bereits dafür gesorgt, dass weitere Analysen durchgeführt werden können.

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