Zerstört: Teenager kritzeln auf 5.000 Jahre alten Felsplatten rum
Nordland Fylkeskommune

Zerstört: Teenager kritzeln auf 5.000 Jahre alten Felsplatten rum

vor 3 Jahren

Immer diese Gutmenschen, die alles besser machen wollen. Die Absicht von zwei norwegischen Teenagern war wirklich in Ordnung: Sie wollten die 5.000 Jahre alten Felsenbilder etwas aufhübschen. Die Archäologen sind weniger begeistert.

Auf der norwegischen Insel Tro in der Provinz Nordland ist die malerische Idylle etwas getrübt. Dort gibt es 5.000 Jahre alte Steingravuren, die jetzt – laut Archäologen – völlig zerstört sind. Sie waren früheste Hinweise auf die Fortbewegung der Menschen mit Skiern.

So sah die Petroglyphe einst aus.

Prähistorischer Skifahrer
So sah die Petroglyphe einst aus.
© Nordland Fylkeskommune

Zwei Jugendliche waren der Meinung, dass man die aber gar nicht so gut erkennen könne. Also kratzten sie die Konturen nach, um sie sichtlicher zu machen. Was gut gemeint war, kann jetzt teuer werden. Denn die beiden haben eine Anzeige bekommen und müssen sich vor Gericht verantworten.

So sieht der Felsen jetzt aus.

Nachgezeichneter Skifahrer
So sieht der Felsen jetzt aus.
© Nordland Fylkeskommune

Es sei gegen den Schutz des Kulturerbes verstoßen worden und würde tragische Ausmaße mit sich ziehen. Denn reparieren kann man den Schaden nicht. Die Felsplatten werden nie wieder so aussehen, wie vor den Vandalen.

Bei den Felsbildern, die in Stein geritzt oder geschabt und nicht nur aufgemalt werden, handelt es sich um sogenannte Petroglyphen. Es gibt sie fast überall auf der Welt und sie stellen eine der frühesten künstlerischen Abbildungen des modernen Menschen dar.

Den jungen Norwegern war das Ausmaß ihrer „Verschönerung“ wohl nicht ganz bewusst. Obwohl sie sich selbst meldeten, müssen sie mit einer Strafe rechnen.

So sieht die Umgebung bei den 5.000 Jahre alten Felsplatten aus.

Insel Tro
So sieht die Umgebung bei den 5.000 Jahre alten Felsplatten aus.
© Nordland Fylkeskommune

Übrigens war der Skifahrer Vorbild für das Logo der Olympischen Winterspiele 1994 in Lillehammer.

Die Geschichte erinnert uns an die alte Dame, die erst kürzlich ein Kunst-Gemälde beschädigte, weil sie es für ein Kreuzworträtsel gehalten hatte. Was die beiden gemeinsam haben? Sie dachten, sie handelten richtig.

Kunst kommt ja in vielen Farben und Formen daher. Diese Illusions-Make-Up-Künstlerin aus London hat uns aber richtig beeindruckt. Deshalb haben wir sie besucht:

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