Ab März gibt es Cannabis für Schwerkranke auf Rezept - das solltest du darüber wissen
via Pixabay/CC0 Public Domain
Life,

Ab März gibt es Cannabis für Schwerkranke auf Rezept – das solltest du darüber wissen

vor 2 Jahren

Ab März übernehmen die Krankenkassen die Kosten für ein Cannabis-Rezept. So hat es der Deutsche Bundestag in einem neuen Gesetz beschlossen. Hier erfährst du alle wichtigen Details darüber.

Cannabis ist ab März eine Kassenleistung. Zumindest für diejenigen, die es dringend brauchen. Ab März können die Ärzte entscheiden, ob ein Patient Cannabis beschrieben bekommt. Bislang war es für Schwerkranke nicht einfach, an verschreibungspflichtiges Cannabis zu kommen. Knapp 1.800 Euro mussten sie im Monat dafür zahlen und sich zuvor eine staatliche Sondergenehmigung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einholen. Derzeit verfügen nach Angaben des Instituts rund 1.000 Menschen in Deutschland über diese Genehmigung.

Ab März bekommen die betroffenen Kranken bis zu 100 Gramm Cannabis pro Monat verschrieben – ohne viel Aufwand und Bürokratie. Es wird das Medikament in Blüten- und Kapselform, aber auch als Flüssigkeit geben.

Wer bekommt Cannabis auf Rezept?

In erster Linie gilt das neue Gesetzt nur für schwerkranke Menschen, die mit der Einnahme von Hanf ihre krankheitsbedingten Symptome und Beschwerden bessern können. Die Patienten müssen jedoch vorher nicht alle anderen Medikamente probiert haben. Wenn ein Arzt einen Vorteil in einer Cannabis-Behandlung für den Kranken sieht, kann er es jederzeit verschreiben. Cannabis soll als Mittel bei Krankheiten wie AIDS, Asthma und Tourette helfen. Außerdem soll die Pflanze Übelkeit und Schmerzen bei Krebspatienten mildern.

Welcher Wirkstoff ist in Cannabis-Pflanzen?

Hanf beinhaltet zwei Wirkstoffe. Zum einen versetzt die Pflanze die Patienten in einen „Rausch.“ Dafür sorgt das THC (Tetrahydrocannabinol) im Cannabis. Andererseits wird dem neuen Arzneimittel eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nachgesagt, wofür der zweite Wirkstoff – CBD (Cannabidiol) – verantwortlich ist.

Hat Cannabis Nebenwirkungen?

Cannabis hat wie auch viele andere Medikamente Nebenwirkungen. Immerhin ist es ja eine Droge. Es kann abhängig machen und zu Herzrasen oder Schwindel führen. Außerdem kann es die Wahrnehmung beeinflussen und Halluzinationen hervorrufen.

Wird die Hanf-Pflanze bald komplett legalisiert?

Nein. Die generelle Erlaubnis für den Erhalt dieser Droge wird von der Bundesregierung strikt abgelehnt.

Wer überwacht das neue Gesetz, damit es nicht missbraucht wird?

Eine staatliche Cannabis-Agentur soll zukünftig den Anbau und die Weitergabe von Cannabis kontrollieren. Dafür wird ebenso das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zuständig sein. Hier wird die geerntete Pflanze an die Apotheke weitergeben. Hinzu kommt, dass die Wirkung oder auch die Nebenwirkungen der Pflanze weiter erforscht werden. Das bedeutet, dass jeder Cannabis-Patient damit einverstanden sein muss, dass seine Erfahrungen mit dem Medikament dokumentiert werden.

Der Anbau und auch die Weitergabe wird streng kontrolliert.

Anbau von Cannabis-Pflanzen
Der Anbau und auch die Weitergabe wird streng kontrolliert.
© via Flickr/Manuel Freiría/CC BY-SA 2.0

In Zukunft soll Cannabis also auch in Deutschland vielen schwerkranken Menschen helfen. Es darf nur nicht in die falschen Hände geraten.

In Los Angeles ist die Droge ein komplett anderes Thema. Dort ist sie ab 21 Jahren legal erhältlich. Es gibt sogar einen Koch, der in seinem Restaurant ein Cannabis-Dinner anbietet. Aber warum macht er das und welche Wirkung hat es auf die Gäste? Wir waren dabei:

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen:

Diese Website verwendet eigene Cookies und Cookies von Dritten um die Nutzung unseres Angebotes zu analysieren, Ihr Surferlebnis zur personalisieren und Ihnen interessante Informationen zu präsentieren (Erstellung von Nutzungsprofilen). Wenn Sie Ihren Besuch fortsetzen, stimmen Sie der Verwendung solcher Cookies zu. Bitte besuchen Sie unsere Cookie Bestimmungen um mehr zu erfahren, auch dazu, wie Sie Cookies deaktivieren und der Bildung von Nutzungsprofilen widersprechen können. Datenschutzbestimmungen
OK