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LGBTQ Allyship

Allyship - so setzt du ein Zeichen gegen Diskriminierung

Allyship - was bedeutet das genau?  Erfahre mehr über den Verhaltens-Kodex gegenüber der LGBTQI*-Community. Im Clip lernst du Menschen kennen, die gegen Diskriminierung kämpfen. Außerdem: Ranking der queer-freundlichsten Länder.
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Verhaltens-Kodex: Allyship heißt, aktiv zu werden

  • 🤝

    Als Ally bist du ein:e Verbündete:r. Du zeigst Solidarität gegenüber Menschen aus Randgruppen. Es ist ein wichtiges Mittel gegen Diskriminierung von etwa LGBTQI* und Schwarzen Menschen.

  • ℹ️

    Mehr als nur drüber reden! Allyship ist nicht etwas, was du beschließt zu sein. Vielmehr ist es eine Praxis, die du stets weiter entwickelst. Deine Verbündeten helfen dir dabei.

  • 🤐

    Ein Beispiel: Du hast einen schwulen Freund? Sprich mit ihm, welche Bemerkungen ihn verletzen. Frag ihn, was er sich von dir wünscht. Lass dich darauf hinweisen, wenn du diskriminierende Ausdrücke benutzt.

  • 🤷‍♂️

    Du nutzt keine beleidigenden Ausdrücke? Denkst du. Aus einer privilegierten Position heraus ist es nicht leicht zu bemerken, ob man bei anderen eine Grenze überschreitet.

  • 👂

    Als Ally bist du mit Einzelpersonen oder Gruppen von Minderheiten in Kontakt, hörst ihnen zu und baust vertrauensvolle Beziehungen auf.

  • 🤦‍♀️

    Hab keine Angst vor Fehlern. Du kannst sie zugeben und aus ihnen lernen. Gib dir Zeit. Du möchtest Stereotype und Rollenbilder verlernen und neu bewerten - das ist ein Prozess.

LGBTQI* steht für: lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer und intersexuell

Wer kann ein Ally sein?

  • Grundsätzlich hat jede:r hat das Potenzial zum Ally. Du liest ja gerade schon diesen Artikel, vielleicht ist das dein erster Schritt.

  • Als Ally gehörst du nicht selbst zur diskriminierten Gruppe. Du hast einen gesellschaftlichen Vorteil, den du für Solidarität und Gleichbehandlung einsetzt.

  • In den sozialen Medien ein Bild posten - das reicht nicht. Es geht um aktive Unterstützung. Dafür brauchst du Bereitschaft, an dir selbst zu arbeiten und Interesse an sozialer Gerechtigkeit.

  • Als Ally kannst du dir eingestehen, dass auch du Menschen im Alltag ausgrenzt und Vorurteile hast. Du bist dir darüber bewusst, dass dies oft unbewusst geschieht. Aber: Du möchtest dich damit auseinandersetzen und die Sichtweise Anderer verstehen.

Sei selbst die Veränderung!

Im Video des Online-Lifestyle-Magazins Rosamag für afroamerikanische Frauen in Deutschland erfährst du noch mehr zum Ally-Sein.

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Toleranz-Ranking: Diese Länder sind besonders queer-freundlich

Diese Länder sind LGBTQ*-freundlich

Länder weltweit die offen für Toleranz und Respekt gegenüber der LGBTQ*-Community sind.

Je mehr Punkte ein Land hat, desto queer-freundlicher ist es.

Dont's: Was du als Verbündeter nicht tun solltest

  • 🚫

    Sei kein Besserwisser. Sprich besser aus deiner Perspektive, anstatt andere Menschen zu belehren.

  • 🚫

    Gehe nicht davon aus, dass jeder Mensch aus einer Randgruppe sich unterdrückt fühlt. Besser als Vorannahmen - suche das Gespräch.

  • 🚫

    Erwarte keinen Applaus für dein Engagement. Stelle nicht dich selbst und deine Gefühle ins Zentrum - sondern deine/n Gegenüber.

Straight Ally: Als Hetero für LGBTQI*-Rechte

Setzt ein Mann sich für Frauenrechte ein, ist er ein Feminist. Aber wie heißen Heterosexuelle, die Homo-Rechte unterstützen? Eine Bezeichnung aus dem Amerikanischen setzt sich immer mehr durch: Straight Allies.

Zugegeben, das klingt besser als die deutsche Entsprechung "Heterosexuelle Verbündete". So haben nun auch nicht-queere Freunde, Kinder, Unterstützer:innen von LGBTQI*s eine eigene Bezeichnung.

LGBTQI*-Menschen leiden häufiger unter Depression und Burn-out

Warum Allyship so wichtig ist? Alltagsdiskriminierung, chronischer Stress, Gewalt - das alles kann krank machen. Eine Studie der Uni Bielefeld und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt:

  • LGBTQI*-Menschen haben geringere Chancen auf ein gesundes Leben.
  • 30 Prozent erleben Stress am Arbeitsplatz aufgrund ihrer sexuellen Orientierung. Bei Trans*-Menschen sind es sogar 40 Prozent.
  • Mehr als ein Drittel geht nicht offen mit der sexuellen Orientierung und Geschlechts-Identität am Arbeitsplatz um.
  • Depressionen sind 3- Mal häufiger als bei der restlichen Bevölkerung.
  • Auch Einsamkeit, Burn-out und Rückenschmerzen sind häufiger.

 

Du bist betroffen von Diskriminerierung? Hier findest du Anlaufstellen.

Veröffentlicht: 28.06.2021 / Autor: Alena Brandt