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Blutspenden im Krankenhaus

Blutspenden: Wem dein Blut hilft und was du als Spender:in wissen musst

Pro Tag benötigen 15.000 Menschen in Deutschland eine Blutspende - meistens geht es für sie dabei ums Überleben. Da Blut nicht lange haltbar ist und außerdem die Gruppe passen muss, ist der Bedarf an Spender:innen hoch. Alles Wichtige zum Thema erfährst du hier. Im Clip lüften wir fünf Geheimnisse über Blut.
Blutspenden: Wem dein Blut hilft und was du als Spender:in wissen musst
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Das Wichtigste zum Thema Blutspenden

  • Laut dem Deutschen Roten Kreuz sind 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Leben auf eine Spende angewiesen. Hierzulande werden täglich rund 15.000 Blut-Konserven benötigt.

  • Vor allem die Leben Krebs-Patient:innen und Menschen, die infolge schwerer Unfälle oder großer Operationen viel Blut verloren haben, sind von Spenden von Freiwilligen abhängig. Blut kann nämlich bisher nicht künstlich hergestellt werden. Ein weiteres Problem: Es gibt unterschiedliche Blut-Gruppen, die nicht gemischt werden dürfen.

  • Damit der Bedarf gedeckt werden kann, braucht es ständig neue Blut-Konserven. Die Blut-Bestandteile sind nur kurz haltbar: Blut-Plättchen können nur bis zu fünf Tage lang aufbewahrt werden, rote Blut-Körperchen 42 Tage und Blut-Plasma im gefrorenen Zustand zwei Jahre. Wenn also in einem Zeitraum von mehr als einer Woche nicht genügend Blut gespendet wird, ist die Versorgung aller Patient:innen nicht mehr zu 100 Prozent gesichert.

  • Jede Blutspende wird im Labor auf Krankheiten wie HIV, Syphillis oder Hepatitis, nicht aber auf Corona getestet. Wie du spenden kannst und was mit deinem Blut geschieht, erfährst du hier.

Kann ich Blut spenden? Diese Vorrausetzungen musst du erfüllen

  • 👩

    Du musst zwischen 18 und 68 Jahren alt sein. Das Höchstalter für die erste Spende liegt bei 60 Jahren.

  • Du darfst keine Infektions-Krankheiten haben und solltest fit und gesund sein.

  • Du musst mindestens 50 Kilogramm wiegen, damit dein Körper den Blutverlust gut verkraften kann.

  • 💉

    Nach einer Impfung mit einem Tot-Impfstoff (Grippe, FSME, Tetanus) musst du 24 Stunden warten. Bei einem Lebend-Impfstoff (Masern, Röteln, Hepatitis B) beträgt die Wartezeit vier Wochen. Was Lebend- und Tot-Impfstoffe unterscheidet, erklären wir hier.

  • 🚬

    Vier Wochen vor der Spende darfst du keine Drogen genommen haben. Rauchen hingegen ist erlaubt.

  • 📌

    Nach Operationen, Tätowierungen oder Piercings (auch Ohrlöcher) musst du eine gewisse Wartezeit einhalten.

  • 📅

    Frauen dürfen viermal, Männer sechsmal im Jahr Vollblut spenden. Gut zu wissen: Deine Blut-Zellen werden innerhalb von zwei Wochen erneuert. Der Ausgleich des Eisen-Verlustes dauert rund zwei Monate, bei Frauen wegen der Periode noch länger. Das ist der Grund dafür, dass sie seltener Blut spenden können.

  • 🩸

    Zwischen zwei Vollblutspenden müssen mindestens acht Wochen (im Idealfall zwölf Wochen) liegen. Plasma kannst du bis zu 60-mal pro Jahr spenden.

  • 🧑‍🤝‍🧑

    Für homosexuelle Männer und Transsexuelle gelten strengere Kriterien. Sie dürfen nur Blut spenden, wenn sie angeben, ein Jahr lang keinen Sex gehabt zu haben. Diese Ungleich-Behandlung steht in der Kritik.

  • Passt alles für eine Spende? Mach hier den Test!

Wem hilft deine Blutspende?

Blutspende

Blutspende: So läuft sie ab

  • 📃

    Davor: Vor Ort musst du einen Fragebogen ausfüllen und Temperatur, Puls, Blutdruck sowie deinen Hämoglobinwert (das ist der Stoff in deinem Blut, der Sauerstoff bindet) von einer Ärztin oder einem Arzt checken lassen. Denk dran: Vorher genug essen und trinken, eine Stunde davor nicht mehr rauchen und keinen Sport machen - und den Ausweis nicht vergessen.

  • 💉

    Währenddessen: Innerhalb von sieben bis zwölf Minuten wandert ein halber Liter deines Bluts in einen Beutel. Danach darfst du dich eine halbe Stunde ausruhen. Dein Blut wird im Labor überprüft, beispielsweise auf HIV. Stimmt etwas nicht, wirst du benachrichtigt.

  • 🩹

    Danach: Nach 30 Minuten sollte sich dein Kreislauf stabilisiert haben. Um den Flüssigkeits- und Eiweißverlust auszugleichen, braucht der Körper noch zwei Tage. Nach zwei Wochen hat er alle abgenommenen Blutzellen ersetzt. Bis die Eisenwerte wieder im Lot sind, dauert es allerdings zwei bis drei Monate. Hilfreich können Eisentabletten sein - erkundige dich dazu am besten bei deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Blut-Plasma, rote Blut-Körperchen, Blut-Plättchen - das steckt in deiner Spende

Nach der Spende wird das Blut im Labor auf Krankheiten getestet. Ist es unauffällig, wird es in seine Bestandteile zerlegt. Heutzutage erhalten die Patient:innen nämlich nur genau den Blut-Bestandteil, die sie benötigen.

Vollblut besteht zu 55 Prozent aus Blut-Plasma, zu 43 Prozent aus roten Blut-Körperchen und zu zwei Prozent aus Blut-Plättchen sowie aus weißen Blut-Körperchen.

  • Aus dem Blut-Plasma werden in erster Linie Medikamente, beispielsweise für Krebs-Patient:innen, hergestellt.
  • Die rote Blut-Körperchen (Erythrozyten) braucht es bei hohem Blut-Verlust.
  • Die Blut-Plättchen (Thrombozyten) sind wichtig für die Blut-Gerinnung.
  • Die weißen Blut-Körperchen (Leukozyten) können nicht verwertet werden.
Person vom DRK bei der Entnahme vom Blut des Blutspenders, auf dem Rücken Ihres T-Shirts steht - Schenke Leben, spende Blut


Blut-Konserven sind rares Gut in Deutschland. Dabei lohnt sich der Aufwand, denn: Jede Spende kann Leben retten.
© IMAGO / Fotostand

 

Reines Blut-Plasma spenden

Du kannst auch nur Plasma spenden. Dabei trennt eine spezielle Maschine das Plasma von den anderen Bestandteilen des Blutes. Letztere fließen anschließend in den Körper zurück, während das Plasma gesammelt und innerhalb von sechs Stunden tiefgefroren wird.

Spender:innen müssen somit kein Vollblut abgeben und verlieren nur wenige rote Blutkörperchen.

Blutgruppen-Übersicht: Wer kann wem spenden?

Nicht alle Blut-Gruppen dürfen miteinander vermischt werden. Daher wird bei der Blut-Transfusion stets darauf geachtet, dass die richtigen Gruppe gegeben wird - ansonsten verklumpt es und verursacht lebensgefährliche Komplikationen.

Details zu den verschiedenen Blutgruppen und wie sie vererbt werden, findest du hier.

Blutgruppen

So geht es mit deiner Spende weiter

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Blutspenden in Corona-Zeiten: Die wichtigsten Antworten

  • ⁉️

    Kann ich aktuell normal Blut spenden?

    Ja, wenn du ganz gesund bist, kannst du Blut und/oder Plasma spenden. Hast du jedoch Anzeichen eines Infekts (auch unspezifisch) oder eine erhöhte Körper-Temperatur, musst du mit deiner Spende warten.

     

  • ⁉️

    Kann ich nach einer Covid-19-Infektion Blut spenden?

    Hier gelten folgende Richtlinien:

    • Nach einer symptomatischen Corona-Infektion mit Fieber beträgt die Wartezeit bis zur nächstmöglichen Spende 28 Tage nach Symptom-Freiheit
    • Nach einem leichten Infektions-Verlauf ohne Fieber beträgt die Wartezeit sieben Tage ab Symptom-Freiheit
    • Nach einer asymptomatischen Infektion (ohne Symptome) beträgt die Wartezeit sieben Tage ab positivem Test-Nachweis

    Ferner empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit eine vorsorgliche Spender-Rückstellung von zehn Tagen für alle, die Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten.

  • ⁉️

    Darf ich nach einer Corona-Impfung Blut spenden?

    Je nach Blutspende-Dienst darfst du nach 24 bis 48 Stunden nach der Corona-Impfung Blut spenden. Du solltest dich aber fit fühlen und keine Impf-Reakionen wie Fieber oder starke Kopfschmerzen haben.

  • ⁉️

    Werde ich vor dem Blutspenden auf Corona getestet?

    "Nein. Ob du dich mit Covid-19 infiziert hast, kann nur ein Rachen-, Mund- oder Nasenabstrich klären", erklärt Patric Nohe vom Roten Kreuz.

  • ⁉️

    Kann ich mich beim Spenden mit Corona anstecken?

    Beim Blutspenden gelten strenge Hygiene-Vorschriften. "Es besteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko", sagt Nohe. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Covid-19 über das Blut übertragen wird.

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Veröffentlicht: 28.06.2022 / Autorin: Chris Tomas