Clown-Epidemie: Unheimliche Clowns treiben ihr Unwesen auf der ganzen Welt
Screenshot/Twitter

Clown-Epidemie: Unheimliche Clowns treiben ihr Unwesen auf der ganzen Welt

vor 3 Jahren

Seit Wochen treiben sich in den USA unheimliche Clowns herum und verbreiten Angst und Schrecken. Auch in Europa und Australien tauchen die Clowns aus dem Nichts auf und erschrecken nichtsahnende Passanten. Warum sie das machen, weiß niemand.

Clowns kennen die meisten von uns aus dem Zirkus. Viele von uns finden Clowns aber überhaupt nicht lustig, sondern einfach nur gruselig. Und jetzt wird der Alptraum jedes Clown-Hassers wahr. Sie treiben sich nämlich nicht mehr nur auf Kindergeburtstagen und im Zirkus herum, sondern auch auf den Straßen, in Parks und auf Kinderspielplätzen. Und sie sind da nicht zum Spaß, sondern um uns Angst und Schrecken einzujagen.

In Amerika gingen in den letzten Wochen unzählige Anrufe bei der Polizei ein und Schulen wurden sogar geschlossen. Nun ist die Clown-Epidemie auch in Europa und Australien angekommen.

Menschen auf der ganzen Welt geraten in Panik und verzweifeln, wenn sie so einem Clowns begegnen. Verständlich. Oder würde euch kein Schauer über den Rücken laufen, wenn euch so ein Clown begegnen würde:

Oder hier: In diesem Video fährt ein paar Freunde mitten in der Nacht durch Texas und sie können nicht glauben, was da plötzlich vor ihrem Auto aus der Dunkelheit wankt. Ein Clown steht reglos mitten auf der Straße. Sie stoppen ihr Auto direkt vor dem Clown, eine Frau kreischt hysterisch herum während der Fahrer zurücksetzt. Kurz darauf stoppt er jedoch das Auto, steigt aus und schlägt auf den Clown ein. Anschließend läuft er zum Auto zurück, steigt ein und flüchtet.

Dieses Video zeigt, dass es hier nicht nur um einen harmlosen Spaß handelt, sondern das diese Clown-Pranks echt gefährlich werden können.

Im nächsten Beispiel stoppen zwei Freunde neben einem Maisfeld. Einer von ihnen dachte, er hätte einen Clown gesehen. Er steigt aus und wirft einen Blick ins Maisfeld. Der andere sieht in seinem Rückspiegel plötzlich einen maskierten Mann von hinten auf sie zu kommen. Er schreit seinen Freund hysterisch an: „Komm zum Auto zurück“. Bevor der Clown das Auto erreicht, schaffen es die beiden zu flüchten.

Diese Szene könnte auch aus einem Horror-Film stammen: Ein Clown steht in einem Park und gräbt ein Loch mit einer Schaufel. Der Mann, der das Geschehen aufzeichnet versteckt sich in seinem Haus. Um herauszufinden, was genau der Clown vorhat, traut sich der Mann nach draußen. Er ruft ihm zu „Hey, was machst du da?“. Der Clown lässt daraufhin seine Schaufel fallen, läuft auf den Mann zu und springt über den Gartenzaun. Voller Panik flüchtet der Mann ins sichere Haus zurück. Dann bricht das Video ab.

Um der Clown-Epidemie entgegenzuwirken, haben sich mittlerweile sogar schon Clown-Jäger zusammengetan, um die Grusel-Clowns zu stellen. Sie rufen auf Facebook mit konkreten Zeit- und Ortsangaben dazu auf, gemeinsam die Horror-Clowns zu jagen.

 

Außerdem von der Clown-Epidemie betroffen, sind reale, professionelle, nicht gruselige Clowns. Sie müssen ja seit jeher mit dem Vorurteil leben, gruselig statt lustig zu sein. Dank der jüngsten Clown-Epidemie haben sie es nun noch schwerer. Deshalb rufen sie zu einem „Clown lives matter“-Marsch am 15. Oktober auf. Damit wollen sie beweisen, dass nicht alle Clowns Angst und Schrecken verbreiten.

Warum haben wir Angst vor Clowns?

Keine Sorge, ihr seid nicht alleine mit eurer Angst vor Clowns. Die Angst vor einem Clown, auch Coulrophobie genannt, gehört zu den zehn häufigsten Phobien.

Eine Studie der englischen University of Sheffield legt offen, dass Kinder zwischen vier und 16 Jahren Clowns nicht lustig, sondern eher angsteinflößend finden. Die Angst vor dem Fremden hält bis ins Erwachsenenalter an. Obwohl der Clown relativ menschenähnlich ist, ist er es eben nur fast. Auch wenn diese Maske ein Lächeln besitzt, fürchtet man sich vor dem Bösen dahinter. So ist es die Angst vor dem Unbekannten, da man nicht einschätzen kann, wer dieses Wesen tatsächlich ist. Heutzutage verbinden nur die wenigsten einen Clown mit einer Zirkusfigur. Viel mehr sind sie als Bösewichte aus Horrorfilmen präsent. Klassiker, wie beispielsweise von Stephen King „Es“ oder der Joker aus Batman, sind Bilder die in unserem Kopf verankert sind. Auch wenn diese starren Masken eine gewisse Anonymität implizieren, sind sie meist Verbrecher und Mörder. So werden diese Unwesen in eine neue Schublade gesteckt. Hinter ihrem aufgemalten Grinsen versteckt sich eine böse Seele.

Coulrophobie scheint zwar eine sehr irrationale Angst zu sein, doch der Anthropologe Claude Levi-Strauss hat mit seiner Studie über Stammeskulturen eine Antwort gefunden. In seinem Buch „Der Weg der Masken“ verdeutlicht er, dass unser Gesicht uns selbst in der Gesellschaft präsentiert. Ist es verdeckt, besteht die Annahme, dass diese Personen keine Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen nehmen und auch in ihrem Handeln von bestehenden Normen abweichen. Diese Undurchschaubarkeit wirkt folglich unheimlich.

Gibt es einen Ausweg?

Coulrophobie ist durch Konfrontationstherapie positiv beeinflussbar. Durch Bilder und Filme können Phobiker unter therapeutischer Begleitung lernen, ihre Angst zu kontrollieren.

Jeden Sommer versammeln sich tausende sogenannter Juggalos zu einem Festival im Bundestaat Illinois, USA. Sie fühlen sich als Verlierer der Gesellschaft und tragen aus Protest ein Clowns – Gesicht. Teile der Bewegung wurden vom FBI als gefährliche Gang eingestuft – berüchtigt für Drogenexzesse und Kriminalität. Thilo will herausfinden was es wirklich mit den „Juggalos“ auf sich hat.

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