Club of Rome: Frauen ohne Kinder sollen belohnt werden
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Club of Rome: Frauen ohne Kinder sollen belohnt werden

vor 2 Jahren

Was sich erstmal wie eine sehr wirre Forderung anhört, hat überlegte Hintergründe. Zumindest, wenn es nach zwei Wissenschaftlern geht, die dem Club of Rome jetzt einen neuen Bericht für eine nachhaltige Welt vorgelegt haben.

Der Club of Rome ist eine gemeinnützige Organisation, die sich seit 1968 für eine nachhaltige Zukunft der Menschen einsetzt. Mit ihren Forderungen ecken sie nicht selten an. Die bekannteste – und teilweise kontroverse – Studie stammt aus dem Jahr 1972 und trägt den Titel Die Grenzen des Wachstums. Weltweit sorgte sie für Aufsehen, da sie verschiedenste Zukunftsszenarien durchspielte. Der Tenor: Wachstum hat Grenzen. Im Zentrum standen die Faktoren Überbevölkerung, Zunahme der Industrialisierung, Umweltverschmutzung, Nahrungsmittelproduktion und die Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen.

Der Club of Rome setzt sich aus unterschiedlichen Experten aus 30 Ländern zusammen. Gemeinsam wollen sie Lösungen für die zunehmende Zerstörung unseres Planeten finden. Dazu haben zwei Wissenschaftler, der norwegische Zukunftsforscher Jørgen Randers und der britische Ökonom Graeme Maxton, dem Club in Berlin einen neuen Bericht mit Vorschlägen vorgelegt.

Darin bieten sie „Lösungen gegen Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel“ an. Insgesamt beinhaltet der Bericht 13 – so sagen sie selbst – radikale Vorschläge an Industrieländer, deren Wachstum bei unter einem Prozent liegt. Das sind einige davon:

  • Frauen, die maximal ein Kind großgezogen haben, sollten zum 50. Geburtstag mit 80.000 Dollar belohnt werden – da die Autoren die Überbevölkerung als größtes Übel für die Zerstörung der Erde sehen.
  • Das Renteneintrittsalter sollte auf 70 Jahre angehoben werden, die Arbeitszeit sollte parallel verkürzt werden. Insgesamt wünschen sie sich durchschnittlich weniger Lohn, dafür eine hundertprozentige Beschäftigung der Erwerbstätigen.
  • Es soll eine CO2-Steuer für Unternehmen für Emissionen und Rohstoffverbrauch eingeführt werden, deren Erlöse direkt an die Bürger gehen – zusätzlich soll die Einkommenssteuer gesenkt werden.
  • Reiche Menschen und Unternehmen sollen mehr Steuern zahlen als bisher.
  • Es soll der Außenhandel beschränkt werden, damit Unternehmen die Verlagerung von Jobs ins Ausland (was für viele günstiger ist) erschwert wird.

Jetzt darf das Diskutieren los gehen. Denn mit Kritik rechnen die Forscher. Ihrer Meinung nach könne aber nur mit solch radikalen Vorschlägen etwas in der Welt verändert werden.

Was können wir noch gegen Klimawandel tun? Nun, erneuerbare Energien fördern. Diese Männer machen das bereits – in einem Windpark in der Nordsee. Wir waren bei ihrer 12-Stunden-Schicht dabei:

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