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Currywurst und Gruselkabinett: Das hilft Jan - und dir - wirklich gegen Müdigkeit

Die letzte schlaflose Nacht für Jan. Schafft er es die Müdigkeit zu überlisten? Außerdem: Diese Wachmacher-Tipps sind garantiert nicht zum Gähnen. Und ein Schlafforscher verrät, ob ein Handy neben dem Bett erlaubt ist -  oder gar schuld an deiner Müdigkeit sein könnte.

Gähnen war gestern: Mit diesen Tricks bleibst du wach

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    Wenn der Dalai Lama müde ist, massiert er sich womöglich die Ohren. Laut tibetischer Medizin kurbelt eine 2-minütige Knetmassage den Kreislauf an. Dafür fasst du mit Daumen und Zeigefinger deine Ohrränder und streichst/biegst sie wiederholt in schnellen Bewegungen nach außen.

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    Eine lange Partynacht steht an? Du kannst vorschlafen. "90 Minuten Mittagsschlaf sind effektiv. Dabei kommt man in den erholsamen Traumschlaf. Geht das nicht, dann höchstens 30 Minuten ein Nickerchen halten", rät Schlafforscher Prof. Ingo Fietze.

  • Die Wirkung von Kaffee spürst du bereits eine halbe Stunde, nachdem du ein Tässchen geschlürft hast. Sie hält 4 bis 6 Stunden an. Harvard Forscher empfehlen, kleine Schlucke über längeren Zeit zu nehmen anstatt direkt die ganze Tasse zu leeren.

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    Lüfte und drehe die Heizung runter (18 - 20 Grad). Wärme ist zwar wohlig, aber macht dösig. Frische Luft gibt dem Körper einen kurzzeitigen Kältereiz und macht munter.

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    Mit jedem Atemzug atmen wir Wasser aus. Über Nacht kommt da eine große Menge (rund 1 Liter) zusammen. Der Flüssigkeitsverlust macht müde. Trinke direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser und dann jede Stunde eines.

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    Es gibt Kliniken, die Schlafentzug als Therapie gegen Depression einsetzen. Tischtennis hat sich bei den Patienten als Wachmacher bewährt. Generell gilt: Sport macht munter.

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    Gute Nachricht für Sportmuffel: Ein gutes Lied hören und kurz abtanzen belebt Körper und Geist auch.

Darf das Handy mit ins Bett? Das meint Schlafmediziner Prof. Ingo Fietze

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    Wer gut schläft, kann machen, was er will. Bisher belegen keine Studien eindeutig, dass das Smartphone neben dem Bett die Schlafqualität negativ beeinflusst.

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    Aber jetzt kommt der Punkt: Wer würde sich als guter Schläfer bezeichnen? Immer weniger Leute. Schlafprobleme nehmen zu. Wer keinen guten Schlaf mehr hat, dem empfehle ich: Handy aus in der Nacht - oder zumindest keine Nachrichten mehr empfangen.

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    Die sind der eigentliche Schlafkiller. Im Unterbewusstsein haben wir Angst, Nachrichten zu verpassen. Das ist wie bei einem Feuerwehrmann in Bereitschaft. Der weiß, dass er auch mal nicken und schlafen darf, aber auch die Sirene hören muss. Denn er hat keine Ahnung, wann genau er für einen Einsatz geweckt wird. Deshalb schläft er nicht so tief.

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    So geht es uns auch mit Handy neben dem Kopfkissen. Klar, wir könnten uns antrainieren, nicht drauf zu schauen, wenn es piept und weiterzuschlafen. Aber ganz ehrlich - das Handy abzuschalten wäre einfacher. Und vielleicht ist man morgens tatsächlich erholter.

Prof. Ingo Fietze leitet das Interdisziplinäre Schlafmedizinische Zentrum der Charité in Berlin.

Energydrinks - keine guten Wachmacher

Jeder 5. Schüler trinkt regelmäßig Energydrinks, besagt eine Studie der Krankenkasse DAK. Vor allem Jungs greifen zu den süßen, aufputschenden Getränken. Manche sogar täglich. Energydrinks verleihen aber keine Flügel, sondern gesundheitliche Probleme wie Schlafstörungen, Übergewicht, und Herzrasenrasen. Über 60 Prozent der Konsumenten gaben an, Probleme beim Einschlafen zu haben. Auf der Internetseite der Bundesregierung steht folgende Empfehlung:

"Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt Kindern und Jugendlichen, täglich nicht mehr als drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen. Die Grenze liegt also bei einem gesunden Jugendlichen mit etwa 50 Kilogramm Körpergewicht bei 150 Milligramm Koffein. Das heißt: Zwei Dosen Energy Drink mit jeweils 80 Milligramm Koffein pro 250 Milliliter sind schon zu viel."


Bei jungen Gamern sind aufputschende Getränke besonders angesagt.
© Getty Images

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Veröffentlicht: 13.03.2020 / Autor: Alena Brandt

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