Darwin-Award: Die dümmsten Arten zu sterben
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Darwin-Award: Die dümmsten Arten zu sterben

vor 2 Jahren

Wenn ein Mensch stirbt, ist das natürlich überhaupt nicht witzig, sondern traurig. Es gibt allerdings einige Tode, die ziemlich leicht hätten verhindert werden können. Weil sie so dumm sind. Für solche Fälle wurde der Darwin Award ins Leben gerufen.

Der Darwin Award wird mittlerweile seit 1994 in unregelmäßigen Abständen für besonders idiotische Sterbefälle verliehen. Damit gemeint sind plötzliche, unvorhersehbare Tode, die relativ einfach verhindert hätten werden können. Wenn die Protagonisten vielleicht einmal nachgedacht hätten.

Die Idee kam Biologiestudenten der Stanford University, die Verantwortung heute liegt bei der Molekularbiologin Wendy Northcutt. Es reicht aber nicht, auf besonders dämliche Weise zu sterben. Es muss schon sehr, sehr, sehr, sehr, sehr dämlich sein. Und der sarkastische Negativpreis wird nur vergeben, wenn sonst niemand zu Schaden gekommen ist. Das sind die Kriterien:

  1. Fortpflanzungsunfähigkeit: Der Kandidat muss aus dem Genpool ausscheiden, also sterben oder zumindest unfruchtbar werden.
  2. Originalität: Es muss eine außergewöhnlich dumme Fehleinschätzung stattfinden, mehr als die „übliche Blödheit“.
  3. Eigenes Verschulden: Der Kandidat muss sein Ausscheiden aus dem Genpool selbst herbeigeführt haben. Zudem führt der Tod eines Unbeteiligten zur Ablehnung der Geschichte.
  4. Reife: Der Kandidat muss ein urteilsfähiger Mensch sein. Kinder, deren Urteilsvermögen noch nicht voll ausgebildet ist oder Menschen mit geistigen Einschränkungen sind ausgeschlossen.
  5. Richtigkeit: Das Ereignis muss bestätigt oder zumindest plausibel sein.

Benannt ist der Preis nach dem Evolutionsbiologen Charles Darwin. Er entdeckte das System der natürlichen Auslese. Nur die Starken überleben. Mit dem Preis soll den Toten dafür „gedankt“ werden, dass sie dazu beitragen, Darwins Theorie immer wieder zu bestätigen und sie so ganz von selbst die natürliche Auslese unterstützen.

Ein paar Geschichten wollen wir jetzt natürlich zum Besten geben:

  • Es war einmal ein Terrorist, der wollte eine Briefbombe verschicken. Nur leider hatte er zu wenig Porto auf den Umschlag geklebt. Der Brief kam zurück – der Terrorist öffnete ihn. Ende der Geschichte.
  • Zwei junge Taiwanesen stritten sich 2004 um eine Frau. Sie entschlossen sich zu einer Art modernem Duell. Mit ihren Motorrollern fuhren sie aufeinander zu. Wer als Erstes auswich würde sich nicht mehr um die Frau bemühen. Nur leider gab keiner der beiden nach. Sie krachten frontal zusammen, waren sofort tot. Die junge Frau gab hinterher an, sie habe an keinem der Männer Interesse gehabt.
  • Ein 63-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern wollte 2007 einem Maulwurf an den Kragen. Er versah seinen gesamten Garten mit Metallstäben, schloss diese an ein 380-Volt-Kabel an und ließ den Starkstrom durch die Erde fließen – doch statt des Tieres erwischte es den Maulwurfhasser, der vergessen hatte, seinen Garten vor dem Einschalten des Stroms zu verlassen.
  • Ein Rechtsanwalt wollte prüfen, ob die Glasscheibe seines Bürofensters im 24. Stock eines Hochhauses stabil ist und warf sich dagegen. Ergebnis: Nein, war sie nicht.
  • Ein Österreicher hatte die Nacht gefeiert. Als er nach Hause kam, fand er offenbar seinen Schlüssel nicht. Er beschloss, durch das gekippte Küchenfenster in seine Wohnung einzusteigen. Seinen Kopf konnte er bis zum Spülbecken vorarbeiten, dann blieb er stecken. Beim Versuch, sich zu befreien, drehte er den Heißwasserhahn auf – und ertrank im volllaufenden Abwaschbecken. Die Polizei fand hinterher den Wohnungsschlüssel in seiner Hosentasche.
  • In Südkorea schließt eine Fahrstuhltür in dem Augenblick, in dem ein Rollstuhlfahrer davor ankommt. Wütend rammt der Mann mit seinem Elektrogefährt die Tür. Einmal, zweimal, dreimal – dann gibt die Tür nach. Aber der Fahrstuhl war schon weg.
  • Ein Jugendlicher wollte gern eine Cola trinken, aber dafür kein Geld ausgeben. Also trat er mehrfach gegen den Automaten, um eine Dose zu ergattern. Leider fiel der Automat bei der Attacke um und zerquetschte den Sparfuchs.
  • Ein Australier hatte mit Silvesterknallern experimentiert und sich einen Kracher zwischen die Pobacken geschoben. Dann stolperte er und fiel auf sein Hinterteil. Er hätte sich auch auf eine Handgranate setzen können.
  • Im britischen York wollte ein 41-Jähriger sein Gartenhäuschen abbauen und wählte dafür eine fatale Vorgehensweise: Er riss zunächst die Wände ein, wonach ihm unglücklicherweise das Betondach auf den Kopf fiel.
  • Ein Alkoholiker aus Texas hatte ein Faible für Darmspülungen. Seine Vorliebe wurde ihm zum Verhängnis, als er während einer Halsentzündung sein ungewöhnliches Hobby mit der Sucht verknüpfte. Drei Liter Sherry fanden mithilfe eines hochprozentigen Einlaufs den umgekehrten Weg in seinen Körper. Das bescherte ihm einen Rausch von 4,7 Promille und den Exitus.
  • Tony Roberts trank ein paar Bier zuviel mit einem Freund, bevor sie beschlossen, Wilhelm Tell nachzuspielen. Der Freund versuchte, Roberts eine Bierdose vom Kopf zu schießen, traf aber nur das Auge.
  • Shawn Motero stecke im Stau in Florida fest, als er ganz dringend aufs Klo musste. Deshalb sprang er aus seinem Wagen und mit Schwung über die nächste Mauer, um sich an einem stilleren Örtchen zu erleichtern. Leider hatte er nicht bedacht, dass er sich auf einer Brücke befand.
  • Im Februar versucht Santiago Alvarado, 24, durch ein Oberlicht in ein Fahrradgeschäft einzubrechen. Er fällt schließlich mit dem Kopf voran in das Geschäft. Dort rammt er sich seine Taschenlampe durch den Schädel, die er sich in den Mund gesteckt hatte, damit seine Hände frei sind.

Ihr seht schon, es gibt dutzende gute Geschichten. Hier könnt ihr noch mehr nachlesen.

Darwin gilt als einer der größten Visionäre unserer Zeit. Aber auch andere wollen den Titel: Luther, Galileo, Einstein und Elon Musk. Wer ist der größte Weltveränderer? Das erfahrt ihr in unserem Quartettspiel:

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