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Das steigt zu Kopf: Let’s talk about Sekt!

Prost! Gibt es etwas zu feiern, stoßen wir mit Sekt, Prosecco oder Champagner an. Hier steht alles, was du über die Schaumwein-Arten wissen musst.
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Das Wichtigste zum Thema Schaumweine

  • Sekt, Prosecco und Champagner unterliegen jeweils verschiedenen Auflagen, um die Bezeichnung zu erhalten.

  • Schaumwein (ital. Spumante) ist der Oberbegriff für alle weinhaltigen Getränke, die aufgrund ihres Kohlensäure-Gehalts unter Druck stehen. Bei 20 Grad Celsius muss dieser mindestens 3 bar betragen.

  • Perlweine weisen dagegen nur einen Druck von 1 bis 1,5 bar auf.

  • 2018 trank jeder Deutsche im Schnitt rund 3,4 Liter Schaumwein.

Sekt, Prosecco und Champagner – die Unterschiede

Wie gut kennst du dich mit den blubbernden Getränken aus? Mache den Test

Nicht nur Blubber: Das ist drin im Sekt

Sekt muss in Deutschland hohen Qualitätsstandards gerecht werden und weist einen relativ hohen Alkohol- (12 %) und Zuckergehalt (circa 6 Würfelzucker/Flasche) auf.

Außerdem enthalten:

  • Wein
  • Hefe
  • Vitamine (B2. B6, Biotin, Carotin)
  • Mineral- und Spurenelemente (Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Phosphor, Kupfer, Zink, Chlorid, Fluorid, Jodid, Mangan, Schwefel)
  • Verschiedene Fett- und Aminosäuren

 

Alkoholfreien Sekt gibt es seit 1988. Der Alkohol wird dem Wein dabei mit einer speziellen Vakuumdestillation bei einer Temperatur von ca. 30 °C entzogen – Geschmack und Inhaltsstoffe bleiben enthalten.

 

Für den besten Geschmack: Die Trinktemperatur

Eiskalt genießen? Nein! Zu warm sollte er aber dennoch nicht sein – dann schmeckt er schal. Sekt sollte in etwa diese Temperatur haben:

 

Geschmacksrichtungen:

Auf Schaumwein-Etiketten findest du eine Vielzahl von Geschmacks-Beschreibungen. Aber was bedeuten die eigentlich?

  • Naturherb (brut nature): Maximal 3 g/l Restzucker
  • Extra herb (extra brut): Maximal 6 g/l Restzucker
  • Herb (brut): Maximal 15 g/l Restzucker
  • Extra trocken (trés sec): 12 bis 20 g/l Restzucker
  • Trocken (sec): 17 bis 35 g/l Restzucker
  • Halbtrocken (demi-sec): 35 bis 50 g/l Restzucker
  • Mild (doux): Mehr als 50 g/l Restzucker

 

Mehr Kohlensäure heißt weniger süß. Ein naturherber Schaumwein weißt somit die meiste Säure auf, ein milder Schaumwein ist dagegen extrem süß.

Sektdusche? So kommt der Korken ohne Knall

  • 1️⃣

    Banderole entfernen.

  • 2️⃣

    Daumen auf den Korken drücken.

  • 3️⃣

    Mit der anderen Hand das Metallgestell (Agraffe) aufdrehen und entfernen.

  • 4️⃣

    Flasche am unteren Rand halten, der andere Daumen bleibt auf dem Korken.

  • 5️⃣

    Korken langsam herausdrehen – jede Hand dreht in die jeweils entgegengesetzte Richtung.

  • 6️⃣

    Der Korken rutscht langsam aus dem Flaschenhals – mit einem Zischen, nicht mit einem Plopp.

So genial ist die Sektflasche

Schlaues Rotkäppchen

Die rote Kappe auf dem Kunststoffkorken hat keine Dekozwecke. Ist die Flasche angebrochen, schafft man mit ihr einen praktischen wiederverschließbaren Ausguss: Unteren Teil des Korken mit einem Messer entfernen und Korken wieder auf die Flasche drücken. Nun kann die Kappe geöffnet und verschlossen werden – Lagern und Ausschenken leicht gemacht!

 

Elegant befüllt

Der sogenannte Stickboden einer Sektflasche hat eine tiefe Höhlung. Warum? Fürs einfache Ausschenken mit einem Hauch Eleganz. Daumen reinstecken und ganz einfach einhändig die Gläser befüllen.

 

Eine Flasche köpfen

Ja, das geht – auch ohne Bersten und Splitter im Sekt. Die Form macht's! Mit dem Champagnersäbel schräg am Hals entlang an den dickeren Flaschenkopf schlagen, der Hals reißt an der dünnsten Stelle unterhalb des Kopfes glatt ab. Der dadurch entweichende Druck nimmt Glasstaub und Splitter mit. Spektakulärer Auftritt, der Übung voraussetzt.

Sekt-Mythen aufgeklärt

Ein Glas Sekt erhöht den Blutdruck

Stimmt nicht. Er hebt maximal die Stimmung, der Blutdruck bleibt davon jedoch ziemlich unbeeindruckt – oder rauscht sogar in den Keller.

 

Sekt macht schnell betrunken

Ja, das ist richtig. Der Grund: Die platzenden Gasbläschen reizen die Schleimhäute. Die Folge: Eine stärkere Durchblutung und damit eine erhöhte Aufnahmefähigkeit von Alkohol.

 

Ein Silberlöffel im Flaschenhals hält Sekt länger frisch

Nein, weder silberne noch goldene oder sonst wie geartete Löffel können den Kohlensäureverlust verhindern.

 

Schaler Sekt schmeckt nicht mehr

Vollkommen richtig. In den Bläschen stecken die Duftstoffe und tragen damit erheblich zum Geschmackserlebnis bei. Platzen sie an der Oberfläche, lassen sie auch die angereicherten Aromen frei.

 

Sektglas kippen, dann schmeckt es besser

Auch das ist korrekt. Wer beim Einschenken das Glas leicht neigt und den Sekt im Winkel gegen den Glasrand fließen lässt, verhindert, dass ich die Kohlensäure im freien Raum verbreitet – die Aromen bleiben so besser im Glas.

Veröffentlicht: 20.12.2019 / Autor: Miriam Eichhorn