Deshalb solltest du dankbar sein, wenn deine Mama an dir herumnörgelt
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Deshalb solltest du dankbar sein, wenn deine Mama an dir herumnörgelt

vor 1 Jahr

Jeder ist mal von seiner Mutter genervt. Dabei haben vor allem Töchter allen Grund, dankbar zu sein. Vor allem für die teils unerwünschten Ratschläge. Eine neue Studie beweist nämlich: Nörgelt die Mama regelmäßig, werden die Töchter erfolgreicher.

Die Mütter wussten es vermutlich schon immer. Dank einer neuen Studie der Universität Essex wissen nun auch die Kinder Bescheid: Wenn Mutti sich einmischt, hilft es. Das versteht man als Kind oft nicht, doch ein paar Jahre später wird es einem oft klar.

Für die Studie wurden mehr als 15.000 britische Mädchen über zehn Jahre lang beobachtet und befragt. Zu Beginn der Studie waren sie alle ungefähr 13 Jahre alt.

Die Forscher haben die mütterliche Erziehung genau unter die Lupe genommen. Außerdem verfolgten sie die Entwicklung der Mädchen: Wer von ihnen wird als Teenager ungewollt schwanger? Wie viele gehen danach zur Uni und wie hoch ist ihr Gehalt?

An solchen Ereignissen wurde der Erfolg der Mädchen gemessen. Damit fanden die Forscher klar heraus, dass es zwischen den Errungenschaften der jungen Damen und mütterlichem Druck einen klaren Zusammenhang gibt.

In der Regel werden die Mädchen erfolgreicher, die als Jugendliche regelmäßig die hohen Erwartungen ihrer Mutter zu spüren bekommen haben. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, wie genau diese Anforderungen den Mädchen übermittelt wird. Wichtig ist nur, dass die mütterlichen Erwartungen ständig präsent sind.

Selbst wenn man nicht auf die Ratschläge hört, haben sie Einfluss auf das Leben der Töchter. Die Theorie der Forscher: Durch das ständige Herumnörgeln werden die Töchter mutiger. Deshalb nehmen sie eher Möglichkeiten wahr, die später zu Erfolg führen. Mit anderen Worten: Sie sind risikofreudiger.

Mutter und Totcher
Machen Mütter ihren Töchtern Druck, werden die später erfolgreicher.
© via pixabay / CC0 Public Domain

Konkret heißt das: Macht deine Mama dir regelmäßig klar, was sie von dir erwartet, strebst du auch nach mehr. Ein bisschen mütterliche Zurechtweisung hier und da und die Wahrscheinlichkeit einer Teenie-Schwangerschaft sinkt – und zwar um ganze vier Prozent.

Außerdem ist es wahrscheinlicher, dass die Tochter in der Schule gut ist und zur Uni geht. Zudem wird sie vermutlich nie lange arbeitslos sein.

Sie verdient im Schnitt mehr als eine Tochter, die nur wenig mütterliche Fürsorge hatte und auch ihr Lebenspartner hat durchschnittlich mehr Einkommen.

Man sieht also: Langfristig haben all die Sorgen und Ermahnungen der Mütter einen sehr positiven Einfluss auf unser Leben.

Aber auch die mit wirklich schlechtem Verhältnis zu ihrer Mutter haben Grund zur Freude. Denn aus der Studie geht hervor, dass der Vater dieselbe Position einnehmen kann. Dann gilt: Hat Papa hohe Erwartungen an dich, dann wirst du sie vermutlich auch erfüllen. Also, wenn du das nächste Mal von deinen Eltern genervt bist, denk einfach an die vielen schönen Dinge, die dir dadurch bevorstehen.

Unterschiedlicher als bei diesen beiden Kindern könnte Erziehung nicht sein: Eine US-Teenagerin mit einem extrem fragwürdigen Hobby und ein Zehnjähriger aus recht ärmlichen Verhältnissen. Wer von den beiden wohl glücklicher ist? Hier mehr dazu:

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