Diese 4 Genmutationen verleihen Superkräfte – hast du eine davon, ohne es zu wissen?
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Diese 4 Genmutationen verleihen Superkräfte – hast du eine davon, ohne es zu wissen?

vor 9 Monaten

Manche von uns haben seltene Genmutationen, die uns ganz besondere Fähigkeiten bescheren – Superkräfte, könnte man sagen. Wir stellen euch vier davon vor, die ihr haben könntet, ohne es zu wissen.

Der Großteil unserer Gene sind gleich – doch in Kleinigkeiten unterscheiden wir uns. Deshalb sind wir alle anders, zum Beispiel was Größe, Augenfarbe und Haarfarbe betrifft. Aber unsere Gene bescheren uns auch Unterschiede, die wir nicht von außen sehen können. Sie machen uns stärker, schneller oder geben uns andere mehr oder weniger nützliche Eigenschaften. Wie wäre es zum Beispiel damit, fast keinen Schlaf zu brauchen? Wir stellen vor: Die erste Genmutation, die du haben könntest, ohne es zu wissen.

1. Sleepless

Hast du diese Genmutation, bist du mit einer besonders nützlichen Superkraft ausgestattet. Dann brauchst du fast keinen Schlaf. Rund 4 Stunden pro Nacht reichen dir schon, um topfit zu sein. Nur ein Prozent aller Menschen haben diese nützliche Eigenschaft, die übrigens vererbbar ist. Im Rahmen einer Studie wurde festgestellt, dass dafür das Gen hDEC2 verantwortlich ist. Allerdings könnten auch noch andere Mutationen eine Rolle spielen.

2. Flash

Diese Mutation wurde ganz zufällig festgestellt, und zwar bei einer Untersuchung der Spitzenläufer unserer Welt. Wissenschaftler stellten fest, dass bei fast allen von ihnen das Gen ACTN3  funktioniert. Es ist dafür verantwortlich, das Protein Alpha-Actinin 3 herzustellen. Und das wiederum beschert einem besonders leistungsfähige Muskelfasern. Bei den meisten Menschen ist das Gen verkürzt. Bei rund 20 Prozent ist es sogar komplett defekt. Deshalb stellen diese Menschen weniger Alpha-Actinin 3 her. Als Spitzenläufer kann man seinem perfekt funktionierendem ACTN3-Gen also wirklich dankbar sein.

Die nächste Superkraft macht einen zwar nicht zum Olympia-Sieger, macht aber zumindest Spaß:

3. Ultrataste

Die Wahrscheinlichkeit, dass du diese Superkraft hast, ist gar nicht so gering. Rund ein Viertel der Bevölkerung hat sie: den Super-Geschmackssinn. Diese Mutation des Gens TAS2R38 verändert die Geschmacksrezeptoren und macht sie schlichtweg besser. Dadurch nimmt man bitteren Geschmack intensiver wahr. Und auch einen kleinen Selbsttest gibt es: Menschen mit dieser Genmutation vermeiden meist fettiges Essen. Außerdem ist es bei ihnen wahrscheinlicher, dass sie Milch und Zucker in ihren Kaffee tun. Erkennst du dich hier wieder?

4. Der Kaffeeschlucker

Und noch eine Superkraft, die eigentlich niemand so richtig haben will: der nie enden wollende Durst nach Kaffee. Bisher sind im Körper sechs Gene nachgewiesen, die darüber entscheiden, wie du Kaffee verarbeitest. Einige Mutationen bei den Genen BDNF und SLC6A4 beeinflussen, welche belohnenden Effekte das Koffein auf deinen Körper hat. Je besser und belohnter du dich durch eine Tasse Kaffee fühlst, desto mehr trinkst du natürlich. Und wie stark das Gefühl ist, liegt in deinen Genen festgeschrieben.

Es gibt noch viele weitere Genmutationen. Im Clip zeigen wir euch das Schicksal von Supatra. Sie gilt als das haarigste Mädchen der Welt und ist der jüngste „Wolfsmensch“:

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