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Diese Hassgeräusche sind euch garantiert bekannt

vor 4 Jahren

Allein der Gedanke an Kreide, die an der Tafel quietscht oder eine Gabel, mit der man am Topf kratzt, lässt uns zusammenschrecken. Es gibt einige Geräusche die wir abgrundtief hassen. Dieser Groll nennt sich Misophonie. Wie er entsteht und bei welchen Geräuschen sich unsere Zehennägel nach oben rollen, zeigen wir euch hier. 

Der Hass auf bestimmte Geräusche ist auch als Misophonie bekannt. Es können ganz alltägliche Geräusche sein, wie lautes Atmen, Husten oder ein tropfender Wasserhahn. Doch wenn wir sie wahrnehmen, bringen sie uns auf die Palme. Manche bekommen Gänsehaut, andere ekeln sich oder laufen vor Wut von der Geräuschquelle weg. Ab dem 10. Lebensjahr kann man diese Geräuschsempfindlichkeit entwickeln. Jeder von uns reagiert unterschiedlich stark auf diese Töne. Während einige fast ausrasten, wenn sie jemandem beim Kaffeeschlürfen zuhören müssen, stört andere dieses Geräusch absolut nicht. Der Grund für diese Unterschiede hängt mit den Erfahrungen zusammen, die jeder im Laufe seines Lebens gesammelt hat. Die Sensibilität gegenüber gewissen Tönen steht also im Zusammenhang mit unseren Emotionen.

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Das Witzige ist, dass wir nur bei anderen diese Geräusche als störend empfinden. Beispielsweise Schmatzen: Wenn wir selbst mit offenem Mund Chips laut stark zermahlen, regt uns das in keiner Weise auf. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass uns mit der Zeit die Hassgeräusche aus unserem Umwelt immer mehr auf die Nerven gehen. Wer den quälenden Tönen ein Ende setzen will, muss sich leider selbst ändern. Durch Entspannungsübungen oder kognitive Verhaltenstherapie kann man die Empfindlichkeit der eigenen Ohren dämpfen.

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Zu den nervigsten Hassgeräusche gehören eindeutig:

  • Das Quietschen von Kreide oder Fingernägeln auf der Tafel
  • Zähneknirschen
  • Schmatzen – vor allem, wenn der Mund voll mit knusprigen Leckereien ist (oder mit Kaugummi)
  • Klicken vom Kugelschreiber
  • Das kreischende Geräusch, wenn anstatt des Essens der Glasteller mit dem Besteck geschnitten wird
  • Weinen eines Babys
  • Lautstarkes Atmen
  • Das Quietschen einer Fahrradbremse

Euch fallen bestimmt noch weitere Geräusche ein, die euch persönlich besonders nerven.

Doch wieso bekommen wir bei manchen Tönen sogar Gänsehaut?

Für mich ist eindeutig die quietschende Kreide auf der Tafel unfassbar ekelig. Allein der Gedanke daran schüttelt mich und lässt meine Haare zu Berge stehen. Doch wieso reagiert unser Körper mit Gänsehaut auf störende Geräusche?

Die Begründung liegt wahrscheinlich in unserer Evolution. Besonders bei lauten oder schrillen Geräuschen, stellen wir eine Verbindung mit einer Gefahr her. Zum Schutz stellen sich automatisch unsere Körperhaare auf. Demnach reagieren wir instinktiv.

Quietschende Kreide oder die Rückkopplung einer E-Gitarre -– manche Geräusche jagen uns einen Schauer über den Rücken. Galileo hat per Facebook-Umfrage die TOP 5 der fiesesten Geräusche gesucht. Wie das Ranking ausging seht ihr im Video. Gänsehaut garantiert!

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