Diese neue Methode repariert die Knorpelschäden nach einem Kreuzbandriss problemlos
via Pixabay/CC0 Public Domain
Life,

Diese neue Methode repariert die Knorpelschäden nach einem Kreuzbandriss problemlos

vor 2 Jahren

Mit Knieverletzungen und den damit verbundenen Knorpelschäden im Gelenk hat jeder Fußballer im Laufe seiner Karriere zu kämpfen. Nach einer schlimmen Verletzung bleiben meist dauerhafte Folgeschäden. Wissenschaftler haben eine neue Methode entwickelt, die vielversprechende Ergebnisse zeigt: Mit Knorpelzellen aus der Nase wird dabei das kaputte Kniegelenk repariert.

Ist einmal das Kreuzband gerissen, muss der Patient häufig mit dauerhaften Problemen leben. Selbst nach einer erfolgreichen Operation ist die Beweglichkeit des Knies eingeschränkt und bei einer längeren sportlichen Betätigung treten wieder Schmerzen auf. Häufen sich die Beschwerden, wird im schlimmsten Fall ein künstliches Gelenk eingesetzt. Schuld daran sind Knorpelschäden, die beispielsweise nach einem Kreuzbandriss im Kniegelenk auftreten.

Die Forscher Ivan Martin und Marcel Jakob von der Universität Basel haben ein Verfahren entwickelt, bei dem die eigene Nase das Kniegelenk heilen soll. Dabei wird ein kleiner Teil von Knorpelzellen aus der Nase entnommen. Im Labor werden die Zellen so lange gezüchtet, bis sie ein passendes Knorpel-Implantat für das kaputte Gelenk bilden. Die ersten zehn Testpersonen, denen solch ein Implantat eingesetzt wurde, sind begeistert. Ausgewählt wurden Personen unter 55 Jahren. Alle hatten Knorpelschäden im Kniegelenk, weil sie sich zuvor eine Verletzung zugezogen hatten. Durch das neu eingesetzte Gewebe erfuhren die Probanden eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden. Auch mit Nebenwirkungen hatten sie nicht weiter zu kämpfen. Die Knorpelzellen aus der Nase wuchsen problemlos an der jeweiligen Stelle im Gelenk an.

Warum nehmen die Forscher ausgerechnet Zellen aus der Nase?

Knorpelzellen aus der Nase erholen sich schneller als Gelenkknorpel. Außerdem nimmt das Nasengewebe die Eigenschaften des Knieknorpels an und entwickelt sich somit zu einem natürlichen Reparaturgewebe.

Bereits Ende diesen Jahres wollen die Wissenschaftler die Phase zwei der Studie einleiten, um die neue Behandlungsmethode weiter zu überprüfen. Da zehn Testpersonen für ein endgültiges Urteil zu wenig sind, werden diesmal 108 Menschen behandelt.

Für Sportler sind gesunde Beine das Wichtigste. Ein Top-Spieler beweist jedoch, dass Fußball spielen auch ohne Füße möglich ist. Hier könnt ihr dem Brasilianer Gabriel Muniz zusehen, wie er trotz seiner Behinderung ein echter Ballkünstler ist:

Facebook WhatsApp

Diese Beiträge könnten dir auch gefallen:

Diese Website verwendet eigene Cookies und Cookies von Dritten um die Nutzung unseres Angebotes zu analysieren, Ihr Surferlebnis zur personalisieren und Ihnen interessante Informationen zu präsentieren (Erstellung von Nutzungsprofilen). Wenn Sie Ihren Besuch fortsetzen, stimmen Sie der Verwendung solcher Cookies zu. Bitte besuchen Sie unsere Cookie Bestimmungen um mehr zu erfahren, auch dazu, wie Sie Cookies deaktivieren und der Bildung von Nutzungsprofilen widersprechen können. Datenschutzbestimmungen
OK