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Diese sechs Überlebens-Mythen könnten dich dein Leben kosten

vor 3 Jahren

Mythen sind schon etwas Faszinierendes. Es gibt sie auf der ganzen Welt und ihre Inhalte werden von Generation zu Generation weiter getragen. Wenn ihr diesen Mythen glaubt, könnten sie euch das Leben kosten.

Mythos 1: Man braucht nur zwei Stöcke, um ein Feuer zu machen

Klar, unsere Vorfahren haben dieses Verfahren – Stöcke aneinander zu reiben, um Wärme zu erzeugen – verwendet und perfektioniert. Heutzutage sollte man sich aber nicht darauf verlassen, dass man das in einer Überlebenssituation genau so hin bekommt. Damit es klappt, braucht man perfekte Bedingungen und jahrelange Übung. Sitzt man also womöglich verletzt, hungrig und frierend im Nirgendwo, braucht man eine andere Methode.

Viel besser und einfacher ist es, sich richtig vorzubereiten. Man sollte, wenn man sich in ein Abenteuer aufmacht, immer mindestens zwei Anzünder mitnehmen: Feuerzeug und Zündhölzer.

Mythos 2: Die Flüssigkeit in Kakteen reicht zum Überleben in der Wüste

Ja, es gibt Kakteen, aus denen man trinken kann: Die sogenannten Fass-Kakteen, die liebevoll auch Schwiegermutter-Stuhl genannt werden. Das Blöde: Die Flüssigkeit ist, abgesehen von einer Art, giftig. Ist man also kein Kakteen-Experte, weiß man nun wirklich nicht, welche die eine ungiftige unter einer Million ist. Keine Sorge: Die Flüssigkeit bringt niemanden um. Die typischen Folgeerscheinungen sind Übelkeit, Schmerzen und vorübergehende Lähmung. Trotzdem nicht zu empfehlen.

Um Dehydrierung zu vermeiden, sollte man also immer genügend Wasser mitnehmen – einen besseren Vorschlag haben wir leider auch nicht.

Mythos 3: Alkohol hält warm

Alkohol ist nun wirklich das allerletzte, was man trinken sollte, wenn es kalt draußen ist. Es stimmt, dass es sich so anfühlt, als würde einem warm werden, wenn man alkoholische Getränke trinkt. Tatsächlich beschleunigt Alkohol jedoch die Unterkühlung. Die Gefäße weiten sich und die Haut wird besser durchblutet. Dadurch werden die lebenswichtigen inneren Organe schlechter mit Blut versorgt und man kann erfrieren.

Was wirklich hilft: heißer Tee oder Kakao.

Mythos 4: Wenn ein Hai angreift, soll man ihm auf die Nase hauen

Ja sicher, in Deutschland wird man eher weniger von einem Hai angegriffen. Auch weltweit gesehen kommt es nicht wirklich oft vor. Laut der International Shark Attack File ist die Wahrscheinlichkeit von einem Hai gebissen zu werden, eins zu 3,8 Millionen. Also ziemlich klein. Seid ihr dieser eine von 3,8 Millionen solltet ihr trotzdem wissen, was zu tun ist, wenn ein Hai angreift.

Dem Hai auf die Nase zu hauen, ist schon mal falsch. Das bringt nämlich gar nichts und ist bei einem Hai, der sich bewegt, auch nahezu unmöglich. Stattdessen solltet ihr versuchen, eure Finger in seine Augen oder Kiemen zu stecken. Es ist generell so, dass Tiere zurückweichen, wenn man ihnen in die Augen sticht. Glaubt ihr nicht? Joe Spring erzählt hier, dass er mit dieser Technik tatsächlich einen Hai-Angriff überlebt hat.

Mythos 5: Man soll das Gift eines Schlangenbisses aussaugen

Einen Schlangenbiss auszusaugen bringt überhaupt nichts und verschlimmert die Situation. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen bringt der Kontakt mit dem Mund nur mehr Bakterien in die offene Wunde. Zum anderen kann das Aussaugen zum Ausbluten der gebissenen Person führen. Der Schlangenbiss ist nämlich nicht an der Oberfläche der Haut, sondern mindestens drei Zentimeter tief. Man müsste also mindestens drei Zentimeter tief beißen, um an das Gift heranzukommen. Tut man dies, könnte die Person davon zu viel Blut verlieren.

Die gebissene Körperstelle sollte stattdessen nach oben – sprich über das Herz – gehalten werden. Außerdem sollte man die Biss-Stelle und das Fortschreiten der Schwellung mit einem Stift alle 30 Minuten markieren. Generell gilt: Fahrt so so schnell wie möglich ins Krankenhaus.

Mythos 6: Wenn ein Bär angreift, soll man sich tot stellen

Wenn man einem Bären in der Wildnis begegnet gilt: Bleibt ruhig, sprecht leise und ruhig auf das Tier ein, gebt ihm kein Essen und versucht seitwärts und langsam den Ort zu verlassen.

Wenn euch ein Bär angreift, ist seine Fellfarbe entscheidend. Ist sie braun, solltet ihr euch tot stellen. Ist das Fell des Bären jedoch schwarz, ist Totstellen keine Option. Rennt so schnell ihr könnt zu eurem Auto oder einem anderen sicheren Ort. Falls es weiß ist, haben wir hier einen Tipp. Falls es diese Möglichkeit nicht gibt: Kämpft um euer Leben und haut vor allem ins Gesicht des Bären. Generell gilt: Falls der Bär nicht locker lässt, kämpft mit allem was ihr habt (schaut euch dazu am besten „The Revenant“ vorher an).

Kein anderes Wesen auf der Erde, ist ein so guter Überlebenskünstler wie wir Menschen. Warum ist es so schwierig auf dem offenen Meer gefunden zu werden? Und wie lange kann der Mensch ohne Nahrung überleben? Wir haben wichtige Überlebenstipps.

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