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Schlafprobleme? Laut einer Studie soll dieses Hobby wirklich helfen

vor 3 Jahren

Wahrscheinlich hat jeder von uns schon mal mit Schlafproblemen zu kämpfen gehabt. Gerade von Sonntag auf Montag ist die Umstellung für den Körper schlimm. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass ein besonders naturbezogenes Hobby dagegen helfen soll.

(Fast) nichts ist schlimmer, als müde im Bett zu liegen, sich unnötig hin und her zu wälzen und einfach nicht einschlafen zu können. Schlimmer wird es, wenn die Stunden, die noch bis zum Aufstehen bleiben, immer weniger werden und man ihnen beim Blick auf die Uhr dabei zusehen kann.

Wir wissen natürlich, dass man spät abends nicht mehr essen, auf anstrengende Aktivitäten verzichten und natürlich das Handy nicht mit ins Bett nehmen sollte. Trotzdem machen wir es. Teilweise. Danach fällt uns das Einschlafen so schwer, weil wir damit unsere innere Uhr aus dem Gleichgewicht bringen.

Die funktioniert am besten, wenn wir mit dem Tag leben. Also aufstehen, wenn die Sonne aufgeht und einschlafen, wenn sie untergeht. Laut Forschern gibt es eine Methode, unsere innere Uhr zurückzusetzen und quasi neu zu starten. Dazu hilft am besten ein Camping-Wochenende.

Klingt absurd, macht aber durchaus Sinn. Die Ergebnisse ihrer zweiteiligen Studie haben die Physiologen der Universität von Colorado jetzt veröffentlicht. An dieser Studie hätten wir auch gerne teilgenommen, denn die Versuchskaninchen hatten „lediglich“ die Aufgabe, im Sommer ein Wochenende im Freien zu verbringen. Und zwar in Zelten in der Wildnis von Colorado. Naja, das durfte zumindest ein Teil der Gruppe. Der andere blieb Zuhause. Den Campern war es allerdings verboten, künstliches Licht – außer dem vom Lagerfeuer – zu nutzen. Also keine Taschenlampen, keine Smartphones. Sie wurden mit Messinstrumenten ausgestattet.

Nach verschiedenen Tests zurück an der Universität stellte sich heraus, dass sich unser Körper extrem schnell an den natürlichen Tages-Rhythmus mit der Sonne gewöhnt. Ein zweitägiger Camping-Ausflug kann damit unsere innere Uhr zurücksetzen und sie neu starten.

Wie gut wir schlafen können, hängt mit dem Hormon Melatonin zusammen. Es steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Ob und wann das Hormon ausgeschüttet wird, hängt damit zusammen, wie viel Licht unsere Umgebung ausstrahlt. Je dunkler es ist, umso mehr Melatonin wird produziert.

Durch Speichelproben fanden die Forscher heraus, dass das Melatonin bei den Campern schon 1,4 Stunden eher ausgeschüttet wurde als bei den Daheimgebliebenen.

Der zweite Teil des Experiments fand im Winter unter den gleichen Bedingungen statt. In diesem Fall startete die Melatonin-Ausschüttung bereits 2,6 Stunden früher. Das lässt einen einfacher einschlafen. Und das ist gut, denn ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus wird mit vielen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht.

Jetzt ist uns natürlich auch klar, dass ihr nicht ständig in der Natur schlafen könnt, wenn ihr einen „normalen“ Job habt. Die Wissenschaftler empfehlen daher, mehr natürliches Licht den Tag über abzugreifen und abends Laptops und Smartphones ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr zu benutzen. Und wir wissen: Das ist leichter gesagt als getan. Das iPhone unterstützt Night Shift oder ihr ladet euch eine der zahlreichen Apps runter, die euer Smartphone-Licht anpassen, wenn ihr abends nicht drauf verzichten könnt. Wir haben diese Apps getestet:

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