Dieser Fotograf zeigt, wie nah Arm und Reich tatsächlich zusammen leben
Screenshot via Twitter/ petapixel

Dieser Fotograf zeigt, wie nah Arm und Reich tatsächlich zusammen leben

vor 2 Jahren

Der Fotograf Johnny Miller macht in seinem neuen Foto-Projekt auf die Ungleichheit in Südafrika aufmerksam. Er fotografierte verschiedene Wohnsiedlungen aus der Vogelperspektive. Die Bilder lassen einen definitiv nachdenklich zurück.

Manche sagen „Von weiter weg betrachtet, sieht alles besser aus“. In diesem Beispiel trifft dieser Spruch alles andere als zu. Durch die Bilder von Johnny Miller wird einem erst richtig bewusst, wie groß der Unterschied zwischen der armen und der reichen Bevölkerung Südafrikas wirklich ist. Neben großen Villen mit Pool und Garten, stehen eng aneinander gereiht, riesige Slums. Ein trauriges Bild, dass jedoch leider der Realität entspricht.

Die Schere zwischen Arm und Reich wird in Südafrika einfach nicht kleiner. Anfang des 20. Jahrhunderts begann hier die Zeit der Rassentrennung, die sogenannte Apartheid. Die weiße Bevölkerung unterdrückte zu dieser Zeit alle schwarzen Südafrikaner. Sie lebten am Existenzminimum, hatten selten einen Job, hausten in kleinen Hütten ohne sauberes Trinkwasser. Erst 1994 wurde dieses Unrechtssystem durch einen demokratischen Regierungswechsel beendet. Nelson Mandela wurde zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt.

Zwei Jahre nach Mandelas Antritt als Präsident, stellte die Regierung fest, dass mehr als 2,2 Millionen Familien ohne feste Behausung waren. Auch heute, also 22 Jahre nach Ende der Apartheid, leben viele Familien in heruntergekommen Slums am Rand der Städte. Und das auf nur etwa acht Quadratmetern. Oft fehlen sanitäre Anlagen, eine Kanalisation, Elektrizität oder auch sauberes Trinkwasser.

Dicht beieinander, auf der anderen Seite, lebt ein Teil der Bevölkerung im puren Luxus: Eine riesige Villa mit eigenem Pool ist hier meist Standard. Die teuren Anwesen sind mit elektrischen Toren und hohen Mauern gesichert.

Das Projekt „Unequal Scenes“ soll genau darauf aufmerksam machen. Für Miller ist es schwierig, diese Ungleichheit vom Boden aus zu sehen. Viel deutlicher wird der Unterschied, mit Hilfe einer Drohne, aus der Luft. Und darauf setzt er: Die Menschen sollen sehen, in welchen teils schlimmen Verhältnissen die schwarzen Südafrikaner leben müssen. Er will sie nachdenklich stimmen.

Bei uns hat er das jedenfalls geschafft.

Auch viele Menschen in Manila wohnen in Slums, ohne Wasser und Elektrizität. Eine Glühbirne aus Plastik und Wasser soll helfen, die Slums zu erleuchten. Wie das ohne Strom funktionieren soll, zeigen wir euch hier:

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