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Donuts als Lebenslauf: So lecker kann eine Bewerbung sein

vor 3 Jahren

Jeder von uns hat schon mal Bewerbungen geschrieben. Und klar, man will sich irgendwie von der Masse abheben. Aber wie stellt man das an? Ein 25-jähriger Marketing-Spezialist weiß, wie es geht. Denn er hat es an sich selbst getestet.

Lukas Yla kommt eigentlich aus Litauen. Dort hat er schon im Marketing gearbeitet, aber sein großer Traum war die große, weite Welt. San Francisco, um genauer zu sehen. Also ließ er in seiner Heimat alles stehen und liegen und zog in die Staaten, um die große Karriere zu machen.

Zumindest in die Sozialen Netzwerke hat er es schon geschafft. Mit einer sehr kreativen Bewerbung. Generell gibt es zwei große Hürden, um als Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden:

  1. Die Bewerbung muss erstmal auf dem richtigen Schreibtisch landen und nicht schon vorher im Müll, weil irgendein Personaler gerade mit dem falschen Bein aufgestanden ist.
  2. Liest sich der zukünftige Chef (zumindest macht das im Idealfall der Chef selbst) die Bewerbung durch, muss sie sich abheben von der Konkurrenz. Besonders, wenn man offensichtliche Defizite hat.

Für Lukas lagen seine Defizite klar auf der Hand: Er war frisch in die USA gezogen und hatte Angst, keine Chancen zu haben, weil er noch nie zuvor in San Francisco gearbeitet hatte. Dementsprechend konnte er noch keine großen Kontakte knüpfen, die in der Marketing-Welt von Vorteil sind.

Also wurde er kreativ. Sehr kreativ. Kurz: Er verkleidete sich als Postbote und klingelte bei insgesamt 40 Unternehmen. Dann arbeitete er sich zum richtigen Ansprechpartner vor. Ihm gab er eine hübsch aussehende Schachtel. Darin waren leckere Donuts – eigentlich waren es Berliner. Oder Pfannkuchen. Oder Krapfen. Je nachdem, aus welchem Teil von Deutschland ihr kommt.

Zurück zum Thema: Und zusätzlich gab es Lukas‘ Lebenslauf. Der klebte mit den Worten im Deckel: „Die meisten Bewerbungen landen im Müll. Meine – in Ihrem Bauch.“

Wenn das mal keine coole Methode ist, um in Erinnerung zu bleiben. Und es scheint sich auszuzahlen. Lukas wurde mittlerweile schon zu zehn Bewerbungsgesprächen eingeladen.

Aber wenn ihr jetzt glaubt, er ist einfach mal so drauf los gestiefelt, irrt ihr euch. Schließlich kennt er sich nicht umsonst im Marketing aus. Er hat alles genau geplant, seine Methode wiederholt, A/B-Tests an Unternehmen verschiedener Größe durchgeführt, verschiedene Zielgruppen und Variationen des Briefes getestet. In ihm befindet sich eine URL, unter der der vollständige Lebenslauf abrufbar ist. Auch die hat er getestet, um herauszufinden, welche am besten Offline ankommt. Denn immerhin muss der Chef oder Personaler die händisch in das Browser-Fenster eingeben. Die funktioniert übrigens noch immer: bit.ly/check-resume.

Ob wir ihm einen Job geben würden, können wir nicht versprechen. Aber Donuts finden wir ganz toll.

Aber das wollt ihr natürlich nicht nachmachen. Die Geschichte ging ja nun schon durch die Medien. Probiert lieber diese kreativen Bewerbungstipps:

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