So schaffst du es, dass dich jeder mag - sagt die Wissenschaft
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So schaffst du es, dass dich jeder mag – sagt die Wissenschaft

vor 2 Jahren

Manche Menschen scheinen einfach mit jedem gut aus zu kommen. Anderen fällt es hingegen schwer, schnell Anschluss zu finden. Die Wissenschaft hat 4 Tipps für dich, wie du es schaffst, dass andere dich sympathisch finden.

Spiegle ihre Körpersprache

Körpersprache verrät nicht nur sehr viel über einen Menschen, durch sie kannst du auch Sympathie beim Gegenüber aufbauen. Wenn du dich mit jemanden unterhält, lohnt es sich, seine Gesten und Bewegungen zu spiegeln. Bereits 1999 fanden das Forscher der New York University heraus und benannten das Ganze  „Chamäleon-Effekt„. Meist geschieht es bei Sympathie bereits unterbewusst, dass man das Verhalten des anderen kopiert.

In einer Studie stellten die Forscher 78 Männern und Frauen eine Aufgabe, die sie gemeinsam lösen mussten. Dabei wurden sie von den Forschern heimlich gefilmt. Am Ende mussten die einzelnen Personen angeben, ob sie sich mit ihrem Partner gut verstanden haben. Das Ergebnis: Wenn der jeweilige Partner die Körpersprache des anderen spiegelte, wurde er als sympathischer eingestuft.

Wenn du also das nächste Mal mit jemandem redest und willst, dass derjenige dich mag, versuche, bestimmte Handbewegungen und Körperhaltungen zu spiegeln. Übertreiben solltest du das natürlich nicht, aber ein bisschen nachhelfen schadet nie.

Zeige ab und zu deine Schwächen

Natürlich möchte man sich den neuen Arbeitskollegen und Bekanntschaften in einem guten Licht präsentieren. Aber es wirkt viel sympathischer, wenn du auch mal zu deinen Makeln stehst und über Missgeschicke lachen kann. Das fand der Forscher Elliot Aronson heraus:

In einer Studie zeigte er Studenten der University of Minnesota Aufnahmen von Quizteilnehmern und fand heraus: Diejenigen, die zwar viel wussten, aber am Ende des Quiz‘ eine Tasse Kaffee verschütteten, wurden sympathischer wahrgenommen. Wer zu perfekt  war, also alles richtig beantwortete und keinen Kaffee verschüttete, fiel den Studenten hingegen negativ auf. Das heißt: Bleib natürlich und stehe zu deiner Tollpatschigkeit oder deiner Liebe für Trashfilme. Perfektion ist langweilig.

Kleine Berührungen bauen Bindung auf

Wenn Fremde einen berühren, dann kann das natürlich unangenehm sein. Lernt man aber eine Person kennen, dann darf man sie auch ruhig mal berühren. Zum Beispiel wenn derjenige einen Witz macht, dann kannst du denjenigen ruhig kurz an der Schulter berühren. Das kommt beim Gegenüber gut an und lässt einen ehrlicher erscheinen, wie der amerikanische Forscher Chris Kleinke in einem spannenden Experiment nachwies:

Er ließ einen Versuchsleiter und Probanden aufeinander treffen und den Leiter einige von diesen im Gespräch kurz berühren. Dem Versuchsleiter gab er ein Geldstück, dass dieser scheinbar aus Versehen im Labor zurücklassen sollte, während die Probanden sich noch im Raum befanden. Diejenigen, die er vorher berührt hatte, brachten ihm das Geldstück eher zurück, als die anderen.

Eine andere Studie fand heraus, dass auch Umfragen auf der Straße erfolgreicher sind, wenn der Fragensteller den Befragten berührt. Dann machten nämlich 81 Prozent der Passanten mit, während sich ohne Berührungen nur 55 Prozent bereit erklärten. Kleine Berührungen bauen also Vertrauen auf und können dabei helfen, Sympathie bei einem potentiellen neuen Freund aufzubauen.

Übertreibe es nicht mit Komplimenten

„Wow, du kannst ja echt alles! Wahnsinn, wie du das hinkriegst“ klingt natürlich nett und ein paar Komplimente können nicht schaden. Wer es allerdings übertreibt mit dem Honig ums Maul, fällt eher negativ auf. Bereits im Jahr 1965 fanden das Forscher der University of Minnesota heraus, als sie 80 Studentinnen in Zweierteams arbeiten ließen. Eine der Partnerinnen bekam dabei den Auftrag, der anderen Person direkt Feedback zu geben, ohne dass diese davon wusste.

Die eingeweihten Studentinnen wurden in vier Gruppen aufgeteilt: Die eine Gruppe sollte ihrer Partnerin nur Komplimente machen. Gruppe zwei sollte ihr nur negatives Feedback geben. Eine dritte Gruppe sollte zuerst positives und dann negatives Feedback geben. Gruppe vier sollte hingegen mit dem Negativen anfangen und erst am Schluss etwas Positives sagen.

Tatsächlich fanden die Studentinnen, denen zuerst positives und dann negatives Feedback gegeben wurde, ihre Partnerin am sympathischsten. Komplimente sind also toll, aber man darf die andere Person dann auch mal kritisieren. Das wirkt authentischer, denn schließlich will man doch genommen werden, wie man ist – auch mit seinen Fehlern.

Auch hier erklären wir euch, wie ihr schnell Sympathie aufbauen könnt – in diesem Fall beim ersten Date:

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