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Essen der Zukunft: Gibt’s bald nur noch Algen, Quallen und Insekten?

Food for Future! Wegen der Klimakrise und einer stark wachsenden Weltbevölkerung müssen wir auch unsere Ernährung updaten. Was jeder von uns tun kann - und warum wir zum Beispiel nicht mehr als 100 Gramm rotes Fleisch in der Woche essen sollten.

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Das Wichtigste zum Thema Essen der Zukunft

  • Der Klimawandel, Hungersnöte und Krankheiten durch falsche Ernährung erfordern ein Umdenken. Die Frage ist: Wie und was können wir in Zukunft essen, sodass es uns allen und auch dem Planeten bekommt?

  • Vor allem der Fleischkonsum trägt zur Erhöhung der Treibhausgase bei. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) wird er sich bis 2050 weltweit verdoppeln. In Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2019 bei fast 60 Kilogramm. Das entspricht ungefähr 300 Schnitzeln.

  • Am liebsten essen die Deutschen Schweinefleisch. Rindfleisch ist der größte Klima- und Umwelt-Schädling. Hier kommt zur Treibhausgas-Entstehung und Wasserverschwendung bei der Futtermittel-Produktion noch der Methan-Ausstoß der Tiere dazu.

  • Um Alternativen zu finden, wird nach nachhaltigen Ernährungs-Trends geforscht.

Was sind die Essens-Trends der Zukunft?

  • 🐞

    Insekten: Grillen, Mehlwürmer, Raupen, Maden & Co. haben viel Proteine. Es gibt rund 1.800 essbare Arten von Insekten. Sie sind in Sachen Haltung und Futterverbrauch viel einfacher zu züchten als Schlachttiere.

  • 🥩

    In-Vitro-Fleisch ist gezüchtetes Fleisch aus dem Labor. Es werden Stammzellen von einem lebenden Tier entnommen und zu Muskelfasern gezüchtet. Früher war das noch extrem teuer, heute versuchen Forscher es zu erschwinglichen Preisen herzustellen.

  • 🌿

    Algen sind vor allem in Asien beliebt und enthalten viel Eiweiß und Nährstoffe. Sie können im Meer angebaut werden. Sehr bekannt sind zum Beispiel Nori-Algen.

  • 🐙

    Quallen: Klingt eklig, ist aber gesund. Quallen sind fett- und cholesterinfrei. Die Herausforderung liegt darin, das oft enthaltene Gift zu entfernen.

Ein weiterer Food-Trend, der auch unserer Umwelt schmeckt: Die Planetary Health Diet

Was ist die "Planetary Health Diet"?

  • 37 Forscherinnen und Forscher aus 16 Ländern haben sie entworfen.

  • Das Ziel: Diese Ernährungsweise soll die Grenzen des Planeten berücksichtigen und zugleich zu einem gesünderen Lebenswandel beitragen.

  • Laut den Forschern könnte sie 11 Millionen frühzeitige Tode jährlich verhindern.

  • Die Empfehlungen sind nur grobe Orientierungen und müssen weltweit an kulturelle Unterschiede angepasst werden.

Die Planetary Health Diet: Wäre das auch was für dich?

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Veröffentlicht: 30.09.2020 / Autor: Bianca Leppert