Feinstaub tötet jedes Jahr über 3 Millionen Menschen

Feinstaub tötet jedes Jahr über 3 Millionen Menschen

vor 3 Jahren

Jedes Jahr sterben weltweit 3,3 Millionen Menschen an den Folgen schmutziger Luft. Die meisten von ihnen in Asien. Aber auch bei uns ist Feinstaub jedes Jahr die Todesursache für über 30.000 Menschen.

Klar, in Asien ist die Luft richtig dreckig. Bei uns ist das ja ganz anders. Das meint man häufig. Und in vielen asiatischen Ländern spielt der Schutz vor Emmissionen auch keine besonders große Rolle. Aber auch in Deutschland sterben jedes Jahr doppelt so viele Menschen an der Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr, wie an Verkehrsunfällen.

Laut Umweltbundesamt ist der Straßenverkehr der größte Luftverschmutzer. Vor allem an Orten, wo viele Menschen auf engem Raum leben, ist die Feinstaubbelastung besonders hoch. Und der Staub kommt nicht nur aus den Motoren in die Luft, sondern auch von Bremsen, Reifen und der Straßenoberfläche. Die Konzentration dieses Staubs in der Luft ist in trockenen Wintern und heißen Sommern besonders hoch.

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Beim Feinstaub werden zwei Arten unterschieden: die etwas größeren Teilchen (PM10), die kleiner als 10 Mikrometer (0,01 Millimeter) sind und die ganz kleinen Teilchen (PM2,5), die kleiner als 2,5 Mikrometer (0,0025 Millimeter) sind. Aber warum ist der Feinstaub in der Luft so gefährlich? Die kleinen Teilchen können tief in die Lunge eindringen und können dann verschiedene Krankheiten der Atemwege, dem Herz-Kreislauf-System und auch der Lunge hervorrufen.

Um diese Krankheiten zu verhindern, hat die EU Grenzwerte festgelegt. Von den größeren Teilchen dürfen im Jahr durchschnittlich maximal 40 Mikrogramm in einem Kubikmeter Luft sein. Das heißt, dass in einem Würfel mit einer Kantenlänge von einem Meter nur 0,04 g Feinstaub vorkommen dürfen. Von den kleinen Teilchen sind nur 25 Mikrometer pro Kubikmeter Luft erlaubt. Um das zu überprüfen gibt es in Deutschland 370 Messstationen. Und bei keiner wurden die Grenzwerte im letzten Jahr überschritten. Ziemlich gut also.

Jahresmittel Feinstaub

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist aber der Meinung, dass diese Grenzwerte noch viel zu hoch seien und auch bei dieser Menge Feinstaub in der Luft die Gesundheit schädigen kann.

In den USA gibt es einige Menschen, denen völlig egal ist, wie viel Dreck ihre Autos produzieren. Sie nennen sich Coal Roller und ihr Ziel ist eine möglicht große Rußwolke aus dem Auspuff zu schießen.

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