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Frage des Tages: Bringt es was, vor dem Öffnen auf die Bierdose zu klopfen?

Freibier im Zeichen der Wissenschaft - mit diesem Experiment haben dänische Forscher die Bierdosen-Klopf-Theorie getestet.

Darum geht's genau:

  • Viele Dosenbiertrinker schnipsen vor dem Öffnen 3-mal mit dem Zeigefinger gegen die Dose.

  • Dieser Trick soll verhindern, dass das Gebräu überschäumt, falls die Dose zuvor geschüttelt wurde.

  • Ein Forschungsteam der University of Denmark hat diese Angewohnheit nun auf den Prüfstand gestellt. Handelt es sich um einen nützlichen Tick oder ist es doch nur eine antrainierte Marotte?

Der Test

  • 🎓

    Um die Klopft-Theorie zu überprüfen, haben die Forscher 500 Bierdosen 2 Minuten lang maschinell durchgeschüttelt. 2 Studentengruppen machten sich dann an die Arbeit: Sie öffneten die 500 geschüttelten sowie weitere 500 ungeschüttelte Dosen.

  • 👩‍🔬

    Die Hälfte der Teilnehmer in beiden Gruppen, klopfte vorher 3-mal gegen die Dose, die andere Hälfte öffnete sie direkt. Bevor sie das Bier auf dem Campus verschenkten, wurde jede Dose gewogen, um genau festzustellen, wie viel Bier beim Öffnen verloren gegangen war.

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    Das Ergebnis: Bei den geschüttelten Dosen gingen im Schnitt 3 Gramm daneben, bei den ungeschüttelten war nur ein halbes Gramm weniger. Ob gegen die Dose geklopft wurde oder nicht, machte dabei keinerlei Unterschied.

  • 🍻

    Wer keinen Tropfen des kostbaren Gebräus riskieren will, sollte laut den dänischen Forschern einfach etwas abwarten, bis sich die Bläschen von selbst auflösen. Na dann, Prost!

Warum schäumt das Bier überhaupt über?

  • Wird eine Dose mit kohlensäurehaltigem Inhalt geschüttelt, vergrößern sich die Kohlensäurebläschen im Inneren.

  • Beim Öffnen steigen diese Bläschen nach oben, damit das Kohlendioxid austreten kann, reißen dabei einiges an Flüssigkeit mit und spritzen als Schaum heraus.

  • Da sich die Bläschen im geschlossenen Zustand oft an der Innenseite der Dose anlagern, sollen sie sich durch das Klopfen auflösen, so die bisherige Annahme.

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Veröffentlicht: 02.02.2020 / Autor: Anna Ullrich

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